Kaiserreich
Drachenstein

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Die Seeraben kommen [Versuchs-Abenteuer]

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Der hohe Norden.


Eingebettet zwischen zerklüfteten Felsen und der stürmischen See liegt die alte Stadt Dunrav. 


Wie die meisten Städte der nördlichen Fürstentümer lebt sie vom Walfang und dem daraus gewonnen Tran, eine unschätzbare Quelle für Energie im ganzen Land. Obwohl die Walfangindustrie sich in den meisten Städten weiterentwickelt hat, und Dunrav immer mehr Gefahr läuft den Anschluss zu verlieren, ist für zweieinhalb Monate im Jahr die Stadt mit Menschen gefüllt. Während draußen Schnee und Eis jegliches Überleben anstrengend machen, werden innerhalb der Stadt tausende von Tonnen von Walfleisch gekocht und Tran gewonnen. Der Gestank überzieht die ganze Stadt und ist nichts für seescheue Besucher.


Und während die Bewohner ihre Zimmer zu überteuerten Preisen anbieten und sich jeder geschäftstüchtige Gastwirt verdient, sind einige stechende Augen auf der Jagdt nach etwas ganz anderem.


In den Straßen wird nur geflüstert und die Märchen von alten Sagengestalten greift um sich.


Wie bereits beschrieben, findet das erste Abenteuer in einer eher abgelegenen Hafenstadt ab welche sich auf Walfang spezialisiert hat. In der Saison verdoppelt sich die Bevölkerung in Dunrav wegen Leiharbeitern, Händlern und anderen Leuten welche die Gelegenheit nutzen wollen Geld zu verdienen. IHR seid so jemand. Oder ihr habt andere Gründe dorthin zu gelangen (beruflich, privat, verirrt?). Wer weiß ?
Es gibt eine übergroße Hafenanlage die aber mit Schiffen geradezu überfüllt ist. Walfänger bringen ihre Beute, mehrere dutzend Verarbeitungsschiffe liegen im Hafen welche es sich zum Beruf gemacht haben den Walen hinterher zu fahren.
Beschreibung einiger Beispielklassen gibts am Abend, jetzt fehlt mir gerade die Zeit.

Die Stadt besitzt einen Bahnanschluss, der aber bei Schnee so gut wie nie benutzbar ist, wie gesagt einen großen Hafen der derart vollgestopft ist, dass derjenige der zu früh eingefahren ist kaum mehr raus kommt, einen provisorischen Luftschifflandeplatz mit einem dort angelegtem kleinem Militärluftschiff vor der alten Stadtmauer (Zivile Luftschiffe fahren sehr selten so weit nach Norden. Realistischer wäre eine Mitfahrgelegenheit bei einem Frachtluftschiff), mehrere Telegraphenstatioden für Nachrichten, ein Hafenviertel, Altstadtviertel, Handwerksviertel, Marktplatz, Verarbeitungsviertel welches außerhalb der Saison ziemlich leer ist jetzt aber wildes Leben herrscht, mit anschließenden Kontoren und natürlich ein abgekrenztes Wohnviertel für, nunja, die vermögende Gesellschaft. Wobei fast alle wegen des Gestanks auf Reisen unterwegs sind.



Ihr könnt mich natürlich alles fragen oder nachfragen.


Squirrel 15.07.2015, 17:00

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Squirrel…
S Q U I R R E E E E E L !!!
„Was gibt’s denn Bonsai?“
 

Squirrel reibt sich langsam den Schlaf aus den Augen. Er und seine Truppe haben sich einen Raum in einem der bequemeren Gasthäuser der Stadt genommen. Sie sind schliesslich keine Lumpen und müssen im Schlafzelt unterkommen.

 
„Also sag mal, so verschlafen wir ja den ganzen Tag. Faule Socke“.
 
Ey Du redest mit deinem Boss !
 
„Schon gut…. Boss.“
Ein kleiner untersetzter aber lustig drein blickender Geselle, der Bonsai genannt wird, betont das Wort BOSS auffällig und mit rollenden Augen gegenüber Squirrel.

 
Warum weckst Du mich überhaupt. Ist dir Langweilig oder sowas?
 
Squirrel schaut sich im Raum um. Fünf Augenpaare starren Ihn an. Alle sehen genervt aus.

