Kaiserreich Drachenstein

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Wiedersehen bei Vollmond

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Periston d'Angilo 02.03.2015, 20:40

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Kohpardo... es fehlt das r.

stellt Periston fest als er sich dem Lagerhaus nähert. Offenbar ist haben Sonne, Wind und Wetter die Schrift unleserlich gemacht. Der letzte Buchstabe ist gar nicht mehr zu erkennen. Zumindest aus der Entfernung. Immer noch ist der Brief, die gesammte Einladung verwirrend. Wer hat ihm diese geschickt, und wofür?

Als er dem Gebäude näher kommt blickt er sich gut um. Ein neues Rapier hat er genauso wie eine neue Laute in seinem Inventar.

Arthur von Hochwald 02.03.2015, 21:04

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Kein Laut, kein Licht sind aus dem Lagerhaus zu vernehmen. Das Tor des Lagerhauses steht einen Spalt breit offen.

Periston d'Angilo 02.03.2015, 21:24

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Ist es gar das falsche Lagerhaus? Periston bezweifelt dies. Vor allem das fehlende Licht macht ihm Sorgen. Auch sieht er nirgends eine Kutsche oder Pferde. Sein ominöser Brieffreund scheint also entweder abgesetzt worden zu sein, oder zu Fuß oder noch nicht hier. Vorsichtig nähert er sich dem Lagertor und überprüft noch einmal ob das Rapier auch leicht aus der Scheide fahren kann.

Klopf, Klopf.

Arthur von Hochwald 02.03.2015, 21:37

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Aus dem Lagerhaus ist ein raschelndes Geräusch zu hören. Es könnte ein Mensch gewesen sein, aber auch eine Ratte oder eine streunende Katze. Durch den offenen Torspalt fällt ein Strahl Mondlicht auf eine einzelne, goldfunkelnde Münze – könnte es tatsächlich ein ganzer Tuk sein?

Periston d'Angilo 02.03.2015, 23:25

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Oh Gott, das in Verbindung mit Arthur. Nein Periston, heb die Seife nicht auf!

Oh... eine Münze.

Alle Alarmhörner werden in seinem Kopf geblasen. Es ist eine Falle. Eindeutig eine Falle.

Trotzdem geht er weiter in die Scheune. Jetzt um zu drehen würde ihm nichts bringen. Er blickt sich bei jedem vorsichtigen Schritt um. Sein erster Blick fällt direkt hinter die Tür.

Arthur von Hochwald 02.03.2015, 23:51

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:rofl:

Das Tor schließt sich … nicht. Stattdessen öffnet sich ein anderes.

Peristööönchen! Mon dieu, nach all der Zeit!

Mitten im Lagerhaus befindet sich etwas, das wie eine mehr als mannshohe Holzkiste aussieht, und davon wurde soeben ein Seitenteil von einem Diener aufgeklappt. Im gemütlich von mehreren exotisch anmutenden und mit verschiedenfarbigem Glas versehenen Laternen erleuchteten Innern posiert schelmisch und auch ein bisschen stolz grinsend auf einer geradezu skandalösen Vielzahl von Decken und Kissen der Hofmarschall des Kaisers: Durch und durch aufgerüscht und das gepuderte Gesicht gerahmt von einer obszön hohen Perücke. Vor ihm stehen zwei Kelche und mehrere Flaschen edlen, süßlichen Weines sowie diverse Köstlichkeiten wie Nüsse, Gebäck, Zuckerware, und dergleichen mehr.

Wie gefällt Dir mein kleines Maison des Milles Contes?

Periston d'Angilo 03.03.2015, 01:01

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ICH wusste es, aber hey, mein Charakter konnte es nicht wissen.

Ganz blöde Frage, kennst du zufällig Bon Curry? Dein Arthur klingt gerade genauso ^^

Ohje... und ich hatte schon so gehofft, dass es ein paar Orks sind die mir die Beine brechen wollen. Ich könnte weglaufen... wäre aber nicht mein Stil. Außerdem ist er ein Förderer meiner Kunst. Es muss eine elegantere Methode geben.

