Kaiserreich
Drachenstein

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Mit brennender Sorge

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Euphemia nickt, legt ihre Hand an Veuxins Wange und küsst ihn liebevoll. Dann huscht sie zurück zur Tür und zieht sich ihre Schuhe wieder an. 

Ich sag nur kurz der Gouvernante Bescheid, ja? 

Sie winkt den Diener zu sich, der vor der Tür steht und bittet ihn, die Gouvernante zu benachrichtigen. 

Ja, danke.

Veuxin packt derweil einige Unterlagen zusammen und legt sie in einen kleinen Koffer, damit dieser später von den Dienern auf die Kutsche geladen werden kann.

Euphemia bleibt in der Tür stehen und dreht sich wieder zu Veuxin um. 

Was steht denn in Pisar an, dass du so schnell aufbrechen musst?

Ach, das übliche – Truppenabnahme. Manys ist seit einiger Zeit unauffindbar, und es gibt zwar eine Interimsregierung, aber es bleibt doch mehr zu tun, als wenn es dort einen fleißigen König gäbe.

Also ist er tatsächlich unauffindbar. Und ich hatte mich schon gewundert, weshalb er auf meinen Brief nicht geantwortet hat. Ich hoffe, er taucht bald wieder auf und ist nicht Opfer eines Hinterhaltes oder dergleichen geworden. Wobei man davon gewiss gehört hätte.. 

Das hoffe ich auch. Andererseits ist er ein Magier. Magier sind oft etwas seltsam und verschwinden für lange Zeit. Wenn ich so an Piritugd oder Sedwen denke … Vielleicht sollte ich keine Magier mehr zu Königen ernennen.

Ja.. da hast du wohl recht. Ich vermisse gelegentlich Piris lustvolle Blicke auf dein Gesäss.

Ich auch, Euphemia … ich auch.

Für einen Moment blickt Veuxin in die Ferne, dann zuckt seine linke Augenbraue kurz, als hätte er etwas falsches gesagt, und dann …

Ähm, also, die Diener sollten jeden Moment kommen; wollen wir schon mal runtergehen?

Du auch, ja? Nun, ich gebe mir Mühe, seine Blicke standesgemäss zu ersetzen.

Euphemia lacht und geht zu Veuxin, um sich bei ihm einzuhaken. 

Dann mal los. 

Zusammen gehen sie aus den Kaiserappartements, die große Treppe herab, und in den Innenhof, wo bereits die Kutsche wartet. Veuxin wendet sich zu Euphemia und umarmt sie inniglich.

Ich werde Dich unvorstellbar stark vermissen.

Euphemia schliesst die Augen und lächelt. Veuxins Nähe und Wärme fühlt sich unfassbar gut an. Sie legt ihre Wange an seine Brust.

Ich dich auch, mein Liebster. Ich kann deine Rückkehr wie immer kaum erwarten. 

Das geht mir genauso. Wenn ich wieder da bin, wollen wir dann einen kleinen Jagdausflug machen? Wir könnten noch ein paar Gäste einladen.

Das klingt wundervoll. Eine gute Idee. An wen hast du dabei gedacht?

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