Kaiserreich
Drachenstein

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Tagewerk einer Schmiedin

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Car Thûlor 13.09.2018, 09:57

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Er folgte ihr zu den Öfen und sah, dass sie einen Weiteren entzündet hatte für das Drachenerz.

»Und? Schon heiß genug?«

Minash 13.09.2018, 09:59

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»So langsam wird es gut. Ich denke das Erz kann schon hinein. Würdet Ihr mir dabei trotz der Rippe helfen?«

Sie bereitete alles vor, dass man das Erz nur noch hinein werfen musste.

»Ich denke es wäre gut, wenn wir das kleinste Stück zuerst verwenden und gucken, wie es funktioniert.«

Car Thûlor 13.09.2018, 10:00

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Er nickte und nahm das kleinste Stück hoch. Auf ein Zeichen von Minash hin warf er es in den Ofen. Kein Knistern oder Ähnliches. Das Stück landete einfach nur dumpf im Ofen.

»Wird vermutlich was dauern, bis es sich verarbeiten lässt, oder? Wird ja nicht umsonst Drachenerz heißen…«

Minash 13.09.2018, 10:04

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»Scherzkeks… aber richtig erraten.«

Sie grinste und bedeutete ihm mit einer Geste ihr abermals zu folgen. Sie ging vor ins Arbeitszimmer zurück. Die Pläne hatte sie derweil wieder aufgenommen und trug sie unter dem Arm mit sich.
Im Arbeitszimmer angekommen legte sie die Pläne auf den Schreibtisch, den Plan für die Rüstung oben auf.

»So. Zeit für die Vermessung. Die neue Rüstung wird hoffentlich so bequem wie die derzeitige Rüstung. Allerdings wird sie geringfügig schwerer wiegen wegen der Verstärkung und die Maße werden leicht geändert. Sie sollte trotzdem unauffällig sein.«
Hinter dem Schreibtisch holte sie Vermessungswerkzeug hervor und fing an den Ork zu vermessen. Entsprechende Notizen hielt sie auf dem Plan fest.

Car Thûlor 13.09.2018, 12:51

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Car Thûlor erwiderte das Lächeln sanft.

»Das ist sehr freundlich von Euch. Ich habe eine Bleibe gefunden, die für Orks von der Größe her geeignet ist. Ich würde dort einmal nachsehen gehen wie es genau ist und dann wiederkommen. Was haltet ihr davon? Es dürfte auch fast Abend sein. Habt ihr irgendwelche Wünsche? Kann ich euch etwas von unterwegs mitbringen?«

Minash 13.09.2018, 13:00

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»Mir fällt nichts ein, aber danke.«

Sie setzte sich hin, wurde kurz rot und nickte ihm zu, als er nickte und wortlos die Schmiede verließ.

Car Thûlor 13.09.2018, 13:07

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Car Thûlor blickte Richtung Stadttor und konnte das schwindende Tageslicht erkennen, als er die Schmiede verlassen hatte.
Er machte sich auf den Weg zur besagten Unterkunft und unterhielt sich mit dem Inhaber. Dieser Zwerg hatte lange keinen Ork mehr gesehen, schien aber keineswegs überrascht von seiner Ankunft zu sein und zeigte auch keinerlei Vorurteile. Er handelte mit ihm aus, sich für ein paar Tage ein Zimmer zu mieten und erklärte, dass es sein könne, dass er zu unregelmäßigen Zeiten kommen und gehen könne.
Der Zwerg hatte damit offensichtlich keine Probleme und machte auch kein unverschämtes Angebot, wie er es vielleicht erwartet hätte. Nicht alle Zwerge schienen überaus gierig zu sein.
Danach verließ er das Gebäude und bewegte sich Richtung Markt. Dort kaufte er zwei gebratene Stücke Hammel und zwei Flaschen Bier, sowie zwei leere Flaschen. Diese füllte er unterwegs am örtlichen Brunnen und dann machte er sich zurück auf den Weg zur Schmiede. Mittlerweile war vom Stadttor her kein Sonnenlicht mehr zu sehen.

Minash 14.09.2018, 09:23

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Nachdem er gegangen war, hatte sie einen Moment gebracht um zu begreifen. Hatte sie ihn tatsächlich gefragt, ob er die Nacht mit ihr verbringen wolle? Das erschien ihr so falsch – in mehrerer Hinsicht. Und doch fühlte es sich irgendwie richtig an für sie. Es verwirrte sie, wenn sie nüchtern darüber nachdachte.
Sie war während seiner Abwesenheit durch die Schmiede gewuselt und hatte immer mal wieder nach dem Drachenerz geschaut. Sie kam gerade aus dem Raum mit den Öfen als sich die Tür öffnete und er wieder herein kam. Im Gepäck hatte er etwas zu Essen und zu Trinken dabei. Sie hatte gar nicht gemerkt wie hungrig und durstig sie eigentlich war.

