Kaiserreich Drachenstein

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Auf den Straßen der Stadt Pretannica

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Zögernd und sich noch ein paar mal nach dem Saurier umschauend, ging Victoria in Richtung des Stadttores. Winzig war es. Nicht größer als der Eingang zum Zirkus. Dafür aus festem Stein und nicht aus Stoff.

Gefolgt von Maunz und Peterle trat Tori durch das Tor.

Maunz 23.03.2016, 09:51

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Wiederwillig folgte Maunz Alpha.

*wäks*

Nicht ganz so wäkswäks wie die Gefahr vor dem Tor, aber deutlich wäks. Viele verschiedene wäks. So viele Gerüche. Gerüche wie Alpha am Morgen. Gerüche so ähnlich, aber ganz anders. Kein Futter, aber so in der Art. Nicht wie Alpha. Und jede Menge wäks.

Aber Alpha ging, also ging auch Maunz.

Peterle 23.03.2016, 09:53

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Peterle hatte Hunger. Auch er roch viel wäks. Aber eben auch Futter. Ob Alpha jagte? Sie lief nicht so. Egal. Er folgte Alpha.

Was hatte der Saurier gesagt? Immer der Hauptstraße nach bis zum prächtigsten Gebäude der Stadt. Naja, prächtig war wohl relativ und bezog sich auf das Vergleichsmaterial. Die Häuser hier waren ... hmm. Prächtig war jedenfalls was anderes. Zumindest für das, was Tori bisher kannte. Sie fragte sich, wie die anderen Häuser wohl aussähen, irgendwo außerhalb dieser Stadt, die ja wohl eine Hauptstadt sein sollte. Tori hatte schon in größeren Provinzstädten gastiert.

Sie lief weiter, gefolgt von den beiden Ligern.

Asasel 25.03.2016, 12:02

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Vermutlich bemerkt Victoria gar nicht, dass sie alle paar Schritt von jemanden angestarrt wird. Einerseits wegen ihrer Kleidung. Nichts macht eine Fremde erkennbarer als die Kleidung die sie trägt, noch dazu bei solcher außergewöhnlicher Machart.

Und dann wären da noch die beiden Tiger welche sie begleiten. Ungewöhnliche Raubkatzen für die Stadt und die Leute machen respektvoll der Tigerdame Platz. Ausgenommen von den ganzen sonstigen Bewohnern der Stadt und deren Besucher, fängt sie auch den Blick eines anderen kleinen Wesens ein. Dabei geht es dem weniger um den Menschen sondern mehr um die Tierchen. Sie sehen süß und flauschig aus, aber auch sehr kräftig.

Und so folgt ein Wesen von der Größe und Aussehen her wie ein zehnjähriges Kind, mit gräulicher Haut, weißem Haar und zwei gebogenen Hörnern auf dem Haupt, den Tierchen hintendrein.

Naaaja ... was Tori bisher an Häusern gesehen hatte, war nicht sehr überzeugend. Also nicht überzeugend genug, um einen Palast abzugeben. Aber einen Vorteil hatte es anscheinend doch, das hier Saurier, Typen mit Hundegesicht und Leute, die in einem Film die perfekten Zwerge von Schneepunzel abgegeben hätten, durch die Gegend liefen und alle das anscheinend ganz normal fanden. Der Vorteil war: Sie fiel nicht sonderlich auf. Klar guckte dieser oder jene, aber das war nicht schlimmer, als wenn sie mit den beiden Miezekätzchen durch eine beliebige Fußgängerzone spazierte. Es hatte sie auch noch kein Ordnungshüter angesprochen und nach einem Erlaubnisausweisvorzeigedokumentenduplikatsersatz gefragt. Das war gut. Und es schien in der Stadt ziemlich viele Ratten zu geben. Oder sowas in der Art. Nur konnte man sich in einer Gegend, in der Saurier, Monster und seit einiger Zeit auch ein Alien rum- oder besser hinter ihr herliefen, nicht sicher sein, ob die Ratten nicht vielleicht intelligenter als alle anderen waren. So wie in dem Buch "Trampen in der Milchstraße". Vielleicht war sie ja selbst zu so einem Tramp geworden. Na, hoffentlich wurde sie nicht von einem vom Himmel fallenden Pottwal erschlagen.

Mitten auf einer Kreuzung blieb Tori stehen und schaute sich um.

Asasel 26.03.2016, 16:25

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Der hin und her wippende Schwanz einer der Tiger hat es Asasel angetan. Immer den schwingenden Schweif im Blick trottet er der Dame und den Tierchen hinterher. Vielleicht sollte es sich auch einen Schweif wachsen lassen. So einen wie die Tiger ihn haben. Nur mit weißem Fell. Der ist sicher sehr praktisch... für irgendetwas ganz sicher. Asasel hat einmal Affen gesehen, welche sich von Bäumen runter hängen haben lassen, das könnte Spa...

