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Zum alten Zwergenschlag - Pretannica

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Goltor Braubart 02.04.2015, 09:05

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Goltor steht hinter dem Tresen und poliert Gläser. Draussen versucht sich grade die Nacht des aufkommenden Tages zu erwehren. Um diese Tageszeit ist niemand mehr hier. Glücklicherweise braucht Goltor nicht viel Schlaf, sonst könnte er dieses Wirtshaus nicht praktisch alleine führen. Der eine oder andere Gehilfe steht ihm zwar zur Seite, dennoch ist er es, der es in Betrieb und Schuss hält. Das erinnert ihn an etwas, das er schon seit Längerem machen wollte. Werbung. Der Laden hier könnte etwas besser besucht sein. Von den gelegentlichen Gesangswettbewerben abgesehen kommen in letzter Zeit nicht mehr so viele Kunden.

Ich habe ihn nicht den üblichen Einbürgerungsprozess durchlaufen lassen, weil er als NPC schon eingeführt wurde. Und es ist mit seinem Urheber abgesprochen.

Kein Problem. Wir müssen eh die Quote Drachensteiner/Einwanderer etwas erhöhen.

Goltor Braubart 02.04.2015, 11:49

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Oh DAS freut mich zu hören. Im Moment sieht es so aus, als ob der Name meines neunten Twinks schon feststünde. Vorausgesetzt es kommt mir nicht jemand zuvor.

Lyrael Caron 10.04.2015, 21:15

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Lyrael betritt das Gasthaus und blickt sich um. Sie klopft sich den Regen vom Cape und streift die Kapuze ab. Schliesslich will man ja nicht gleich einen unsympatischen Eindruck hinterlassen. Sie schwingt den Lederbeutel mit ihrem Hab und Gut über ihre linke Schulter und tritt auf den bärtigen Mann hinter dem Tresen zu.

Was ist das Stärkste, was Ihr mir anbieten könnt, werter Herr?

Goltor Braubart 10.04.2015, 23:00

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Verehrteste, Ihr seid hier in einem Zwergengasthaus. Was denkt ihr wohl? Ob Ihr allerdings einen Krug Zwergenstarkbier vertragt … Ich schenke euch von allem aus, solange Ihr bezahlen könnt, so ist es nicht. Aber ich habe einen Ruf zu wahren, und würde ich Euch nicht warnen, die Leute würden mir nicht mehr vertrauen.
Seid Ihr also sicher, dass Ihr einen Krug Zwergenstarkbier wollt?

Lyrael Caron 10.04.2015, 23:23

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Nimmt ihren Beutel von der Schulter, kramt eine handvoll Goldmünzen daraus hervor und legt sie auf den Tresen.

Ich weiss nicht, wo ich hier gerade bin oder in welcher Währung ihr hier bezahlt, doch ich denke, dies sollte für einen Krug Eures Starkbieres genügen, nicht wahr?
Sie sieht Goltor auffordernd an.

Goltor Braubart 11.04.2015, 19:42

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Schaut sich die Münzen an und kratzt ein wenig mit dem Daumennagel darüber, dann schaut er die junge Dame an und bedeutet ihr mit einem Winken näher zu kommen

Ja, das ist zweifelsohne Gold. Ziemlich rein sogar. Ich frage mich … obwohl, eigentlich geht es mich gar nichts an. Ihr habt es, und ihr könnt bezahlen. Und ihr könnt mir auch nicht vorwerfen, ich hätte euch nicht vor dem Zwergenbier gewarnt.

Goltor holt einen kleineren Krug aus einem Regal in der Theke und zapft der Dame ein Bier

Selbstgebraut, ihr findet in ganz Pretannica, so heisst die Stadt hier übrigens, kein besseres Zwergenbier. Und das andere Zeug kann man ja auch nicht Bier nennen. Kürzlich war mal einer … ach egal.
Sagt, woher kommt ihr und was verschlägt euch in diese Gegend die ihr anscheinend nicht kennt?

Lyrael Caron 11.04.2015, 20:04

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Lächelt amüsiert über die leuchtenden Augen des Zwerges, als dieser die Reinheit ihres Goldes erkennt. Sie wirft ihr Haar zurück, kramt erneut in ihrer Tasche und zieht eine kleine Viole daraus hervor. Vorsichtig tropft sie etwas der darin enthaltenen Flüssigkeit in den Bierkrug und leert diesen in einem Zug.

