Kaiserreich
Drachenstein

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Beichte

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Amelia nickt lächelnd, weicht aber Marius' Blick aus. 

Könnten wir.. vielleicht ein Zeichen vereinbaren, das du machst, wenn ich.. wenn Amelia.. du weisst schon..

Nein, Belle.

sagt Marius, nimmt sie in den Arm und drückt sie an sich.
Das wird nicht nötig sein. Ich vertraue dir und nehme dich mit all deinen Macken und Ticks. Auch mit Amelias.

Amelia hingegen sieht das nicht wie Marius. Sie kennt ihr grosses Mundwerk und auch den Schaden, den dieses anrichten kann. Dennoch nickt sie lächelnd und sieht Marius an. 

Danke. Einmal mehr.

Marius schüttelt nur sanft den Kopf und zieht sie an sich, bevor er ihr einen Kuss auf die Stirn drückt.
Ich will mit dir leben, Amelia. Mit dir und allem, was in dir ist. Du musst mir nicht jedes Mal dafür danken.

Amelia nickt erneut. Süsser kleiner Marius, und erneut erobert er mit seiner Unschuldsmiene ihr Herz im Sturm. Sie lacht leise und kann sich nicht entsinnen, jemals so für jemanden empfunden zu haben. Oder vor Rührung sprachlos gewesen zu sein, so wie jetzt. 

Das will ich aber.

Dann möchte ich es dir selbstverständlich nicht verbieten.

sagt Marius schmunzelnd, dann lacht er leise auf, da er sein Glück gar nicht fassen kann.
Danke, Belle…

Wofür denn?

fragt sie ebenso leise wie er und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, da nun er es ist, der sich überflüssig bedankt.

Marius blickt ihr tief in die Augen und legt seine Hände an ihre Wangen.
Ich weiß auch nicht so recht. Das alles…
Er schmunzelt und streift mit seinen Lippen die ihren.
Dass du mir gezeigt hast, dass das, was ich für Julie empfunden habe oder auch noch immer empfinde, keine Liebe ist. Du hast mich eines besseren belehrt.

Amelia blinzelt Marius an und ist im ersten Moment nicht sicher, was sie sagen soll. 

Weisst du, Marius.. ich glaube schon, dass es Liebe war, die du für das Blondchen empfunden hast. Kein Mann lebt freiwillig in Askese, wenn es ihn nicht mächtig erwischt hat..

antwortet sie schliesslich sanft. 

Nur konnte oder wollte sie deine Liebe nicht erwidern. Ganz im Gegensatz zu mir.

Marius denkt einen Moment über ihre Worte nach und senkt verlegen den Blick. Verdammt, er ist ein erwachsener Mann und muss sich von einer Frau Liebe erklären lassen. Verzweifelt lacht er leise auf.
Vermutlich hast du recht. Ich habe sie geliebt. Tue ich vielleicht noch immer. Aber sie könnte mir niemals das geben, was ich brauche. Du hingegen…
Er blickt wieder zu ihr auf.
Du gibst mir so viel mehr als ich jemals verdienen würde.

Amelias Herz geht bei Marius' Worten auf und sie umarmt ihn so fest sie kann, schmiegt ihre Wange an seine Brust und schliesst die Augen. 

Das sagt der Richtige..

gibt sie schmunzelnd zurück, denn sie empfindet es eher umgekehrt. 

Du hast alles Glück der Welt verdient, Marius. Alles. Lass dir von niemandem etwas anderes einreden. Auch nicht von dir selbst..

Marius würde ihr zwar gerne widersprechen, sieht jedoch ein, dass es nicht viel bringen würde.
Wenn du das meinst.
Er küsst sie, auch wenn er seiner Meinung nach noch nichts in seinem Leben erreicht hat, was dieses Glück rechtfertigt.

Ja das tue ich..

lächelt Amelia und nimmt sein Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger. 

Und jetzt lass uns gehen, ich kann es kaum noch erwarten.

Noch ein letzter, beinahe flüchtiger Kuss folgt, dann wendet Amelia sich ab, nimmt ihr Hütchen von der Kommode und drapiert es auf ihrem kunstvoll hochgesteckten Haar.

Marius nimmt ihre Taschen und Koffer, nur um einen Teil davon im Gang an seine Gardisten zu übergeben, die sich auch als Gepäckträger eignen. Als alles in der Kutsche verstaut ist, begeben Belle und Marius sich nach drinnen.

Auf dieser Fahrt spricht Amelia nicht viel. Sie sieht neugierig zum Fenster hinaus und hält Marius' Hand, sieht ihn immer wieder aufgeregt lächelnd an und kann nicht verbergen, wie sehr sie sich auf diesen Ausflug freut.

Und Marius kann nicht widerstehen, sie dabei zu beobachten und sanft ihre Hand zu drücken. Amelia so glücklich und vorfreudig zu sehen, lässt sein Herz ganz ungestüm schlagen und seinen Tag um Welten besser werden.

Ich warte drauf, dass wir ankommen und es weiter geht. Oder hast du nichts geplant?

Ja, ich bin gerade etwas planlos da hast du Recht…

Na schön, wir können ja ein Päuschen einlegen.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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