 
„Nein mir stinkts hier, und das im wahrsten Sinne des Wortes, Cheffe. Was treiben wir auf diesem gottverlassenen, walverseuchten Flecken? Ich kann mir echt nicht denken, dass wir hier viel Geld machen können oder‘? Willst Du Tran kaufen oder so? Schlechte Verdauung?“
 
Ah Du wieder Bonsai. Meckert eigentlich sonst jemand mit mir oder bist nur Du immer das schlechte Gewissen, das mir hinterher fragt?
 
„Ich ein schlechtes Gewissen… hehe ja das gefällt mir. Also Du Opfer, was tun wir hier eigentlich?“
 
Squirrel setzt sich auf und kratzt sich hinterm Ohr. Er fragt sich das inzwischen selbst.

 
Ein unbekannter hat uns Strays eine Nachricht geschickt. Anscheinend soll hier ein Bonze um die Ecke gebracht werden. Wir sollen das verhindern. Aber ich sehe hier keine Bonzen. Alle sind weg. Nur diese fleissigen Ameisen da unten im Hafen sind hier. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Nachricht überhaupt ernst gemeint war.
 
„Aaaha grossartig. Einfach grossartig“.
Meldet sich das selbsternannte schlechte Gewissen

„Und wie jetzt weiter?“
 
Nun in der Nachricht hiess es, wir sollen hier absteigen und abwarten. Man würde uns Instruktionen senden. Und eine Anzahlung. Eine grosszügige übrigens.
 
„Hah, meine Begeisterung schlägt schon Funken. Wir warten jetzt seit 3 Tagen hier, und jetzt endlich rückst Du mal damit raus. Stand in der Nachricht, wie lange wir warten sollen? Oder planst Du so lange hier in dieser Herberge zu kleben, bis die Tran Saison wieder vorbei ist? Wir könnten wunderbar inzwischen einige Gefälligkeiten ausführen und würden uns auf keinen Fall so langeweilen“.
 
Bonsai?
 
„Ja?“
 
Lies es von meinen Lippen ab … G E D U L D !
Meine Quelle war zuverlässig. Whissler hat uns noch nie beschissen. Wenn er sagt ich soll hier warten, dann warte ich. Er hat ja selten einen schlechten Auftrag für uns gehabt oder?
So und jetzt lasst mich halt pennen. Wenn es Euch gefällt macht einen Spaziergang.
 
Fünf grimmige Augenpaare verneinen die Möglichkeit hier in diesem Mief herum zu spazieren, ohne auch nur ein Wort zu verlieren.

 
Ich hatte gestern eine Lange Nacht. Heute wird wieder eine Lange Nacht. Whissler hat mir geflüsstert wo ich meinen Kontakt treffe und das mitten in der Nacht. Ich hoffe der kommt bald, sonst muss ich tatsächlich mal mit Whissler reden. So ungenau war der Auftrag noch nie.
 
„Wie Du meinst Squir. Wir hauen uns ein Bier hinter die Binde nicht wahr Jungs und Mädels?
 
Nach allgemeinem Nicken aller beteiligten, verzieht sich Squirrels Truppe runter in den Schankraum. Mehr zu tun gibt es offenbar gerade nicht für Sie. Hoffen wir das sich das bald ändert?

Ganz alleine gelassen, zieht Squirrel wieder seine Mütze übers Gesicht und schnarcht noch eine Runde bis zum Abend. Seine Truppe, da ist er ganz sicher, wird die Zeit schon tot schlagen.

Gassev Lehjir 15.07.2015, 18:55

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Gassev sitzt im Hinterzimmer seines Urmachergeschäfts im Handwerksviertel von Dunrav. Vor ihm liegen wild durcheinander verschiedenste Notenblätter mit allerlei Notizen, sowohl in Form von Noten, als auch in Form von Schrift und einfachen Notizen. Verzweifelnd an sich selbst rauft er sich die Haare bis er die Ladentür sich öffnen hört.


Ein Kunde, dessen Uhr beschädigt wurde tritt ein.

