Kaiserreich
Drachenstein

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Erster (Ab)Satz

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Ich bin auf der Suche nach schönen, interessanten, speziellen, skurrilen oder sonstwie herausragenden 1. Sätzen. Idealerweise natürlich aus Büchern.

Keine Vorgaben, keine Beschränkungen, einzig eine Erklärung, warum euch der Satz gefällt würde mich interessieren. Aber natürlich ist auch das kein Muss. Manchmal kann man einfach nicht erklären, was einen an einem solchen ersten Satz so fasziniert.

Ich mache gleich mal den Anfang (habe noch ein paar auf Lager).

Und wer will, kann auch nur den (Ab)Satz schreiben und zum Raten freigeben.

Hier fängt die Geschichte an.

Ich spürte ihren Schmerz, noch bevor ich ihre Schreie hörte.

Meins stammt aus »Die Stadt der träumenden Bücher« von Walter Moers. Bei deinem habe ich nicht die geringste Ahnung.

Interessantes Thema. Als ich meine Ausbildung gemacht habe, hat meine Agentur neu eröffnet. Wir haben ein ganzes, cool gestaltetes Booklet herausgegeben. Inhalt: alles erste Sätze aus den Lieblingsbüchern der Mitarbeiter.

Claire, ich würde auf dein Lieblingsbuch tippen, weiss aber zu meiner Schande nicht mehr, ob das so beginnt.. 

Ich hab ein ganz einfaches für euch: 

Der Schrecken, der weitere achtundzwanzig Jahre kein Ende nehmen sollte – wenn er überhaupt je ein Ende nahm -, begann, soviel ich weiss und sagen kan, mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlangtrieb.

Nein, dieser erste Satz ist nicht aus meinem Lieblungsbuch, nur aus einem meiner Lieblingsbücher
Mein Satz ist aus Richelle Meads »Blutschwestern«

Ok, das passt auch… es müssen auf jeden Fall zwei Menschen darin vorkommen, die eine ganz spezielle Verbindung zu einander haben.
Das von dir Gondric war schwierig, weil das eigentlich ja jedes Buch sein könnte. Zumindest… wenn man das Buch nicht gelesen hat.

Moment, mein Buch hast du doch sogar bei dir zuhause liegen, oder?

Ja na klar. Fängt doch im Schlafzimmer an. Und dann wird erstmal gegessen.

Oha, aber durchgelesen hast du es nicht, oder?

Nicht ganz. Fast. Kommt noch.

Okay, bin gespannt

Euphi, das ist aber nur einfach, wenn man die Sorte King-Bücher mag.
Aber du hast Recht, der Anfang aus Moers' Buch ist sehr generisch, nur habe ich ihn so noch nirgends gesehen.
Was anderes:

Es war ein klarer, kalter Tag im April, und die Uhren schlugen gerade dreizehn, als Winston Smith, das Kinn an die Brust gepreßt, um dem rauhen Wind zu entgehen, rasch durch die Glastüren eines der Häuser des Victory-Blocks schlüpfte, wenn auch nicht rasch genug, als daß nicht zugleich mit ihm ein Wirbel griesigen Staubs eingedrungen wäre.

Ein Buch, das meiner Meinung nach Pflichtlektüre sein müsste an den Schulen

Ja, da hast du recht. Etwas Orwell wäre weitaus sinnvoller als so manches, das uns damals aufgedrückt wurde. Aber war das schon der ganze Satz? Ich dachte, der geht noch weiter.

Naja, der erste Absatz ist schon etwas länger. Aber der erste Satz endet mit 13.  Und Kompliment, nicht jeder kennt das.

Ich habs bestimmt drei mal gelesen, mag aber ein anderes in diesem Stil noch etwas lieber, muss ich sagen. Kennst du »Der futurologische Kongress« von Lem?

Noch nicht. Habe ich aber auf meinem Talbet, neben ca. 834 anderen noch ungelesenen Büchern

echt jetzt? Lies das!! Das ist grossartig!

»Mr. Keating?« Neil rief ihm nach. »Sir? O Captain! My Captain?«

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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