Kaiserreich
Drachenstein

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Nur ein kleiner Ausflug

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Mina von Treen 31.05.2017, 09:27

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Mina erreicht ihre Kutsche im gleichen Moment wie Julie. Sie ist noch immer leicht rot auf den Wangen, was wohl davon zeugt, Dass Julies Nacht besser war als die ihre. Was vermutlich Jaromir zu verdanken ist. Doch diesen sieht sie noch nicht unter den Gardisten. Marius hat sie selbstverständlich über sein Jobangebot unterrichtet, jedoch liegt es noch immer in Jaromirs Händen, ob er es annimmt.

Ich geh mal davon aus, dass Jaromir die Beschattung durchgeführt hat, ohne großartiges, spielentscheidentes Ergebnis.

Jaromir kommt in voller Montur hinzu. Verdammt, niemand soll sagen, dass er seine Aufgabe nicht ernst nimmt. Alle Gegenstände aus Metall, sein Schwert, seine Kette, Knöpfe, etc.; wurden glänzend poliert und die Uniform wurde glatt gebügelt.
Der Brief an den Kommandanten wurde aufgesetzt und abgeschickt, und beinhaltet genauso seinen Bericht wie der Vorschlag über Stelle welche Marius ihm angeboten hatte. Ohne die Entscheidung des Kommandanten, kann er diese nicht annehmen, und das wird sicherlich auch der Königin bekannt sein.

Jeden Tag kann jetzt das Schreiben kommen, welches mich entweder bei Julie belässt, oder mich von ihr wegnimmt.

Doch heute noch hat er eine kurze Gnadenfrist.

Marius Chamberlain 04.06.2017, 00:39

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Gideon funkelt Jaromir bereits aus weiter Ferne böse an, als dieser auf ihn und die Kutsche zukommt. Doch als Marius zu ihm tritt und relativ ruhig wirkt angesichts der Tatsache, dass sein Erzfeind hier und sein neuer Leibwächter ist, beruhigt auch er sich minimal.
»Was ist aus der Kleinen von vorgestern Abend geworden? Die von der Straße.«
fragt Gideon möglichst beiläufig, was Mina ein paar Schritte weiter nicht entgeht, und trifft damit einen mehr als Wunden Punkt. Doch seine Verletztheit kann Marius schnell vertuschen, als Julie ebenfalls auf die Kutsche zukommt. Er blickt zu ihr hinüber, empfindet zu seiner Freude oder auch zu seinem Unwillen keinen solchen Schmerz wie vor einigen Stunden noch. Bis vor Belle. Und das passt ihm gar nicht. Wie kann sie falsch und doch so echt sein? So viel in ihm berührt und doch alles nur vorgetäuscht haben? Doch dann wird er von Mina aus seinem Gedanken gerissen und geht ohne eine Antwort an Gideon zur Kutsche hinüber.
»Jetzt, wo wir vollständig sind, lasst uns losfahren.«

Jaromir schwingt sich auf das Leihpferd, genauso wie die anderen (also wenn sie per Pferd unterwegs sind) und versucht die Blicke der anderen zu ignorieren. Immerhin hat sich Gideon nicht offen gegen ihn gestellt, vermutlich hat er das entweder der Königin oder Marius zu verdanken. Na das wird ein schöner Ausflug.

Überlegt er sich noch, dann lenkt er das Pferd neben die Kutsche.

Julie de Lunnot 07.06.2017, 06:22

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Marius, Mina und Julie steigen in die kleine Kutsche, die Damen auf der einen Seite, der Mann auf der anderen. Sofort tritt eine ungewöhnlich anstrengende Stille ein, doch dieses Mal hat Julie nicht das Gefühl, dass es mit ihr zusammen hängt.