Wärt Ihr so freundlich und würdet mir den Krug noch einmal füllen, verehrter Herr? Ein wahrlich angenehmes Getränk, das Ihr hier anbietet.

Sie schiebt ihm den leeren Krug über den Tresen.

Pretannica also.. Nun gut. Ich komme von nirgendwo. Wisst Ihr, ich reise, wohin der Wind mich weht. Gerade bin ich mit einem Schiff hier angekommen. 

Goltor Braubart 11.04.2015, 20:11

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Goltor öffnet den Mund um etwas zu sagen, und schliesst ihn wieder.

»Angenehm«? Junge Dame, ich weiss ja nicht, was man dort in Nirgendwo in den Gasthäusern anbietet, aber es fällt mir schwer mir ein Gebräu vorzustellen, dass es mit einem Zwergenstarkbier aufnehmen kann. Ihr müsst von unglaublicher Konstitution sein. Und so, bitte verzeiht mir die Bemerkung, seht ihr gar nicht aus.
Eine Reisende also. Nun gut, wenn die Reise keinen Ursprung hat, so hat sie vielleicht ein Ziel? Oder einen Grund. Ihr braucht es mir nicht zu sagen, wenn ihr nicht mögt. Es ist nur so, dass die meisten Leute hier entweder trinken oder reden wollen. Manchmal auch beides. So oder so, ich bin in der Nähe wenn ihr noch einen weiteren Wunsch habt.
Er zapft ihr nochmal ein Bier, diesmal in einem richtigen Krug. Leisten kann sie sich das ja. Ob sie es auch verträgt … wer weiss.

Lyrael Caron 12.04.2015, 13:02

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Ich fühle mich geehrt, dass ich nun Anspruch auf einen grossen Krug habe, werter Herr. Freundlichsten Dank. 

Lyrael lacht, nimmt den grossen Krug und gibt erneut einige Tropfen aus der Viole in ihr Bier. 

Eure Sorge weiss ich zu würdigen, glaubt mir, doch ich kann gut einschätzen, was ich vertragen kann. Lasst Euch von meiner Statur nicht täuschen.  Und sollte ich tatsächlich doch vom Stuhl kippen, dann weiss ich mich bei Euch bestimmt in guten Händen.

Da ihr grösster Durst nun gestillt ist, lässt sie sich beim zweiten Krug etwas mehr Zeit. Sie nimmt einen kleinen Schluck und wischt sich anschliessend den Schaum von der Oberlippe. Dann sieht sie sich gedankenverloren im Gasthaus um.

Möglicherweise habt ihr recht. Vielleicht hat meine Reise tatsächlich ein Ziel. Doch wenn es so ist, so bin ich mir dessen noch nicht bewusst. Bisher jedenfalls ist mein ausschliessliches Ziel, die Welt zu sehen. 

Tatsächlich bin ich bisher aber noch keinem Zwerg begegnet.

Sie dreht sich zu Goltor um und lächelt. 

Es ist mir also eine ausgesprochene Ehre, werter Herr. 

Goltor Braubart 12.04.2015, 14:59

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Hahaha, das kann ich gut verstehen. Wir mögen nicht die Grössten sein, aber ich kenne kaum einen meiner Brüder die keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, auf die eine oder andere Weisse. Hahaha!
Ihr gefallt mir. Jung und offen die Welt zu erkunden. Weit könnt ihr aber noch rumgekommen sein wenn ihr noch keinen von meinem Volk getroffen habt. Denn ich bin sicher, überall wo gute Schmiede, Bierbrauer, Wirte und Minenarbeiter gebraucht werden, können wir nicht weit entfernt sein. Einzig die Menschen kommen uns in manchen Bereichen Nahe. Aber das lassen wir sie für gewöhnlich nicht wissen, sonst steigt ihnen das noch zu Kopfe. Hahaha.
Erzählt mal, wo wart ihr denn schon? Pretannica ist zwar eine grosse Stadt und mit dem Kaiserpalast sowas wie der Mittelpunkt des Reiches, jedoch kommt man als Wirt nicht so häufig raus in die Welt und ist daher auf Neuigkeiten und Geschichten seiner Gäste angewiesen.
Ich könnte euch auch welche erzählen, aber die waren vermutlich schon alt, als ihr noch nicht geboren wart. Die können euch kaum interessieren.

Lyrael Caron 12.04.2015, 15:31

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Nun, Zwerge wurden mir bisher als listig, geizig und tückisch beschrieben. Ich gebe zu, dass ich möglicherweise etwas voreingenommen war. Verzeiht meine Vorurteile und anfängliche Argwohn Euch gegenüber. 