»Guten Tag, was kann ich für sie tun?«


Kunde


»Meine Uhr, hier sehen sie, sie ist herabgefallen. Was denken sie, wie lange werden sie brauchen um sie zu reparieren?«

»In etwa eine Woche.«


»Dann komme ich dann wieder. Vielen Dank.«


Womit hat er das nur verdient. Er hatte noch nie wirklich daran Gefallen gefunden eine Uhrenmacherwerkstatt zu betreiben, doch er wurde vom Vater in diesem Handwerk ausgebildet und war auch nicht wirklich schlecht in der Ausführung desselben. Dennoch fühlte er sich fehl am Platze und verbrachte schlussendlich mehr Zeit am Flügel, den sein Großvater einst anschaffte, als mit dem Reparieren der Uhren. So gerne würde er in die Großstadt und jemandem fachkundigem sein Werk vorstellen…




*böse grinst* Und ich weiß schon wie ich dich und deine Truppe in die richtige Richtung schupse ^^

In der Nacht ist niemand für Squirrel aufgetaucht oder hat sich nach ihm erkundigt. Mal abgesehen von einem stark angetrunkenen Gast welcher lautstark an seine Zimmertür herumprobiert hat, bevor er drauf kommt, dass er bei der falschen Türe ist… und im falschen Haus. Der Morgen bricht an, und die Meute hat ordentlich einen sitzen. Schlechtes Bier und dazu viel zerkochtes Walfleisch, die Hauptmahlzeit der Saison, haben ihre Spuren hinterlassen. Der Schankraum sieht nicht besser aus und wird von den Gehilfen des Wirts (dieser liegt selbst im Bett und ruht sich für den nächsten Abend aus) gesäubert und aufgeräumt. Nur zwei weitere Gäste sind noch da. Der eine könnte endweder ohnmächtig oder tot sein, so genau kann dies bei seinem Gesicht vergraben in Walfett und der Hand an der Pulle nicht gesagt werden. Der andere Gast ist eine Dame die gerade an einem Tisch Geldstücke zählt. Welchen Beruf sie auch immer nachgeht, sie scheint gut verdient zu haben.
Jedenfalls wachen alle von der Truppe mit Kater auf… alle?… nein… einer/e fehlt. Irgendwann in der Nacht zum pissen raus gegangen… und nicht wieder gekommen.

Andante 16.07.2015, 11:18

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Die Tür wird erneut geöffnet und ein junger Mann tritt ein mit Mantel und Zylinder. Er sieht nicht gerade nach wenig Geld aus und geht auf den Arbeitsbereiche von Gassev zu. In seiner rechten hat er einen Gehstock und unter seinem linken Arm geklemmt ein zusammengeklapptes Teil aus Holz und Messing.

Verzeihung der Herr.
Vielleicht könnten Sie mir weiterhelfen.
Ich benötige geschickte Hände zur Reparatur. Einen Mechanik oder dergleichen. Und Ihr Uhrengeschäft macht den Anschein geführt zu werden von einem Mann der sein Handwerk versteht.

Squirrel 16.07.2015, 12:39

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Komm nur komm nur … *wildeschattenboxübungenvollführ* lass mir nur irgendwas vor die Knarre kommen hehehe.

Squirrel ist genervt. Wieder einmal hat er sich die Nacht um die Ohren geschlagen. Wieder einmal kahm kein Kontaktmann. Wieder einmal wird er sich anhören müssen, was er eigentlich in diesem Nest noch sucht. Laut polternt kommt seine Truppe zurück. Hmmm seine Truppe. Jeder hat sein Talent. Jeder ergänzt den anderen. Aber sie sind rauh und ungeschliffen. Nicht wie Squirrel, der eine Millitärische Ausbildung hinter sich hat… einst, vor langer Zeit.

Mist…. was für dumpfen Gedanken ich da wieder nach hänge. Meine Ausbildung pah. Hätte ich meinen Ausbilder lieber bei Zeiten erschossen, dann wäre ich jetzt kein so abgenagter Streuner. Aber es hilft ja nix. Heute ist Heute und Gestern ist vorbei.

Ahhh da seid Ihr ja, die 5 glorreichen Ritter der … ähh wo ist Bonsai?
»Der ist noch strullen, ich glaube der war so zu, das er die Spelunke hier nicht mehr findet«.
Schöne Kammeraden seid Ihr. Nicht mal auf einander aufpassen könnt Ihr. Schaut doch mal unten nach… ach wisst Ihr was, Ihr seid so breit, ICH schau unten nach. Ich brauche Bonsai. Mein Zielfernrohr hat sich ein kleines bischen verzogen oder der Berill darin ist verrutscht. Jedenfalls brauche ich sein Händchen als Mechanik.