Mina von Treen 07.06.2017, 06:25

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Die Gardisten Reihen sich vor, neben und hinter der Kutsche auf, wobei Jaromir nur etwas unpassend daneben gehen kann, da Connor seinen Platz jetzt wieder eingenommen hat. Er reitet neben Jaromir, als die Reise beginnt und sich alle in Bewegung setzen. Doch bevor er zu sprechen beginnt, blickt er sich noch einmal nach den hohen Gesellschaften um.
»Erholsam geschlafen?«
fragt er grinsend, was zeigt, dass er auf seine Frage kein Ja erwartet.

Jaromir sieht zu Connor hinüber und versucht seine Frage ein zu schätzen. Klang sie gehässig? Feindselig? Irgendwie nicht. Er hat mit einer Veränderung bei den Gardisten gerechnet. Es kann sich vieles über Nacht ändern, besonders nach solch einer Nachricht. Keine Ahnung was für Gerüchte und Geschichten in der Zwischenzeit durch die Reihen der Gardisten gegangen sind. So kann er sich aber nicht sicher sein ob einfacher männlicher Spott und Interesse oder aber ein klein wenig Anfeindung dabei ist.

Deswegen bekommt er auf seine Frage ein einfaches und laktonisches

Ja.
als Antwort. Mögen sie denken was sie wollen. Er wird sich nicht von ihnen rumschupsen lassen.
Und selbst?

Mina von Treen 09.06.2017, 12:01

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Connor verstellt sich nicht unnötigerweise und grinst breit und befriedigt.
»Wie ein Baby…«
Er lacht Lauf und fängt sich dabei die Blicke von so einigen der anderen Gardisten ein, ignoriert sie jedoch.
»Und du bist jetzt also Marius' Gardist?«

So lange wie er mich haben will und ich keine anderen Befehle bekomme.

Jaromir blickt zu Connor hinüber und versucht ihn besser ein zu schätzen. Will er auf etwas bestimmtes hinaus oder ist er nur neugierig.
So lange tue ich meine Pflicht und beschütze ihn mit meinem Leben.

Mina von Treen 09.06.2017, 22:00

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Connor bemerkt seine kurz angebundenen, sehr neutralen und wachsamen Antworten, verkneift sich aber vorerst einen Kommentar. Er versteht zwar nicht, warum Jaromir sich ihm gegenüber so benimmt, doch das ist nicht seine Sache. Oder zumindest nicht wirklich. Deswegen fragt er einfach unbehelligt weiter.
»Was wirst du tun, wenn du zurückbeordert wirst? Ich meine nach Laigen…«

Das ist die Frage vor der er sich am meisten fürchtet. Ohne es zu wissen, hat Connor genau den Punkt getroffen seit die Sache mit Gideon ein nahes Aus für sein Dasein in der Garde bedeutet hat. Seine Pflicht wäre es wie befohlen zurückzukehren. Sein Herz würde von ihm verlangen hier zu bleiben bei Julie. Sein Kopf denkt sogar darüber nach Julie einfach mit zu nehmen, notfalls mitten in der Nacht mit Sack und Pack.

Sein längeres Schweigen macht ihn verdächtig, so gibt er keine Antwort, sondern wendet sich nach vorne, wo ein halbabgelegter Karren den Weg versperrt.
Warte da kommen wir so nicht durch… wir reden später weiter.
Und schon ist er nach vorne verschwunden. Klar ist nicht die ganze Straße blockiert. Die Kutsche könnte darum einen Bogen machen, nur würde dies die Formation auflösen. Nur kurz, und wahrscheinlich ohne Auswirkung. Aber diese Ablenkung vom Gespräch ist ihm herzlich willkommen, wenn er sich mit seiner Pflicht rausreden kann.

Mina von Treen 10.06.2017, 09:17

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Jetzt kann Connor ein genervtes Ausatmen doch nicht mehr zurückhalten, doch er lässt Jaromir ziehen. Vermutlich war die Frage ziemlich hart, aber das hätte Jaromir sicher auch anders lösen können, als einen besorgten Freund, ja, als das sieht sich Connor, einfach stehen zu lassen, während die anderen Gardisten ihm nur irritiert nachblicken.

