Kaiserreich
Drachenstein

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Der Silberne Salon

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Als Nera hereingeleitet wird, sitzt Veuxin auf einem Sessel und massiert sich die Schläfen. Er blickt zu Nera und weist auf einen freien Sessel neben sich.

Bitte, setzt Euch.

Nera Kohpardor 16.03.2015, 21:41

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Nera verbeugt sich artig und setzt sich.

Vielen Dank, Exzellenz.

Nun, Nera … die Aufgabe, die ich für Euch hätte …

Er nimmt einen Schluck zu trinken.

… etwas Tee?

Nera Kohpardor 16.03.2015, 21:52

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…gerne, danke.

Nera ist etwas nervös.

Veuxin schenkt Nera Tee ein.

Also … ich hätte vorerst ein paar Fragen, die ich Euch stellen müsste. Ihr wurdet vorhin beobachtet, wie Ihr mit einem Anhänger Syrwanos’ gesprochen habt. Könnt Ihr mir so genau wie möglich schildern, was in diesem Gespräch gesagt wurde? Es ist von eminenter Wichtigkeit für das Reich.
Er reicht ihr die Teetasse.

Nera Kohpardor 16.03.2015, 22:59

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Ach, der alte Mann? Er war etwas unheimlich… Aber ich glaube, da hat man mich mit der anderen Nera verwechselt, ich habe nicht mit ihm geredet. Nur zugehört. Er hat etwas erzählt von Gaben der Götter und dass man sie wertschätzen muss. Mochte den Toten nicht. Das Gericht auch nicht. Und er fand, dass wir nicht verurteilt werden sollten. Irgendwas mit einem Göttlichen, der uns beistehen würde oder sowas. Er hat gefragt, was wir bereit wären, für unsere Freiheit zu tun, aber dann ging die Verhandlung weiter.

Erinnert Ihr Euch an Details? Hat er irgendetwas vorgeschlagen, das … das gegen die Gesetze des Reiches verstoßen würde? Bitte verzeiht, dass ich Euch mit diesen Fragen attackiere, doch davon hängt eine Entscheidung von großer Tragweite ab. Danach reden wir auch sogleich über die Aufgabe.

Nera Kohpardor 16.03.2015, 23:16

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Nera fühlt sich irgendwie unwohl. Sie hat sich das Gespräch etwas anders vorgestellt. Weniger… verhörhaft.

Ich weiß nicht… Ich glaube nicht, dass er irgendetwas direkt vorgeschlagen hat. Es war mehr so allgemeines Geplänkel. Er meinte noch etwas von Moral, die nichts wert wäre? Ich wusste nicht, dass dieses Gespräch so wichtig war, sonst hätte ich mir das besser eingeprägt… Also das direkteste, das er gesagt hat, war dieses »was wärt ihr bereit, für eure Freiheit zu tun«, da hab ich mich schon fast erschrocken. Und er hat eben von Gaben erzählt… und dass er auch eine Gabe hätte? Ja, doch, sowas in der Art. Er wurde gesegnet vom göttlichen oder so. Und dieses göttliche findet Gaben wichtig und will bestimmt nicht, dass wir verurteilt wird und wird uns helfen. Glaube ich.

Danke.

Veuxin massiert sich wieder die Schläfen.

Danke, das sollte helfen.

Aber nun, da wir diesen lästigen Teil hinter uns haben, kommen wir zu den angenehmeren Dingen. Wenn Ihr ungeachtet aller Barrieren etwas tun könnten, was wäre das?

Nera Kohpardor 23.03.2015, 20:42

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Ungeachtet aller Barrieren? Früher hätte ich sicherlich gesagt, Hofdame zu werden, aber nach allem, was in der letzten Zeit passiert ist… Ich denke, die Toten zurückzuholen steht auch außerhalb Eurer Macht, aber vielleicht gibt es irgendetwas anderes – ich möchte gerne irgendwie hilfreich sein. Etwas zurückgeben von all dem, was ich genommen habe. Vielleicht in einem Waisenhaus helfen, aber… das geht wohl schlecht in meinem Zustand.

Sie zuckt kurz mit den Händen.

Morgen Klausur, danach gibts für alle mehr und durchdachtere Antworten.