Squirrel begibt sich zunächst in den Schankraum. Dort entfliet er aber schnell wieder. Der Gestank aus abgestandenem Bier und Lebertran ist wirklich eine Kakophonie für die Nase. Draussen vor der Tür bleibt er stehen und zieht die nicht ganz so verdorbene Morgenluft ein. Müde aber leider erfolglos.

Whissler, Whissler, in welches Loch hast Du uns hier geschickt…

Murmelt er vor sich hin.

Hihihi…

Draußen herrscht bereits geschäftiges Treiben. Die Tagelöhner sind auf dem Weg zu ihrer Arbeit und schnappen sich auf  den Straßen bei vorbeiziehenden Karren gebratenes oder eingetopftes Walfleisch aus den übrig gebliebenen Vorräten. Aus den Fabrikanlagen kommt schon Rauch und von den Bottichen der Anlagen dampft die Fischbrühe. Draußen hat es ein paar Minusgrade und die Leute beeilen sich schnell zu ihren Arbeitsstätten zu kommen. Jeder ist hektisch, jeder hat zu tun. Bis auf die üblichen Bettler welche versuchen besonders erfroren aus zu sehen.
Zu den Fabriken gleitet eine rostige Schienenspur mit Walfleischbrocken hoch über ihren Köpfen. Es kommt vom Hafen wo die Stücke von den Walen geschnitten werden und verteilt an die Anlagen. Zumindest was nicht von den dörtlichen Schiffen verarbeitet wird.
Gerade passiert eine Wachpatroullie die Straßen und scheucht die Bettler hinfort, während aus einem anderen Gasthaus gleich gegenüber noch heitere Musik ertönt.

Squirrel 19.07.2015, 21:26

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Squirrel hat langsam genug gewartet. Wie lange noch. Ist es dieser Auftrag überhaupt wert? Dazu diese unsäglich Stadt, die jeden Lebensgeist aus zu saugen scheint. Wenn es nach Ihm ginge, würde der Name dieses Ortes Graustadt sein. Grau in Grau mit viel Waalggestank. Dazu kommt noch eine manchmal beissende Kälte. Die Leute die hier leben, tun Ihm leid. Sie sind vielleicht sogar noch stolz auf Ihr schreckliches Handwerk.

Squirrel ist schon so gefrustet, das er der nächsten Seele die Ihm begegnet anspricht. In diesem Fall diese offenbar leichte Dame, die aber anscheinend eher weniger leichte Gelüste Ihrer Kunden befriedigt.

Verzeiht bitte Maam. Ihr wart doch auch in diesem Wirtshaus nicht wahr? Ist euch vielleicht ein älterer Herr mit weissem Vollbart aufgefallen? Er soll einen grossen Bierbauch haben und einen roten Gehrock .

Obwohl das genau die Beschreibung Whisslers für die gesuchte Kontaktperson ist, fällt Squirrel eigentlich gerade jetzt erst auf, dass die Beschreibung auffällig gut auf den Weihnachtsmann zutreffen könnte. In dem Moment scheint Ihm zu dämmern, das sein alter Auftraggeber Whissler Ihn und die Strays vielleicht doch an der Nase herum geführt haben? Was war die Intention dahinter. Vielleicht hätte es Ihm Bonjai oder einer aus der Truppe ja schon früher gesagt, aber Squirrel ist kein Schwätzer. Die Informationen über seine Auftraggeber beginnen und Enden an seinem Ohr.

Es entfährt Ihm ein leiser, sehr undamenhafter Fluch, den er aber nur halblaut mehr zu sich selbst spricht. Dann wendet er sich wieder der Eingangstüre zu. Gar nicht abwartend ob er eine Antwort von der Dame bekommt. Die Gute wird auch nicht helfen können und sieht zudem so aus, als wäre Sie schon ganz mit sich selbst beschäftigt.

Whizzler, ich versuche den nächsten Seelenverkäufter zu kriegen, der uns hier weg bringt. Und dann unterhalten wir uns einmal über Spässe über den Weihnachtsmann und Co. Ich sage Dir, das kostet Dich den ein oder anderen Gefallen und einige gute Aufträge.
 