A..a...Arthur, wie schön dich hier zu treffen... Ich hätte nie gedacht... unglaublich...

Arthur von Hochwald 03.03.2015, 12:12

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Nein, sagt mir leider gar nichts. ^^;

Bitte, setz Dich doch zu mir und fais comme chez toi, damit ich Dir denn Sinn dieser meiner kleinen Charade erläutern kann.

Arthur tätschelt ein freies Kissen neben sich.

Periston d'Angilo 03.03.2015, 17:02

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Ist ein Transvestit Charakter aus dem Manga One Piece. Der spricht auch so. (Ja die Japaner schaffen es einfach schräge Charaktere zu machen)

Aber gerne doch...

In Peristons Hirn arbeitet es, während er sich zu ihm begibt und sich neben Arthur setzt... mit einer guten Handbreite Abstand.

Achso. Nein, als Arthur die Bildfläche betrat, hatte ich von One Piece noch nie was gehört. Er ist vielmehr an den [url=http://www.friedrich-schiller-archiv.de/charakterisierung/kabale-und-liebe-figuren/charakterisierung-hofmarschall-von-kalb-schiller-kabale-und-liebe/]Hofmarschall von Kalb[/url] aus Schillers Kabale und Liebe angelehnt. Der spricht auch so. :D

Aber, aber, nicht so schüchtern!

Überschwänglich schenkt Arthur Periston vom Wein ein, während der Diener das Seitenteil der Holzkiste wieder zuklappt.

Nun will ich Dich aber nicht weiter auf dieser tour de obscurité verweilen lassen, sondern mich sogleich explizieren.

Mon dieu, Periston! Das Schicksal, welches ich encouriere, ist ein ganz und gar furchtbares! Tag um Tag die gleichen Visiten, die gleichen Sentencen und Personen! Periston, es seht mein Herz sich so sehr nach exotischen Circonstancen et d’autres choses semblables! Nun dachte ich mir, Arthur, dachte ich mir, wie könntest Du aus dieser Monotonie entfliehen? Und sogleich kam mir ein Gedanke leichtfüßig dahergeflogen, von solcher Exquise, solcher Romantik und Sehnsucht, ach—! Wie wäre es, so dachte ich mir, würdest Du mir des Nachts de temps en temps eine jener zahlreichen Geschichten erzählen, die Du auf Deinen mannigfaltigen Voyagen gehört und erfahren hast, hier, in diesem kleinen Maison des Milles Contes? Doch ist mir natürlich gewiss, so sehr Du mich auch trägst dans ton cœur, so sehr hat auch für Dich Dein teurer Schlaf einen Preis. Und so, dachte ich mir, möchte ich mich fürstlich revanchieren – mit einem Tuk pro Nacht und Geschichte.

Arthur reicht Periston in Vollendung den Weinkelch.

Nun, comment ça sonne pour tes oreilles drôles?

Periston d'Angilo 03.03.2015, 18:01

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Ich kann kein Französisch. ;( *Google Übersetzer zu Hilfe nimmt* :)

Ich fühle mich gerade so wie Scheherazade, nur dass ich mir Geschichten einfallen muss um schlimmeres als den Tod zu entkommen.

Das Angebot klingt verlockend. Zumindest wenn es wirklich nur um Geschichten geht. Jedoch hat Periston seine ersten Zweifel bei diesem Mann. Schon vor einiger Zeit ist er Arthur nur knapp entkommen und dieses verlassene Plätzchen hier,... da wird ihn bestimmt niemand schreien hören. Ich muss noch irgendwo Schlafpulver und Rauschkräuter bei mir haben. Wenn ich es schaffe eine Geschichte zu erzählen und die Mittelchen ihm zwischendurch unterjubeln kann, dann schläft er, ist glücklich und ich kann raus. Soweit der Plan. Periston nimmt den Weinkelch entgegen.