Vielleicht würde sich Jaromir mehr öffnen, wenn sie wirklich alleine wären. Und nicht umgeben wären von Julia, Mina, Marius, Gideon und den anderen Gardisten. So jedoch widmet er sich dem Karren und hilft dessen Besitzer damit diesen weg zu schieben. Gleich darauf geht es weiter und die ganzen Karawane kann ihren Weg ohne Unterbrechung fort setzen. Jaromir ist auch wieder neben der Kutsche, und sucht Connors Nähe.
Weißt du eigentlich wohin es geht?

Mina von Treen 11.06.2017, 21:44

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Connor mustert ihn knapp von der Seite und überlegt kurz, ebenso knapp zu antworten, damit Jaromir mit der Maße auf seine Unhöflichkeit gestoßen wird. Aber er ist und will nicht nachtragend sein.
»Irgendeine Art Betriebshaus, die bald Weiterbildungen für seine Arbeiter anbieten soll. Eines von Marius Unternehmen. Produktion von Stoffen oder so… Frag da lieber deinen neuen Boss, der hat vermutlich mehr Ahnung davon. Aber lange sollte es nicht dauern.«

Jaromir runzelt dabei kurz die Stirn. Wieso nimmt er dafür die Königin und Julie mit?
Er wischt den Gedanken schnell beiseite, davon hat er sicherlich sowieso keine Ahnung, und macht sich weiter an die Begleitung.

Hat Marius den viele dieser… Unternehmen?
Ich meine, ich weiß er ist Schatzmeister und so weiter, allerdings muss ich gestehen keine Ahnung zu haben wie hoch sein persönlicher Besitz sich wirklich beläuft.

Mina von Treen 12.06.2017, 06:14

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Connor lacht leise auf.
»Das weiß keiner so recht. Außer er selbst vermutlich. Klar ist, wenn die Krone Geld braucht, bekommt sie es von ihm. Und was die Unternehmen betrifft, ja, da hat er so einige und auch in verschiedenen Produktionsgebieten.«

Wie kann er sich das leisten?

Entfährt es ihm bevor er nachgedacht hat. Er weiß, dass auch seine Majestät eigene Unternehmungen und Gelder hat, nur gehören ihm nur wenige davon wirklich, so haben es Kameraden ihm einmal erzählt. Wie das Ganze funktioniert, wem was gehört und so weiter, das geht über sein Verständnis.
Ich meine… ist seine Familie so wohlhabend?

Mina von Treen 13.06.2017, 17:12

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Connor hebt knapp und amüsiert über Jaromirs ungläubigen Tonfall eine Augenbraue.
»Sein Vater kam bereits aus einer sehr wohlhabenden Familie, hat sein Vermögen vermehrt und es beim König, seinem Bruder – ruhe seine Seele in Frieden – scheinbar gut angelegt. Marius ist früh in das Geschäft eingestiegen und hat es dann geerbt, als sein Vater vor einigen Jahren verstorben ist.«
Der skeptische Blick, den Gideon ihm zuwirft, entgeht ihm nicht.

Jaromir ist mehr erstaunt als er sein sollte. Immerhin war zu erwarten, dass Marius nicht als armer Mann reich geworden ist. So etwas bleibt den Märchen vorbehalten. Andererseits hat sowohl Marius als auch Gideon einen Umgang mit ihnen, den er nicht von jemanden welcher mit dem goldenem Löffel im Mund aufgewachsen ist erwartet hätte.
Dann ist es doch ein Wunder, dass sich die Damen nicht um sie reissen.
Kaum verlässt das letzte Wort seine Lippen, hätte er sich auf die Zunge beißen können.

Mina von Treen 13.06.2017, 19:38

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Connor öffnet den Mund, um etwas zu erwidern, stockt dann aber und ändert seine Meinung scheinbar noch einmal.
»Das hat schon seine Gründe. Aber sie sind gute Männer. Die die bestmöglichen Lebensgefährten verdienen.«

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