Die Dame sieht ihm eine Weile Prüfend an ob er zuviel getrunken habe. Zumindest sieht Squirrel auch an ihr einen gewissen Schwipps in ihren Augen, der sich aber im Großen und Ganzen in Grenzen hält. So etwas wie enttäuschung macht sich in ihrem Gesicht breit, offenbar gefällt ihr nicht was sie sieht und sie deutet ihn an Leine zu ziehen während sie ihrem Weg fort setzt.

Mister…
erklingt eine glockenhelle Stimme hinter Squirrel als er gerade das Gasthaus wieder betreten will.

Ein kleines, vielleicht zwölfjähriges Mädchen mit blonden korenzieher Locken und einem burgundrotem Rüschenkleidchen steht zwei Schritt von Squirrel entfernt. Die Hände hinter dem Rücken verschränkt, wippt sie auf ihren schwarzen Lackschüchen nach vor und zurück.

… ich weiß wen Sie suchen. Ich helfe Ihnen, wenn Sie mir helfen.
Mr. Bunny sitzt im Baum fest. Könnten Sie ihn runter holen, Mister?
Sie zeigt hinter sich zu einem knorrigem, laublosem Baum, zwischen dessen Geäst auch tatsächlich ein weißes Plüschhäschen zu sehen ist.
Die Dame aus dem Gasthaus beginnt breit zu grinsen.

Da hast du deine Hilfe ja, Kleiner. Ich hab keine Zeit für sowas…
Und schon geht sie die Straße herunter.

Squirrel 20.07.2015, 21:40

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Ah sicher Kleine, Du willst mir helfen können?

Im Ersten Moment überlegt sich Squirrel diese vorlaute Göre eifnach zu erschrecken und weg zu jagen. Oder Ihren Hasen einfach vom Baum runter zu schiessen. Das mit der Hilfe ist doch eh nur ein verlogener Vorwand, damit jemand Ihr diesen Plüschhasen vom Baum holt. Dann aber hält er inne. Dieses Mädchen wirkt hier in dieser Gegend so fehl am Platze wie der vorher beschworene Weihnachtsmann Sie scheint aus einem Kinderbuch entsprungen. Nur das in diesem Buch das Kanninchen in die Erde floh und nicht auf einen Baum.

Hör zu Kleine, ich hole Dir Deinen Mr. Bunny. Aber du brauchst mich nicht anflunkern ok? Mach das nicht. Es gibt schon zu viele verlogene Menschen in der Welt.

Squirrel schaut erst, ob nicht noch einer seiner Truppe oder Bonsai in der nähe Sieht wie er auf den Baum klettert. Das würde Ihm Monate anhängen. Dann zieht er sich erstaunlich geschickt mit ein paar Klimmzügen auf den Baum herauf und hold den Hasen. Mit einem Sprung steht er wieder neben dem Mädchen und gibt Ihr lächelnd den Hasen.

Bitte sehr die Dame, er ist wohlbehalten unten angekommen. 
Zeit mich ins Bett zu verdrücken. Ich werde hier noch zum Retter der Stofftiere.

Annabelle Hamilton 20.07.2015, 23:49

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Ist er nicht gerade erst aufgestanden? Mann der verschläft ja alles
Avatarbild kann sich noch ändern eventuell.

Das Mädchen strahlt über das ganze Gesicht als sie ihren Hasen bekommt. Im übrigen ein weißer Plüschhase, welcher eine Frackjacke mit Fliege trägt zusammen mit einem kleinen Zylinder welcher auf den Kopf genäht wurde. Ernsthaft fuchtelt sie mit dem Zeigefinger vor dessem Gesicht rum.

Das war aber ganz böse von dir Mr. Bunny. Du darfst dich nie wieder verstecken.
Sie dreht ihn kurzerhand um und verpasst ihm ein paar Klappse auf dem Po. Schnell ist alles wieder vergeben und vergessen und sie drückt ihn an sich und lässt ihn mit tieferer Stimme sprechen.

Das mache ich nie wieder Fräulein Annabelle, ich verspreche es.
Damit gibt sich das Mädchen endgültig zufrieden und wendet sich mit einem strahlenden Kinderlächeln wieder Squirrel zu.