Lyrael streckt Goltor ihre Hand entgegen.

Ich freue mich, Euch kennen zu lernen. Mein Name ist Lyrael.
Doch sagt, werter Herr, in welchem Land befinden wir uns hier? Als ich letzte Nacht an der Tür der Matrosen gelauscht habe, war mir, als hätten sie von gigantischen, geflügelten Monstern gesprochen.. Gibt es hier tatsächlich Drachen?

Sie zuckt mit den Schultern und nippt erneut an ihrem Bier.

Möglicherweise habe ich mich auch verhört. 
Doch ich kann euch sagen, das wären bei weitem nicht die erstaunlichsten Kreaturen, die mir bisher begegnet sind. 
Aber ja, bitte, erzählt mir Eure Geschichten. Weshalb sollten sie mich aufgrund meines noch jungen Alters nicht interessieren? Es gibt nichts besseres, als eine gute Geschichte.

Goltor Braubart 12.04.2015, 16:10

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Ich habe befürchtet, dass sie das antworten wird

Wer bitteschön hat euch denn die Märchen über uns Zwerge erzählt? Geizig und tückisch? Ich würde lachen wäre es nicht so traurig. Wenn ihr einen Zwerg als Freund gefunden habt, seid versichert, ihr werdet keinen besseren finden! Tückisch, hä!? … Pha. GROCK TOL MATOCK BRAL DWATOL!

An den hinteren Tischen drehen sich ein paar bärtige Gesichter zum Wirt um und schauen grimmig drein. Nachdem sich Goltor beruhigt hat gibt er ihnen zu verstehen, dass alles in Ordnung sei.


Lasst uns nicht mehr darüber sprechen. Ihr habt Fragen zu Drachen, hm? Ich habe schon länger keinen mehr gesehen. Aber es gibt sie und hier in Pretanz, was zum Kaiserreich Drachenstein gehört, ist wohl vor einiger Zeit sogar einer Bürger des Reiches gewesen. Aber das ist Politik und interessiert mich nicht wirklich. Das ist mir zu staubig und langweilig. Die Art von Entscheidungen die wir hier und unter meinesgleichen treffen sind handfester, wenn ihr versteht.

Lyrael Caron 12.04.2015, 17:16

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Na wenn du schon damit anfängst… 

Ich wollte Euch gewiss nicht verärgern, werter Herr. Verzeiht. Seht Ihr, umso wichtiger ist eine Reise wie die meine. Schliesslich sollte sich jeder selbst ein Bild der Welt und seiner Bewohner machen können. Denn offensichtlich kann man sich auf die Meinung anderer nicht sonderlich verlassen.

Lyrael hebt die Augenbrauen. So leicht sind Zwerge also aus der Ruhe zu bringen, wo sie doch mit ihren bärtigen Gesichtern relativ ruhig und ausgeglichen wirken. Interessant. Möglichwerweise kann dieses Wissen irgendwann mal noch nützlich werden. 

Also gibt es tatsächlich Drachen hier. Erstaunlich. Habt Ihr keine Angst vor ihnen? Ich würde zu gern einem begegnen. Und Ihr, lebt ihr schon immer hier in Pretannica? Ich muss sagen, Euer Gasthaus gefällt mir sehr.

Goltor Braubart 12.04.2015, 23:09

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Nicht viel von dem was man sich über Zwerge ertählt ist wahr. Es gibt aber zwei Dinge, über die scherzt man besser nicht. Die Ehre und den Bart eines Zwerges. Tastet diese an, sei es mit Worten oder Taten, und ihr werdet erkennen, dass die Grösse die vor Augen ist täuschen kann.
Soso, eine Geschichte. Schade seid ihr nicht ein paar Tage früher hier gewesen, da hättet ihr einen Barden und einen Menschen, den ich nur als »Riesen« bezeichnen kann dabei erleben können, wie sie mit Zwergen und anderem Volk an zwei Tischen sassen und Geschichten erzählten und sangen.

Goltor denkt sichtlich vergnügt an diese Begebenheit zurück und schaut seinen Gast interessiert an. Er nimmt einen Schluck aus einem Krug neben sich, räuspert sich und beginnt eine alte Legende des kleinen Volks zu erzählen.

Allerdings heute nicht mehr

Lyrael Caron 13.04.2015, 07:33

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Och wie schade, hatte auf eine Gutenachtgeschichte gehofft. 

