Kaiserreich
Drachenstein

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Ein weiter Weg

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Chen Lu Yang 03.07.2016, 21:56

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Am nächsten Morgen machen sich Long und Chen Lu mit ihren Wachen zum Ausritt bereit. Ihre Pferde sind bereits mit Proviant besattelt, auch wenn es gerade einmal ein Tagestrip sein wird.

Long Thien Omura 03.07.2016, 23:12

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Natürlich haben Liem und Annan dafür gesorgt, dass Long und besonders Chen Lu sicher reisen können. Ein ganzer Trupp an bewaffneten Soldaten und Kriegern begleiten die Kutsche, in welcher die beiden Reisen. 

Long ist sichtlich nervös. Und trotz der möglichen Konsequenzen ist das Kloster und die Überprüfung seines Zustandes noch seine kleinste Sorge. Er versucht, sich nicht allzu stark auf Chen Lu abzustützen, als er mit ihr zur Kutsche geht und einsteigt, sein Schwert für alle Fälle natürlich umgeschnallt. Er rechnet Liem trotz seines sehr unglücklichen, gestrigen Besuches hoch an, dass er sie gehen lässt. Dass Chen Lu nicht stutzig geworden ist, weil Liem offenbar gestern schon wusste, dass sie Long begleiten wird, ist grosses Glück. Long hatte schon befürchtet, sein Plan würde scheitern. Stattdessen sitzt er mit Chen Lu jetzt in der Kutsche, bereit für die Reise zu der für sie beide wohl wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Auch wenn Lu davon noch nichts ahnt.

Chen Lu Yang 03.07.2016, 23:20

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Chen Lu traut keiner dieser Wachen. Sie hat Liem um ein Schwert und einen Dolch gebeten und er hat sie ihr gewehrt, nachdem er auf seine typische, brüderliche Art gelächelt hat. Auch wenn sie es versucht, wird sie dennoch die Fahrt über nicht unachtsam sein. Sie könnte es sich einfach niemals verzeihen, wenn Long etwas zustößt.

Wie geht es dir?
fragt sie ihn, als sie ihn stützend zur Kutsche führt.

Fühlst du dich bereit dazu?

Long Thien Omura 03.07.2016, 23:31

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Mehr als das. 

Long lächelt, als die Kutsche sich gerade ruckelnd in Bewegung setzt.

Ich habe es satt, rum zu liegen. Wie auch immer die Entscheidung ausfallen wird, es wird ein Schritt nach vorne sein. Der ganze Tag ist ein grosser Schritt nach vorne. 

Er legt den Arm um Chen Lu und zieht sie an sich, während er einen finsteren Blick auf die Wache wirft, die ihnen beiden im Inneren der Kutsche gegenüber sitzt.

Chen Lu Yang 03.07.2016, 23:37

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Ich verstehe, was du meinst. Dieser Tag wird wundervoll… Auch wenn ich persönlich viel lieber reiten würde, als hier in dieser Kutsche zu sitzen.

Die Wache dürfte sich nicht sonderlich willkommen fühlen, denn auch Claire mustert ihn argwöhnisch, wendet sich dann jedoch lächelnd Long zu, als dieser sie an sich zieht.

Aber ich bin mir sicher, die Zeit mit dir wird Entschädigung genug sein.

Long Thien Omura 03.07.2016, 23:43

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Das glaube ich auch. 

Er küsst ihre Stirn und sieht aus dem Fenster, während die Häuser der Stadt an ihnen vorbei ziehen.

Ich hätte schon beinahe vergessen, wie es hier draussen aussieht. Wer weiss, in einem Jahr könnten wir schon zu dritt in Kantor über die Sommerwiesen reiten… 

Chen Lu Yang 03.07.2016, 23:53

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Ihr Herz beginnt bei dieser Vorstellung zu rasen.

Ja, vielleicht…
Doch gleichzeitig wandert ihr Blick zu seinem Fuß hinab und sie hat Angst vor dem Ergebnis des heutigen Tages. Was ist, wenn er nie wieder richtig gehen können wird? Kann er dann auch nicht mehr kämpfen? Nicht mehr reiten? Wie würde er damit klarkommen? Schnell wendet sie ihren Blick wieder zu seinem Gesicht, was ihre Stimmung erheblich verbessert. Das ist ihre Zukunft: Long und sein Sohn in ihr. Ein Grund, sich zu freuen.

Ich freue mich auf die Sommerwiesen…

Long Thien Omura 04.07.2016, 11:15

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Long erwidert nichts mehr, sondern hält Chen Lu weiter im Arm und sieht aus dem Fenster. Auch er malt sich ihre gemeinsame Zukunft aus, allerdings lässt der heutige Tag ihn kalt. Auch wenn er womöglich ab heute kein Samurai mehr sein wird, Chen Lu und sein ungeborenes Kind kann ihm keiner mehr nehmen, nun, da Liem selbst dieser Reise hier zugestimmt hat. 