Mister, Sie haben Wort gehalten. Jetzt brauchen Sie keine Angst mehr zu haben, ich werde Ihnen helfen.
Der Mann, den sie da beschrieben haben, das war mein Daddy.
Also, ich nenne ihn Daddy. Andere Leute nannten ihn Sir.
He Mister! Drehen Sie sich nicht um! Das stimmt. Warten Sie…
Sie kramt an ihrem Hals umher und bringt nach einigem Suchen einen goldenen, herzförmigen Anhänger hervor den sie aufklappt und zeigt ein kleines Foto vor. Darin ist ein finster drein blickender Mann mit weißem Rauschebart abgebildet. In dunklem Samt gekleidet, welcher nur schwer seine Fülle verbergen kann. Auf seinem Schoß befindet sich die kleine Miss die in die Kamera lächelt.

Mein Daddy hieß Arthur Hamilton. Ich heiße Annabelle Hamilton. Mein Daddy ist vor einigen Tagen gestorben…
Zum letzten Satz hin wird ihre sonst so fröhliche Mine immer trauriger.

Na los, Neo… Follow the white rabbit… ^^

Squirrel 21.07.2015, 19:43

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Whissler hat mich also nicht genarrt. Ich habe tatsächlich auf den Typ gewartet. Kein wunder kam da niemand. Jetzt ist unser Auftraggeber tot. Was jetzt? Die Kleine kennt sicher nicht die Geschäfte Ihres Vaters oder? So wird sich kaum das geplante Attentat verhindern lassen. Geschweige denn das wir die versprochene Belohnung bekommen. Es sei denn, der Vater der Kleinen hat nicht auf ganz natürlichem Wege ins Gras gebissen. Wenn jemand meine Auftraggeber abmurkst, bekommt er es mit Squirrel zu tun. Mal sehen was mir die Kleine da sonst noch sagen kann. Vielleicht gibt es bei Ihr zu Hause einen Hinweis.

Squirrel dreht sich zu der Kleinen um und kniet sich hin. Auf Augenhöhe. Dann streicht er Ihr mit der Hand über den Kopf.

Das tut mir leid Kleine. Entschuldige das ich so rauh war. Wo wohnt Ihr denn? Ich bring Dich nach Hause ja?
Sag mal, hat Dein Papa noch etwas wichtiges, vielleicht über mich, über einen Freund in Gefahr oder ähnliches gesagt? Oder könnte mir Deine Mamma helfen?

Annabelle Hamilton 21.07.2015, 21:07

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Mit der tiefen verstellten Stimme von Mr. Bunny spricht Annabelle und hält dabei den Hasen vor sich.

Es ist aber unhöflich sich nicht vor zu stellen vor einem Fräulein, Mister.
Annabelle kichert und zieht ihn wieder zu sich heran.

Aber Mr. Bunny, dieser Herr hat dich gerettet. Er ist ein Gentleman, ganz bestimmt sogar.
Er meint es nicht böse, er ist nett.
Daddy war oft böse… nein nicht böse… sondern so…
Annabelle drückt ihr weiches Gesicht zu einer ganz ernsten und energischen Pose zusammen.

Wir wohnen hier nicht. Hier stinkt es ganz bäh.
Wir fahren mit dem Schiff. Von Stadt zu Stadt. Aber jetzt können wir nicht mehr weg. Der Hafen ist zu und Daddy ist tot…
Sie schaukelt den Hasen vor sich hin und her.

Daddy hat ganz oft Besuch gehabt. Die Leute sahen komisch aus. Aber nur ganz selten zum lachen komisch. So wie die Dame von vorhin, oder so wie du. Aber du siehst netter aus. Und er hat Briefe bekommen, ganz ganz viele komische Briefe.
Mummy ist schon lange tot.  
Sie hört auf den Hasen zu schauckeln und schaut den Mann vor sich direkt an, die Augen weit aufgerissen.

Jemand ist in Gefahr? Wer den? Und woher kennst du meinen Daddy?

Squirrel 21.07.2015, 22:05

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Enschuldige kleines Fräulein. Ich bin den Umgang mit Kindern nicht sonderlich gewohnt ähm.

Irgendwie ist Squirrel die Situation peinlich. Was macht er denn jetzt mit der Kleinen?

Also gut, ich bin Squirrel. Freut mich Dich kennen zu lernen, oh und natürlich auch Herrn Bunny.
Squirrel schüttelt Mr. Bunny die Stoffhand.