Oh, glaubt mir, werter Herr, es läge mir nichts ferner als Euch oder Euren Bart zu beleidigen. Das war wahrlich nur ein grosses Missverständnis. 
Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr hier gelegentlich sehr unterhalsame und amüsante Abende erlebt.
Lyrael nimmt einen grossen Schluck aus ihrem Horn. So langsam stellt sich eine wohltuende Wärme ein, die ihren Körper von der Zehenspitze bis zum Scheitel erfasst. Das Bier scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen. Sie stützt den Kopf in die Hände und lauscht gespannt der Geschichte.

Goltor Braubart 13.04.2015, 14:22

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»Wie die ersten Zwerge in die Welt kamen«

Vor langer Zeit, als der Stein, aus dem die Berge gemacht und in den die tiefen Höhlen gehauen wurden, noch jung war, da nahm Bargrimmur Donnerfaust zwei besonders harte Felsbrocken und legte sie vor sich hin. Er griff nach seinem Hammer, der den Namen des Donners trägt und seinen Meissel der übersetzt Blitz heisst und machte sich ans Werk.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Nach zehn mal zehn Zehntagen hatte er sein Werk vollendet. Vor ihm standen Beriel und Beliess, die ersten Zwerge die auf Erden lebten. Sie erkannten in Bargrimmur den, der sie aus dem Stein befreit hatte und spürten einerseits Dankbarkeit, andererseits schmerzte sie die Trennung von dem, was sie einst waren. Nachdem der grosse Lord Donnerfaust ihnen ihre Namen genannt und sie darin unterrichtet hatte was es bedeutet, ein Zwerg zu sein, gab er ihnen je ein Werkzeug ihrer Wahl mit auf den Weg.

Beriel, der selbst für einen Zwerg ausserordentlich kräftig und gut einen Kopf grösser als die heutigen Zwerge war wählte sich den Hammer, weil er bei sich dachte, dass er ihm als Schmied, als Bergmann und als Krieger gute Dienste leisten würde.
Beliess hingegen wählte die Axt, die sie als Hüterin der Nachkommen und im täglichen Leben vielseitiger zu nutzen wissen würde.

Darum sind bis heute Hammer und Axt die Symbole der zwergischen Stärke, des Mutes und der Ausdauer.

Leider hat bisher niemand die ersten beiden Werkzeuge gefunden. Auch wenn schon viele den Versuch unternahmen, ihrer habhaft zu werden. Mir erscheinen die wie religiöse Spinner.
Was ist nun schlimmer? Eine halbe Wahrheit oder eine ganze Lüge?

Lyrael Caron 13.04.2015, 22:00

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Lyrael folgt gebannt Goltors Worten. Zum Schluss hebt sie erstaunt die Brauen.

Das mag jetzt möglicherweise eine ziemlich dumme Frage sein, aber wenn Ihr von Berliess sprecht.. Es gibt also auch Zwergenfrauen? Diese Frage konnte mir bisher noch niemand wirklich beantworten.

Ihr seid ein wunderbarer Geschichten-Erzähler. Ich hoffe, Ihr habt Kinder. Es wäre eine wahre Verschwendung, wenn kein Zögling in den Genuss von Euren Gutenachtgeschichten kommen würde, werter Herr.

Goltor Braubart 14.04.2015, 09:18

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Gutenacht … Soll ich das jetzt als Beleidigung verstehen?

Goltor blinzelt ihr zu.

Nein, es gibt keine kleinen Braubarte, jedenfalls nicht von mir. Zumindest weiss ich nichts davon. Und ich wüsste es, das dürft ihr mir glauben. Und wie die Leute darauf kommen, dass wir keine Frauen haben ist mir ein Rätsel. Wir werden zwar älter als Menschen, aber so alt nun doch auch nicht.

Lyrael Caron 14.04.2015, 09:46

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Nun, Ihr könnt Euren Kindern natürlich auch am Tage Geschichten erzählen, das wäre jedoch für einen vielbeschäftigten Vater etwas unüblich, meint Ihr nicht?

Keine Braunbarte also.. Ist das Euer Name? Braunbart?

Lyrael überlegt einen Moment.. Die Geschichte hat sie neugierig gemacht. Würden Hammer und Axt noch immer existieren, würden sie ihrem Besitzer bestimmt besondere Mächte verleihen. Sie nimmt einen weitern Schluck aus ihrem Krug und beugt sich verschwörerisch über den Tresen.

Und Weshalb glaubt Ihr nicht an die Existenz der beiden ältesten Werkzeuge, werter Braunbart?

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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