Qiu Jin Shu 04.07.2016, 11:18

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Was Chen Lu nicht weiss: eine der Wachen, die hinter der Kutsche her reitet, ist Qiu. Long hat ihr ein paar kleine Aufgaben gegeben für den heutigen Tag. Und dass sie sich dafür tatsächlich in eine echte Uniform kleiden durfte, lässt sie selbstbewusst und aufrecht auf dem Pferd sitzen. Sie fühlt sich wie eine richtige Kriegerin. Schade nur, dass Bilu nicht mit dabei ist.. 

Chen Lu Yang 04.07.2016, 11:34

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Auch Chen Lu schweigt weiterhin. Sie braucht nichts zu sagen, kuschelt sich stattdessen einfach noch etwas mehr an ihn. Worte brauchen sie beide scjon lange nicht mehr, um sich zu sagen, wie sehr sie die Nähe des jeweils anderen genießen und brauchen.

Long Thien Omura 04.07.2016, 15:34

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Drei Stunden holpern sie über die Strassen und entfernen sich immer weiter von der Hauptstadt. Die Gegend wird zunehmend ländlicher und die Häuser somit spärlicher. Selbst wenn die Landschaft nicht so wild und rau ist wie in Kantor, kann Long die ganze Zeit über seinen Blick kaum vom Fenster abwenden. So also fühlt sich Freiheit an. Interessant, dass einem das niemals auffällt, solange man gehen kann, wohin man will.. 

Dann taucht endlich das Kloster vor ihnen auf. Auf dem Schmalen Pfad, der den Hügel hoch führt, türmen sich zu beiden Seite Berge flacher, aufeinander gestapelter Steine auf. Es müssen Millionen sein. Jeder einzelne trägt, aufgemalt oder eingemeisselt, einen Mantra-Schriftzug. Tiefhängende Leinen, dicht behängt mit weissen, flatternden Tüchern, spannen sich drüber. 

Chen Lu Yang 04.07.2016, 15:45

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Lu blickt, noch immer an Long gelehnt, aus dem Fenster. Das herannahende Kloster weckt gemischte Gefühle in ihr. Sie sehnt dich danach, zu wissen, wie es mit Long weitergehen wird, um im Notfall etwas dagegen zu unternehmen. Gleichzeitig hat sie aber auch Angst, dass sie eben nichts dagegen tun kann.

Bist du bereit?
fragt sie erneut.

Der Rote 04.07.2016, 16:39

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Chen Lu hat durchaus recht mit Ihrer Vorsicht. Denn alles was der Kaiserlichen Familie schadet, kann dem »Roten« nur recht sein. Und so verwundert es nicht, das auch er irgendwo hier seine krummen Finger im Spiel hat.

Long Thien Omura 04.07.2016, 18:57

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Ja. Bereit. 

Als die Kutsche hält, nimmt Long Chen Lus Hand und steigt mit ihr aus der Kutsche. Sofort eilt einer der Mönche auf die beiden zu. 

»Ronin Omura, wir wurden bereits informiert, dass Ihr kommt. Bitte, folgt mir.«

Chen Lu Yang 04.07.2016, 19:03

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Chen Lu folgt Long nach draußen, legt dort aber sogleich ihre Hand auf ihren Schwertgriff. Ein Mönch kommt auf sie zugeeilt. Doch sie sieht in ihm keine Gefahr und folgt ihm mit Long achtsam.

Long Thien Omura 04.07.2016, 19:13

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Die beiden werden in die Eingangshalle geführt und auch gut die Hälfte der Wachen folgt ihnen.

Sanraal, willste mitspielen und dir die Tests für Longs weitere Eignung als Samurai ausdenken oder lieber nicht? Dachte, das könnte dir vielleicht Spass machen…

Sanraal 05.07.2016, 14:37

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Selbstverständlich gerne. Ich bin dann mal ein Mönch :-)

Onu San 05.07.2016, 14:42

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Onu San, Vorsteher des ehrenwerten Ordens der Sho Alin wurde bereits informiert, das ein geläuterter Ronin zu Ihm gesandt worden ist. Er wartet geduldig im Tempel auf den Neuankömmling. Was bleibt Ihm auch anderes übrig. Der alte Meister ist nicht mehr gut zu Fuss, schon leicht tatterig und hört extrem schlecht. Aber seine Weisheit ist unbestritten.

Long Thien Omura 06.07.2016, 15:44

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Sho Alin…

Long kniet sich mit einem Bein auf den Boden und verneigt sich tief, als der Vorsteher des Ordens auf sie zu kommt. Er lässt auch dann sein Haupt noch gesenkt, als er mit Onu San spricht. 

Lao Onu San… es ist mir eine Ehre, dass Ihr mich hier empfangt. 

Onu San 06.07.2016, 17:16

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Der Vorsteher schaut auf Long herunter. Was mitunder daran liegt, das er auf einer Treppe zum Allerheiligsten, aus dem er gerade kommt, gut zwei Köpfe höher als Long ist. Seine Miene zeigt keine Gefühlsregung. 

Es ist mir keine Ehre einen unwürdigen Ronin in meinem Tempel zu haben. Was wünscht er von uns?
Die Frage ist an und für sich müssig, denn natürlich wurde der Ehrenwerte bereits lange vor Longs eintreffen instruiert.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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