Kaiserreich
Drachenstein

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Träume

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Eilonwy 28.03.2017, 19:34

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Ihre Beine zitterten, bei dem Anblick der sich ihr bot. Jedes Mal war es so. Jedes Mal wenn sie auf diesem altbekannten Berg stand. Immer wieder glitt ihr Blick hinab auf die verstümmelten, teils verkohlten Leichenteile. Ein Schluchzen entrann ihrer Kehle und ihr Mund wurde trocken. Sie war hilflos, kam immer zu spät um es zu verhindern, immer gezwungen dazu dieses Bild zu sehen. Alles war still, so still das Sie ihren Puls jagen hören konnte. Denn sie wusste, was passierte. Außer stande etwas zu tun, sah sie ihre Eltern. Sah wie sie starben, das Bild verschob sich. Immer weiter, bis Sie auf einer weitläufigen Wiese stand, das Gras konnten sie an ihren Füßen spüren, warm und schützend. Die strahlende Sonne, verwandelte die Szenerie in eine neue Dimension. Dann wurde alles dunkel. Tiefschwarz und eine Stimme, die flüsterte, immer wieder säuselte und dennoch nicht auszumachen war. Sie zitterte am ganzen Leib. 

»Eilonwy…«

Eilonwy zitterte so sehr, das ihre Zähne aufeinander schlugen. Sie zog hoffnungsvoll die Augenbrauen zusammen und wand den Kopf nach oben.

»Mutter…Dam. Geliebte Dam.«

»Ja, meine süße Eilonwy. «


Das Gesicht ihrer Mutter strahlte Wärme aus und Eilonwy hörte auf zu zittern und streckte eine Hand ihrer Mutter entgegen, als das Bild erneut Risse bekam, hier war Eilonwy noch nie gewesen. Normalerweise wachte sie auf, in dem Moment, in der sie ihrer Mutter die Hand entgegen streckte. 

Sie blieb stehen, als sie ein gleißendes Licht erblickte und die Silhouette einer Gestalt davor ausmachen konnte.
Sie legte eine Hand schräg an ihre Augen um sehen zu können, als alles hell wurde und das Licht in ihren Augen brannte. 


Dann war sie wieder in ihrem Zimmer, im Schloss, in der Realität. 


Ihre Kehle war trocken und gereizt, sie hatte geschrien.


"

Yorden 29.03.2017, 16:27

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"Eilonwy! Was machst du hier? Ich hab n Schreien gehört und in deinem Zimmer warst du auch nicht! Verdammt nochmal, wie soll ich deine Leibwache sein, wenn ich dich nicht auffinden kann? 
Und jetzt sag bloß nicht das ich dann ne schlechte Wache bin. Du bist ne schlechte verdammt schlechte Schutzperson. Hätt ich das vorher gewusst…
Siehst aus als hättest du n Geist gesehen."

Yorden stand mit ihrem Bogen in der Hand, schwer atmend in der Tür der Bibliothek. Ihr Blick glitt durch das ganze Zimmer, blieb an Eilonwy hängen, die an einem Tisch saß umgeben von mehr als einem Dutzend Bücher. 

Yorden steckte den Bogen zurück in ihren Gurt und schlenderte auf die Königin zu, ihre Hände glitten über die alten Bücherregale, ehe sie vor Eilonwy stehen blieb und sich auf einen Stuhl fallen ließ. 

Sie verzog den Mund und nickte leicht. 

»Also. Kann man dir helfen? Oder bist du schon verrückt?«

Eilonwy 09.07.2017, 17:04

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Eilonwy hatte Yorden von ihren Träumen erzählt und wie sie sich dabei gefühlt hatte. Dieses ohnmächtige Gefühl, das ihr jedes Mal die Brust zuschnürte.
Sie fühlte sich erschöpft und matt und als sie Yorden aus traurigen Augen ansah, fügte sie hinzu: 


"Normalerweise, normalerweise…endet der Traum immer auf dieselbe Weise, ich steh auf dem Berg und sehe dieses…Schlachtfeld und höre dieses schmerzhafte Schreien der Verwundeten. 
Aber diese Nacht hab ich meine Mutter zum ersten Mal gesehen. Verstehst du? 
Irgendwas ist daran nicht richtig. Das geht schon einige Wochen so, Yorden. Vielleicht bin ich zu müde und ausgelaugt, um rational zu denken, aber irgendwas ist da nicht richtig. Irgendwas…"

Gedankenversunken spricht sie wohl mehr zu sich selbst, als zu jemand anderem und sieht auf ihre Hände die flach auf der Tischplatte liegen, abwesend starrt sie auf die Maserung der Tischplatte.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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