Ich und meine Tru… ähm Freunde wohnen hier. Wir nennen uns die Streuner, Strays. Ich stell Sie Dir gerne vor, aber die schlafen jetzt noch alle.
Ich kann der Kleinen ja schlecht diese besoffene Rotte vorstellen. Wenn Sie ausgeschlafen und nüchtern sind sicher eher . Zunächst wären da die Ladies.
Chiara, eine Abtrünnige des Orden von Penthes. Sie zerschnibbelt prinzipiell alles und jedes in kleine Streifen. Eine echte Marrotte.
Und Tiffi (Chemistress). Ich bin mal sehr gespannt wie ich der Kleinen erkläre warum unser Kücken mit 17 Jährchen schon eine begnadete Sprengmeisterin ist.
Bonsai der ewig freche Mechanik.
Und Doc natürlich. Dessen Name niemand kennt. Er meint, es genügt für jeden zu wissen, das er ein Medic ist und er wird wütend wenn man Ihn nach dem Namen fragt.
Rake, die Kralle. Noch so ein Streuner. Er war glaube ich schon alles. Erst einmal einer aus Mathel. Aber er hat sich später auch den Luftpiraten angeschlossen. Squirrel hat Ihn halb Tot auf dem Meer Treibend eines Tages raus gefischt.
Und Jonas, den alle den Mann aus dem Fisch nennen. Keine Ahnung warum. Den Witz hat Squirrel nie erzählt bekommen. Sozusagen der Azubi im Team. Er passt irgendwie zu gar nichts. Er hat um Aufnahme gebeten. Und ein Stray, ein Streuner wird nie abgelehnt. Das ist Squirrels eisernes Gesetz.
Eine Chaoten Truppe für Wahr. Aber das ist seine Truppe. Und so schräg auch alle sind, niemand fragt nach der Vergangenheit. Jeder darf sein, was immer er ist. Und sie alle hängen von einander ab. Haben den Arsch des Gegenübers in der Hand. In diesen Zeiten mehr denn je.

Errrrmm… ja wir sind also auch alles Streuner Kleine. Wie Du wartet auf uns keine Mamma und keinen Pappa. Aber vielleicht hast Du noch jemand der sich um Dich kümmert? Zeigst Du mir mal diese Briefe von Deinem Pappa? Vielleicht finde ich dabei etwas heraus das wichtig ist. Wo habt Ihr denn gewohnt?

P.S. Darf ich Bonsai zurück haben? Oder hast was spezielles mit Ihm vor?

Annabelle Hamilton 22.07.2015, 01:01

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Mhmm, vielleicht. ^^
Hey, du hast gut drei Posts nur im Bett gelegen und keinen Fuß vor die Tür gemacht. Ein Abenteuer persönlich zu machen ist ein Trick von uns GM

Was wichtig ist? Oh aber darf ich Daddys Briefe dir einfach zeigen?
Und Squirrel heißt du? Hast du einen buschigen Schweif?

Sie beginnt damit hinter Squirrel zu laufen und sicht wie selbstverständlich nach einem Schweif. Plötzlich wird Annabelle abgelenkt. Aus dem Gasthaus gegenüber wird ein neues Lied angestimmt. Eine ältere Marschmusik. Das Kind springt in die Luft und dreht sich ganz um.

Das ist das Lied vom lustigen Mann! Komm Mister Squirrel!
Ohne eine Antwort ab zu warten springt und hüpft sie fröhlich hin zum Haus und stemmt die Tür auf um dahinter zu verschwinden. Die Tür bleibt einen Spalt offen.
Über der Eingangstür ist ein Schild angebracht auf dem ein Kraken mit acht Rumkrügen, in jedem Tentakel einen, abgebildet ist. Im großen und Ganzem sieht die Meereskreatur recht angetrunken aus. Und zwischen den Tentakeln kann mit viel Fantasie die Umrisse eines Totenschädels entdeckt werden. Direkt darüber einer der Rumkrüge, welcher sich zylinderförmig erhebt. Ein untrügliches Zeichen dafür, wer hier in der Spelunke alles zu finden ist.