Car Thûlor 14.09.2018, 13:30

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Sie aßen zusammen und unterhielten sich. Immer wieder wechselten sie dabei kurz den Raum um nach dem Drachenerz zu schauen. Viel zu sehen war dabei nicht.
Als es nacht wurde, überlegten beide, ob es nicht klüger wäre direkt bei den Öfen zu bleiben um das permanente Raumgewechsel zu vermeiden. Bei schummrigen Licht und dem leisen Knistern der Öfen unterhielten sie sich weiter, die Stühle nebeneinander gestellt mit Blick auf den offenen Ofen mit dem Drachenerz. Mal schwiegen sie auch, aber für beide war es zu keinem Zeitpunkt unangenehm. Die Themen der Gespräche waren beliebig und sie verstanden sich gut. Während einer Schweigepause merkte Car Thûlor auf einmal wie Minash sich in seine Richtung neigte und den Kopf an seinen Arm schmiegte. Kurz darauf war sie eingeschlafen. Er veränderte kurz seine Haltung und legte den Arm um sie. Währenddessen beobachtete er das Drachenerz, welches unverändert Temperatur aufnahm.
Eine geraume Zeit später, er wusste nicht genau wie lange er so da gesessen hatte mit Minash im Arm, schien es sie zu frösteln. Trotz seiner verwundeten Rippe hiefte er sie vorsichtig hoch und trug sie zur Trage im Nebenraum. Dort deckte er sie zu und bettete ihren Kopf. Dann ging er leise zurück zum Ofen und beobachtete weiter.

Minash 16.09.2018, 14:57

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Am Morgen erwachte Minash auf der Trage in ihrem Nebenraum. Das verwunderte sie ein bisschen, ebenso sehr wie die Decke, mit der sie zugedeckt war. Langsam erhob sie sich und blickte sich um. Sie war alleine im Raum.
Als sie den Hauptraum der Schmiede ebenfalls leer vorfand, ging sie in Richtung Öfen, wo sie Car Thûlor auf einem Stuhl sitzend vorfand. Er drehte sich zu ihr um, als sie reinkam und lächelte ihr zu.

»Guten Morgen. Ist alles gut bei Euch? Danke für das Nachtlager.«
Sie lächelte verlegen und sah zu Boden.

»Ich bin wohl ziemlich müde gewesen heute Nacht. Tut mir leid.«

Car Thûlor 16.09.2018, 14:59

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»Euch ebenfalls einen guten Morgen, liebe Minash. Und macht Euch keine Gedanken. Nachdem ihr fest eingeschlafen wart, hielt ich es für sinnvoll Euch ordentlich hinzulegen, damit ihr in Ruhe schlafen und Kraft tanken könnt.«

Er streckte sich auf dem Stuhl, wo er saß, und zuckte dann den Rippen sei dank zusammen.

»Uhh. Schaut Euch mal das Drachenerz an. Es hat sich langsam verflüssigt.«

Minash Dienstag, 09:08

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Er hatte Recht. Der Klumpen war nicht komplett geschmolzen, aber es wurde allmählich mehr. Es würde also vermutlich gut zwei Tage dauern das Erz zu schmelzen. Das musste sie sich merken. Sie sah ihren Freund an.

»Habt ihr die ganze Nacht gewacht?«

Car Thûlor Dienstag, 09:09

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»Um ehrlich zu sein ja.«

Er blickte sie leicht verlegen an und lächelte.

»Ich komme mit wenig Schlaf relativ gut aus.«
Er streckte sich abermals, zuckte erneut zusammen und gähnte.

Minash Dienstag, 09:11

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»Das sehe ich…«

Ein amüsiertes Lächeln zog sich über ihr Gesicht.

»Ich sag Euch was. Geht und schlaft eine Runde. Das könnt ihr gebrauchen. Ich kümmer mich derweil ums Erz und die anderen Dinge. Und wenn Ihr ausgeruht seid, dürft Ihr gerne wieder kommen.«
Sie zwinkerte ihm zu und zog ihn am Arm aus dem Stuhl.

Car Thûlor Dienstag, 09:12

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»Na gut. Dann bis nachher.«

Er packte seine Sachen und verließ die Schmiede.

Minash Dienstag, 09:36

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Nachdem er weg war, machte Minash ein paar Notizen bezüglich des Drachenerzes und bereitete alles für die Rüstung vor. Genug Mithril war noch heiß, aber die Arbeit würde nicht so spaßig werden. Tief in ihrem Innersten hasste sie die Herstellung von Kettensegmenten, weil es einfach nur anstrengend war so viele Teile ineinander zu verhaken. Für die Herstellung dieser Glieder hatte sie zum Glück vor einer halben Ewigkeit schon ein paar Formen angefertigt, damit sich das Ganze leichter gießen lassen konnte und sie nicht alles per Hand machen musste.
Also suchte sie drei mittelgroße Formen, bereitete diese vor und ließ flüssiges, heißes Mithril hineinfließen. Wie überall wusste sie, dass langsames Auskühlen schonender für das Material war, auch wenn es länger dauerte als unter Wasser abschrecken. Nachdem die Formen zum Kühlen abgestellt waren, holte sie einige Stücke Leder, bereitete einen Zettel für Kunden vor, den sie an die Tür hing und verließ den Laden.
Sie sperrte ab, hing den Zettel auf, der mitteilte, dass sie zum Schneider unterwegs sei und bald wieder käme, und machte sich auf den Weg. Mittlerweile war es fast Mittag.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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