Vor lauter überlegen und Schweifschauen bemerkt Asasel nicht wie die Dame stoppt, daraufhin die Tiger und läuft dem befellten Vierbeiner hinein. Von der Wucht überwältigt, fällt Asasel selbst auf sein Hinterteil.

Nicht weit von Tori entfernt, stolziert eine Dame durch die Strassen Pretannicas. Gemeinsam mit einem Diener natürlich. Der in Wahrheit auch ihr Gärtner und Buttler und Koch und naja.. Junge für alle Gelegenheiten ist, in welchen eine Dame eben einen Mann braucht. Aber das muss ja keiner wissen. 

Ich warne dich, Alfred, untersteh dich, auch nur eine der Hutschachteln fallen zu lassen. Es ist mir absolut gleichgültig, ob du dir am Kamin den Arm verbrannt hast. Und sagt jetzt nicht, es wäre meine Schuld, weil du mein Buch aus dem Feuer holen musstest. Kann ja keiner wissen, dass du empfindlich bist!

Sorry, dachte, ich crash mich mal rein. Einfach nicht beachten, wenn ihr keinen Bock auf Amelia habt. ;)

Peterle 26.03.2016, 22:33

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*hmpf*

Peterle stupste etwas an der Hinterkeule.

Da lag ein ...

Peterle drehte sich gemächlich um und schaute sich an, was da vor ihm lag. Er schaute näher ... näher ... bis seine Nase das, was da vor ihm lag, berührte. Und er zurückzuckte. Tief sog Peterle die Luft durch Nase und Leftzen.

*WÄKS!*

Nicht ganz so wäks wie Wäkswäks und auch nicht ganz so wäks wie Wäks, aber immernoch ... er spie die Luft wieder aus und sog dann nocheinmal tief ... immernoch fast vieleicht wäks. Jedenfalls kein Futter. Aber auch kein Nichtalpha. Noch kein Futter ... Peterle stupste das vor ihm, um zu sehen ob es vielleicht doch schon Futter war.

Tori drehte sich um und sah Peterle, wie er sich gerade über den am Boden liegenden Alien beugte und seine Witterung nahm. Was war denn da passiert? Wollte Peterle spielen? Aber der Alien ja vielleicht nicht.

Tori trat neben die Beiden und schob Peterles wuchtigen Kopf zur Seite. "Hau ab, Peterle!" Sie gab Peterle das Sichtzeichen sich hinzulegen und Peter ließ sich neben den beiden auf der Straße nieder.

Dann streckte Tori dem Alien die Hand entgegen, um ihm aufzuhelfen. "Alles in Ordnung?" fragte sie.

Tori wunderte sich etwas. Nicht über Peterle. Über sich. Darüber, dass sie einem Alien die Hand reichte. Und das sie nicht im Geringsten aus der Fassung brachte. Aber wahrscheinlich gewöhnte man sich ziemlich schnell an sprechende Saurier und Vampire. Und eben auch an Aliens.

Peterle 26.03.2016, 22:54

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Maunz interessierte gerade nicht für Alpha und Wäkse. Er hatte Hunger. Da waren die Kleinen Lecker, die hier herumwuselten. Aber die waren noch kein Futter, sie wuselten ja noch. Maunz ließ seine Blicke schweifen. Dann sah er etwas, was seine Aufmerksamkeit erregte. Da kam ein Nichtalpha mit Futterkisten.

Futterkisten!

Maunz setzte sich in Richtung Alfred in Trab.

.... ausserdem brauchst du dich nicht herum zu lamentieren. Ich habe nur fünf Hüte gekauft. Fünf! So zurückgehalten habe ich mich lange nicht mehr. 

Sie lacht glockenhell auf und richtet den Hut, den sie gerade auf ihrem Kopf balanciert. Ein ausgefallenes Modell. Äusserst unpraktisch und unbequem. Aber danach fragt niemand. Alfred geht leicht versetzt hinter ihr her, die Arme vollbepackt mit Hutschachteln. Er bleibt kurz stehen, um sein Gepäck anders zu stapeln, als ihm im Augenwinkel eine Bewegung auffällt. Er dreht den Kopf und sieht etwas auf sich zu schnellen. Ein.. Tier.. ein verdammt.. grosses Tier.. Alfred lässt alle Hutschachteln fallen und kreischt wie ein kleines Mädchen. 

Aufgeschreckt von seinen Schreien, bleibt nun auch Amelia ein paar Schritte weiter stehen und dreht sich genervt um. 

