Kaiserreich
Drachenstein

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Darf man das?

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Nachdem seit Dienstag etwas Aufruhr und Unbehagen wegen »Pelata brennt« herrscht, sollten wir das hier kurz öffentlich thematisieren, wie ich finde.

Ich will keineswegs irgendjemandem von euch vorschreiben, wie er zu spielen hat. Es ist weder mein Reich noch mein Forum. Allerdings kann ich persönlich verstehen, weshalb Claire so aufgebracht ist. (und das nicht nur aus eigener Erfahrung mit einem ganz bestimmten Brandstifter, der die Gewächshäuser der Gilde abgefackelt hat ^^)

Tatsächlich kann ich nur von mir sprechen. Ich finde es immer schwierig, endgültige und so weitreichende Handlungen mit nur einem einzelnen Beitrag anzuspielen und dazu weder eine Erklärung noch sonst was anzugeben. Es sei denn, diese sind mit dem König des entsprechenden Reiches abgesprochen, was hier – so wie ich das rausgehört habe – nicht der Fall war.

Wir versuchen hier die Balance zwischen einem Reich der Fantasie und einer möglichen Realität zu finden. Keine leichte Aufgabe. Aber auf den »Problemthread« bezogen, kann ich nur so viel sagen: Es wäre fair gewesen, erstmal einfach mit dem Angriff der Flotte anzufangen. Zu schreiben, dass sie auf die Stadt zu rasen. So hätten Wachen und Milizen, besorge Bürger und bewaffnete Bauern mit Holzeimern sich wehren können. (Ob erfolgreich oder nicht ist ja erstmal egal)
Eine ganze Stadt inklusive Königsschloss innerhalb von vier Sätzen gleich komplett in Flammen zu setzen, ohne dass jemand sich wehren kann, finde ich ziemlich unfair.

Leh Gion 06.10.2016, 12:11

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… nein, nein … ich was nicht… diesmal! Ansonsten hat Euphie wohl schon recht. Mir ist es aber auch scho öfter passiert, das ich mit der Schreiberei über die Strenge geschlagen habe.

Kaz 06.10.2016, 14:32

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Die Japaner haben Pearl Harbor auch nicht angekündigt. Die Wahrheit ist, keiner hat sich bisher für Rosener interessiert. Niemand hat dort einen Bürger oder Reisende geschrieben. Die Stadt existiert nur als Hauptstadt auf einer Karte und als Einwohnerzahl. Ich habe die Stadt auch nicht mit einem Schlag komplett zerstört. Feuer können gelöscht werden. Städte kann man wieder aufbauen.

Es geht meiner Meinung nach nicht darum, ob es nun Rosener, Porta Estoria oder gar Pretanz ist. Man sollte den anderen Spielern Raum und Zeit für Reaktionen lassen. Das gilt eigentlich für alle Handlungen. Es sei denn, es betrifft eigene Königreiche und / oder eigene Figuren.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen einen solchen Angriff. Überhaupt nicht. Sofern er Raum für eine Verteidigung lässt. Und letzten Endes überlasse ich die Lösung dieses Problems auch gerne den Personen, die es in diesem Fall betrifft. Nur solltet ihr das vielleicht in Zukunft besprechen, bevor jemand angreift. Nur, damit es kein böses Blut gibt.

Avinash Volmar 06.10.2016, 16:25

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Euphemia hat Recht. Gegen den Angriff selbst habe ich als Spieler wenig ein zu wenden (auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass so etwas schöner ausformuliert, sprich epischer geschrieben werden sollte). Es liest sich nur sehr knapp und entschieden, mit wenig Spielraum für zum Beispiel Mina von Treen, welche als Quasi-Königin in der Stadt Rosener ja residiert.
Dass es ein Überraschungsangriff war und da unser Kaiserreich wenig kriegerische Erfahrung hat und deswegen unachtsam ist, auch gelingen dürfte steht für mich klar. Nur eben ist es nur der Anfang.
Wenn wir bei deinem Beispiel bleiben, dann sieht man bei der 2. Angriffswelle von Pearl Harbor, dass sich die Angegriffenen schon eher zur Wehr setzen konnte da sie sich innerhalb einiger Gruppen organisiert hatte.
Zum Beispiel ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich in einer Provinzhauptstadt Magier und/oder Drachen aufhalten die der Angriffsflotte ganz schön einheizen könnten sobald der erste Schrecken überwunden wurde.
Nur hast du Claire (bzw. Mina) dafür keine Reaktionszeit gegeben.

Ich hab einen ähnlichen Fehler mal gemacht vor einigen Jahren. Damals haben meine Orks gegen einen kaiserlichen Trupp mit Drachen ausgesandt. Über Nacht Schlingpflanzen wachsen lassen welche die Drachen fesselt und dann zugeschlagen und den ganzen Angriff geschrieben ohne Veuxin zu Wort kommen zu lassen. Als er sich darüber aufgeregt hat, habe ich gemeint, er könne ja die 'Verluste' berechnen, es wäre ein Überraschungsangriff gewesen. Wenig später hat er es mir mit gleicher Münze heim gezahlt und mein Orkdorf überflutet (indem ein unterirdischer See frei gesprengt wurde). Ich hab daraus gelernt, dass es sich so zwar einfacher liest und schreibt, aber keinen Spass macht. Meine Orks mussten dafür büßen. ^^

Kaz 07.10.2016, 11:45

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Was heißt kein Spielraum? Luftschiffe kommen überraschend und werfen Bomben, die Feuer entfachen. Die Feuer können gelöscht werden. Das Schloss kann gelöscht und repariert werden. Die Luftschiffe können angegriffen werden. Es gibt Spielraum.