Das Innere der Bar ist nicht viel anders als jene in welcher die Strays abgestiegen sind. Zumindest vom Bau her, den im Inneren ist die Krake um einiges skurriles und bunter ausgeschmückt. Da hängt ein Walkopf an der Decke umhüllt von bunten Lordflaggen. Überall sind halbverrostete Waffen angebracht während die Bretterwände selbst als Künstlerfläche herhalten musste und sich hier gemalte Bilder mit unterschiedlichen Motiven reiht. Von Kraken die eine Frau splitternackt ausziehen bis zu Szenen auf stürmischer See und trinkenden Matrosen.
Auf einer kleinen Bühne macht die Band gerade eine Pause, während aus einen ihrer Spielapparate die Schallplatte mit der Militärmusik spielt. Der wirklich einzige, einschließlich der Band selbst, der sich darüber zu freuen scheint ist ein wuchtiger älterer Mann in typisch magyorischer Kavallerieuniform mitsammt Messingknöpfen und Reitersäbel. Er schwenkt zum Takt der Trommeln einen Krug Bier hin und her als würde er im Sitzen mitmarschieren und nimmt ab und an einen kräftigen Schluck daraus, wobei der Schaum auf seinem aufgezwirbelten Schnurrbart kleben bleibt welcher sein feistes und angeheitertes Gesicht ziert.
Am herausragendsten dürfte natürlich seine magyorische Bärenfellmütze sein. Fast einen halben Meter hoch, auf dem sich seine Orden und Verdienstabzeichen fein säuberlich aufgesteckt befinden.
Annabelle kommt gleich zu ihm gelaufen und der alte Soldat begrüßt sie sogleich lallend mit den Worten

»Hochgeschätzes Fräulein«
Während sie einen Knicks vollführt und Mr. Bunny ordentlich salutieren muss, winkt der Barmann Squirrel zu sich heran. Ein mittelgroßer Typ, mittleres Alter, alles in allem sehr durchschnittlich, wäre dabei nicht dieses Grinsen was einem entweder anlächelt oder auslacht. Er fährt sich mit einer Hand über die Stirn als würde er den Rand eines Hutes entlang fahren.

Welchen Fang hat Annabelle da den wieder gemacht? Du kommst nicht von hier. Nicht mal aus dem Norden, das seh ich gleich. Und Fischausweider biste auch nicht.
Keine Angst, der alte Obrist tut ihr nichts. Der ist sogar noch harmloser als ihr Karnickel.
Man nennt mich Micki, was willst du trinken Kumpel?

Squirrel 22.07.2015, 11:45

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Ich bin mir gar nicht sicher, das ich mir das als eine gute Umgebung für ein Kind aussuchen würde. Ihr Vater muss sehr seltsam gewesen sein, das Mädchen hier her zu bringen. So quirrlig wie Sie ist, war Sie sicher öfters an solchen Orten. Und offenbar kennt die Kleine die Leute hier drinne gut.

Grüss Euch Wirt Micki. Nein ich weide keine Fische aus. Da habt Ihr wohl recht. Was ist denn hier das bevorzugte Gift? Wenns recht ist ein einfaches Bier und ein Rachenputzer nach Art des Hauses bitte. Ach … Ich komme von überall und nirgendwo. Wir, das heisst ich und meine Truppe werden die Strays genannt. Wir sind Überlebenskünstler. Ihr habt sicher noch nichts von uns gehört. So hoch im Norden sind wir selten unterwegs. Wir sollten den Vater der Kleinen hier vor ein paar Tagen treffen.  Er hatte einen wichtigen Schutz-Auftrag für uns. Der ist jetzt wohl ins Wasser gefallen. Die Kleine sagte Ihr Vater wurde ermordet.

Squirrel beobachtet den Wirt sorgfälltig. Das der Vater der Kleinen ermordet wurde hat Sie Ihm nicht gesagt. Squirrel möchte gerne eine Reaktion provozieren. Falls der Wirt hier Dreck am Stecken hat oder einfach nur etwas näheres weiss, wird Squirrel es bemerken. Seine Menschenkenntniss hat Ihm oft den Allerwertesten gerettet.

Keine Sorge, wir werden hier keinen Ärger machen. Frusstriert bin ich aber dennoch. Ich vermute Ihr Vater war oft hier bei Euch oder? Wisst Ihr vielleicht etwas näheres zu unserer Mission? Und sagt mal Mick, kennt Ihr die Kleine oder Ihre Familie? Gibt es da jemanden, der sich um Sie kümmert?
Squirrel betrachtet das kleine Fräulein, wie Sie sich von der Musik angesteckt, im Kreise dreht und tanzt.
Der alte Obrist freut sich indess, das sein Spiel sich bei der Kleinen derartiger Beliebtheit erfreut.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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