Himmel, was ist denn jetzt schon wieder? Womöglich wird es Zeit, dich auszuuuuu.... 

Ihre Worte gehen über in ein hysterisches Gekreische, während sie sich die Hände vors Gesicht schlägt. Sie blickt zwischen den Fingern hindurch auf die Kreatur, die auf Alfred zu läuft. 

Maunz 26.03.2016, 23:11

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Das Nichtalpha mit den Futterkisten krietschte auf wie eine Ziege, wenn man ihr die Kehle aufriß. Das tat Maunz Appettit deutlich anregen. Ausserdem warf es die Futterkisten hin. Natürlich für ihn, Maunz!

Jetzt krietschte noch ein anderes Nichtalpha. Das tat ja in den Ohren weh! Das hielt doch ein Lieger im Kopf nicht aus! Maunz wandt sich um und suchte Schutz bei Alpha.

Dem Alien immernoch die Hand hinhaltend schaute sich Tori um, als etwas oder besser jemand hinter ihr laut aufkrietschte. Maunz kam vor lauter Angst auf sie zugesprungen und warf sich neben Peterle. Das Gekreisch kam von zwei Passanten, die Maunz erschrocken anstarrten (oder auch nicht) und ... naja, eben ziemlich laut krietschten.

Asasel 27.03.2016, 14:18

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Ohja, alles in Ordnung. Ich bin nur über dieses Tierchen hier gestolpert, vielen Dank gnädige Frau.

Asasel nimmt gerne die Hand der Dame an, auch wenn es nicht nötig ist und lässt sich aufhelfen.

Darf ich sie streicheln? Sie sehen so wuschelig aus.

Dem aufgeregten Gekreische schenkt es nur kurz Beachtung, es hat wohl nichts mit ihm zu tun. Diese Mietzen sind lustiger.

Ein bisschen PR schien Tori angemessen. Immerhin lief sie hier mit zwei "wilden Bestien" durch die Straße. Wenn die Leute, insbesondere die Kreisch-Tusse sah, dass dieses Kind sie streichelte ohne gefressen zu werden, konnte das nur gut sein. Und Tori war zwar sicher nicht groß und durchaus zierlich, aber das Kind war noch kleiner. Das wirkte.

"Aber sicher doch. Das hier" sie deutete auf Maunz, "ist Maunz. Und der hier ist Peterle. Kann nur sein, dass sie riechen möchten, wer sie da streichelt. Sie riechen aber wirklich nur."

Asasel 27.03.2016, 19:24

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Asasel hat keine Angst vor den Tigern. Sie sind sicherlich sehr gefährlich für Menschen, aber es ist ja keiner.

Es ist mehr eine Frage der Höflichkeit. Gehorsam hält Asasel der Mietzekatze die Hand vor die Nase.

Mein Ziehvater hat mir beigebracht immer zu fragen bevor man Tiere von anderen Leuten anfasst.

Warum haben diese Tiger kaum Streifen, gnädige Frau?

"Weil es keine richtigen Tiger sind. Ihre Mutter war, oder besser ist, zwar eine Tigerin, ihr Vater aber ein Löwe."

Noch ehe das Ungetüm bei Alfred angekommen ist, bremst es plötzlich ab und läuft in jene Richtung, aus welcher es offensichtlich zuvor gekommen ist, denn dort steht ein zweites dieser Dinger. Inzwischen haben sich ein paar Leute um Amelia versammelt und fächeln ihr Luft zu oder stützen sie. Man weiss ja nie, wann Edeldamen urplötzlich in Ohnmacht fallen. Erst recht nach einem solchen Schreck. Nichts desto trotz kann Amelia sehr wohl sehen, dass ein Junge mit seltsamer Hutkreation eines der Ungetüme jetzt zu kraulen beginnt. 

Eine von vier Lakaien gezogene Sänfte bahnt sich einen Weg durch die Menge, als aus ihrem Inneren eine sprudelnde Stimme ertönt, gefolgt von einem dumpfen Klopfen.

Arrêtez, arrêtez!

Sofort wird die Sänfte abgestellt, und einer der Lakaien öffnet pflichtbewusst die Tür. Ein brokatbestickter Schuh bahnt sich seinen Weg aus der Sänfte, daran eine weißbestrumpfte Wade. Nach einer wenig eleganten Verrenkung folgt eine graue Perücke, dann ein Gehstock mit silbernem Knauf, dann der Rest des Hofmarschalls.

Mon dieu, was ist das für ein Auflauf? Wer ist Provocateur dieser Unstet?

Mit einer bequemen Aura der Größe zeigt er mit seinem Stock wahllos auf Passanten, bis ihm jemand Antwort gibt.