Ich habe nirgendwo eine Beschreibung der Stadt gefunden. Was ist da? Wer lebt da? Wie sieht es aus? Gar nichts. Geschweige denn Sicherheitsmaßnahmen oder stationierte Soldaten. Es gibt keine Vorgaben, also steht es frei zu gestalten.

Damit sind wir ja beim nächsten Punkt. Der automatisch zugesprochene Besitzanspruch. Rosener gabe es schon bevor Claire oder ich hier waren. Wieso soll die Stadt ihr gehören? Nur weil sie da ein Schloss hat? Demzufolge kann ich ja auch einfach überall Städte beanspruchen und verfügen, dass dort niemand machen kann, was ich nicht möchte. Selbst als Königin kann sie nicht kontrollieren, ob ihr Reich angegriffen wird.

Worum geht es denn hier wirklich? Claire meint, dass Rosener ihr gehört und ich nicht einfach angreifen kann. Dabei hat sie nie irgendwas mit der Stadt gemacht. Es besteht lediglich dieser Besitzanspruch ihrerseits. Wozu? Es ist ja nicht so, als ob sie die Stadt mühevoll mit Leben gefüllt und aufgebaut hätte. Dann hätte ich auch nicht so leichfertig angegriffen. Die Stadt ist nichts als ein Hintergrund für ihr Schloss. Da kann sie auch genau so gut im Hintergrund wieder aufgebaut werden. Ich sehe wirklich nicht, wieso das ein Problem sein soll.

Mina von Treen 07.10.2016, 11:59

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Es geht lediglich darum, dass du eben nicht wissen kannst, was ich plane. Und in den Threads mit Mina kann man sehen, dass ich durchaus etwas plane. Daher wäre es einfach nett gewesen, mich zuvor wissen zu lassen, was du plant. Und nicht einfach zu schreiben, dass die ganze Stadt in Flammen steht, noch bevor die Bewohner irgendeine Möglichkeit haben zu reagieren.

Um hier mal ein Admin-Wort hinzuzufügen: Schreiben kann jeder prinzipiell alles, was nicht gegen die Nutzungsbedingungen oder geltende Gesetze verstößt. Ich möchte da auch nicht groß sagen: »Das hier ist erlaubt, das hier nicht, und da liegt die Grenze«, weil so etwas sehr kontextabhängig ist, ob es abgesprochen wurde, etc. Aber es gilt auch: Was geschrieben wurde, ist nicht automatisch die Wirklichkeit.
Das ganze hier funktioniert immer noch dadurch, dass sich alle grob im Konsens befinden; selbst dann, wenn sie vielleicht damit gerechnet hätten, dass sich dieses oder jenes in eine andere Bahn entwickelt. Es steht jedem Spieler frei, dieses oder jenes Spiel zu ignorieren. Dafür braucht er nicht einmal eine Begründung. Inwiefern das dann weitere Auswirkungen hat, das sollte er natürlich bedenken. Allem Präsens und allwissendem Erzähler zum Trotz: Man beschreibt in diesem Forum immer das, was der eigene Charakter (oder der gerade beschriebene Charakter) derzeit wahrnimmt; man beschreibt damit nicht zwingend die Wirklichkeit. Je mehr Charaktere das gleiche wahrnehmen, desto wahrscheinlicher ist es natürlich, dass man die Wirklichkeit beschreibt, aber selbst wenn alle Charaktere eine ähnliche Wahrnehmung beschreiben, ist es noch keine Garantie dafür, dass es sich dabei um die Wirklichkeit handelt.

Um diese etwas theoretische Ausführung am praktischen Beispiel zu beschreiben:
Wenn Charakter A als einziger der Ansicht ist, dass Rosener brennt, aber alle anderen Charaktere nicht, dann wird man A für einen armen Irren halten, der schreiend durch die Straßen rennt und unsichtbare Feuer löscht.
Wenn Charakter B als einziger der Ansicht ist, dass Rosener nicht brennt, aber alle anderen Charaktere schon, dann wird man B für einen armen Irren halten, der vergnüglich aus dem Fenster schaut, während sein Haus in Flammen steht.

Die Schlussfolgerung daraus sollte sein: Man sollte durch sein Spiel und durch seine Kommunikation über das Spiel die anderen Spieler möglichst davon überzeugen, eine gewünschte Wirklichkeit durch übereinstimmende Wahrnehmung mehrerer Charaktere aufzubauen. Das ist etwa sehr einfach, wenn man beschreibt, wie ein Charakter alleine im Wald ein Picknick macht. Das tangiert (in aller Regel) niemand anderen. Wenn man jedoch beschreibt, wie ein Charakter alleine im herzoglichen Schlafgemach ein Picknick macht, sollte man schon etwas glaubhaft darstellen, wie man dorthin gelangt ist, damit etwa der Spieler des Herzogs oder der Wachen darauf eingeht. Und wenn man dann einen Angriff oder einen Krieg, irgendein großflächiges Ereignis, das viele Spieler und ihre Charaktere stark betrifft, beschreibt, muss man das schon sehr gut und glaubhaft vermitteln, damit die anderen Spieler das als Teil der Wahrnehmung ihrer Charaktere akzeptieren.

Ich denke, das ist eine Herangehensweise, die weder zu abstrakt ist, noch irgendjemanden übermäßig einschränkt.

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