Ich habe ein Geschenk für Euch, Nera.

Er nickt einem Diener zu, der daraufhin kurz den Raum verlässt und mit einem Silbertablett wiederkommt. Auf dem Silbertablett liegt ein Paar dunkelbrauner Rehlederhandschuhe.

Sie sind mit pelatischer Seide gefüttert, sodass Ihr darin auch bei wärmerem Wetter nicht sehr schwitzen werdet, und imprägniert, sodass Eure Hände darin nicht nass werden. Solange Ihr sonst lange Kleidung tragt … und keine Kopfnüsse verteilt … solltet Ihr damit wenigstens wieder gut unter Menschen arbeiten können.

Nera Kohpardor 03.04.2015, 13:58

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Nera starrt die Handschuhe bewegungslos an. Sie öffnet den Mund und schließt ihn wieder ohne etwas zu sagen. Ihre Augen werden feucht. Noch einmal versucht sie zu reden, und eine kleine Träne bahnt sich den Weg aus ihrem Auge. Schließlich schafft sie es, ein Wort zu hauchen:

…danke.
Niemand hat bisher versucht, mir so zu helfen.

Bitte, probiert sie doch an! Falls sie nicht passen sollten, werde ich natürlich ein Paar in Eurer Größe anfertigen lassen – ich habe mich etwas auf mein Augenmaß verlassen.

Nera Kohpardor 03.04.2015, 19:53

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Zögerlich, beinahe ehrfürchtig greift Nera nach den Handschuhen. Ihre Hand streift einen kleinen Marienkäfer, der sich in den Salon verirrt hatte und ihn nun nie wieder verlassen wird. Nera bemerkt sein Herunterfallen nicht, ihre Augen sind auf ihr Geschenk fixiert, das sie liebevoll streichelt.

Sie sind so weich!
Sie streift die Handschuhe über. Die Seide ist angenehm kühl auf ihrer Haut. Die Finger sind ein wenig zu lang, aber das fällt Nera selbst kaum auf. Sie strahlt den Kaiser an.

Danke, wirklich.

Gerne.

Veuxin streckt seine Hand aus und fährt über Neras Finger.

Seht Ihr? Kein Tod mehr. Und … es ist zwar kein Waisenhaus, aber es geht in die Richtung: Ich würde mich freuen, wenn Ihr im Hospital zum heiligen Tylios mithelfen wollen würdet. Und damit Ihr lernt, Eure Kräfte zu kontrollieren, und vielleicht einmal die Handschuhe nicht mehr tragen müsst, hat sich Ternios bereit erklärt, Euch in der Magie zu unterrichten.

Nera Kohpardor 05.07.2017, 17:32

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Nera zögert kurz, bevor sie es wagt, zu nicken.
Das klingt ganz wundervoll. Exzellenz. Ich würde am liebsten sofort anfangen! 

Dem steht nichts im Wege! Der Hofmarschall wird Euch gerne zum Hospital geleiten, wo er Euch den Schwestern vorstellt. Ternios wird gesondert auf Euch zukommen, um Unterrichtszeiten zu bestimmen.

Nera Kohpardor 07.07.2017, 14:35

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Nochmals meinen ergebensten Dank, Exzellenz. Ich stehe zutiefst in Eurer Schuld. Wenn ich jemals etwas für Euch tun kann – für das Kaiserreich tun kann – bitte, ich… Was auch immer es sein wird, ich werde es tun. 

Dafür danke ich Euch, Nera Kohpardor. Nun …

Veuxin wendet sich an den Diener, der die Handschuhe gebracht hat.
Den Hofmarschall, bitte.
Der Diener nickt und verlässt wieder kurz den Raum. Er kehrt wieder zurück, und nach einer kurzen Dauer, die der Kaiser sich etwas verloren im Salon umsieht und offensichtlich nicht weiß, was er mit der Zeit anfangen soll, betritt Arthur von Hochwald in Begleitung eines weiteren Dieners den Saal. Der Diener kündigt an: »Arthur von Hochwald«, dann verlässt er wieder den Raum.

Arthur verneigt sich vor Nera und dem Kaiser.
Eure Exzellenz, Dame Kohpardor, à votre service!

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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