Ein überaus großzügiges und interessantes Angebot. Und wie ich sehe wird sogar für Speis, Trank und Bequemlichkeit gesorgt. Auf was für eine Art von Geschichte würde es Euch denn gerade glüsten?

Falsche Wortwahl...

Hey, ich versichere hoch und heilig, dass Arthur wirklich nur Geschichten hören will. ^^

Ich dachte für den Anfang an etwas … abenteuerliches! Kämpfe! Rätsel! Quelque chose comme ça.

Periston d'Angilo 05.03.2015, 04:19

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Periston wird sich trotzdem nicht nach dem Tuk bücken solange Arthur wach ist :P

Mhmm, lasst mich ein wenig nachdenken... ja, warum nicht.

Periston beginnt sich zu räuspern und beginnt seine Erzählung.

Ich möchte Euch von einem fernen Land erzählen, weit weg vom Kaiserreich. Um vieles anders als das unsere, und doch gleicht es sich auf andere Arten. Dieses Land besteht aus vielen Inseln, hunderte von ihnen welche verteilt sind auf dem weitem Meer. Diese große Verteilung von Inseln macht es den dortigen Herrschern unmöglich ihre gesamte Bevölkerung zu regieren und so entstanden dort unzählige Piraten welche von Insel zu Insel fuhren und die fahrenden Schiffe ausraubten. Für jeden Piraten den sie hängten so schien, kamen zwei neue nach. Das Land versank in Bitterkeit und Anarchie. Doch wo es Not gibt, werden auch Helden geboren. Diese Geschichte, von der ich Euch erzählen möchte, handelt von solch einem Helden. Mit dem Namen Elias Cole und seine eisernen Fäuste.

Hält eine kurze Kunstpause inne um zu sehen wie die Geschichte ankommt.

Arthur klatscht begeistert in die Hände.

Ganz reizend! Exquisit! Bitte, fahrt fort!

Periston d'Angilo 17.04.2015, 18:46

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Antwort war längst fällig.

Elias Coles Heimat ist die Marine. Schon als Kind hat er in ihr gedient, als kleiner Schiffsjunge, wenn man einen Burschen von zwei Metern klein nennen möchte. In ihr wuchs er auf, lernte Recht und Unrecht zu unterscheiden und stählte seinen Körper. Sprichwörtlich, den seine Fäuste bestehen aus hartem Eisen, mit welchen er jeden Schurken niederstrecken kann der ihm in die Quere kommt. Ein Riese mit Eisenfäusten also, mit flammend roten Haaren und Bart, ruhigen Augen und einer gutmütigen Seele.

Eines Tages bekam Elias Cole mit den anderen Leuten seines Schiffes den Auftrag nach Port Angasta zu segeln. Die einzige kleine Siedlung auf einer abgelegene Insel in welcher sich nicht einmal abgetriftete Fischer verirren würden. Von dieser Insel wurde ein Hilferuf gemeldet. Piraten sollen in der Nähe gesichtet worden sein und kurz darauf kam keine Nachricht mehr. Zusammen mit zwanzig Mann fuhr er auf einer Kogge nach Port Angasta. So weitab von sämtlichen Routen sie auch war, so war sie doch nicht zu verfehlen, denn die gesuchte Insel, wenn auch nicht viel größer als die Siedlung selbst, ist die einzige am Horizont. Klein und unbedeutend, in der Tat. Sogar die Möwen scheinen sie zu meiden. Die Bewohner ernähren sich vom Fischfang, so weiß man, und verkaufen das wenige Bauholz welches sie in ihren Wäldern schlagen.

Elias Cole verschränkte seine mächtigen Arme ineinander und inspizierte die immer näher kommende Insel aufmerksam. Und mit jedem Knoten den sie sich ihr nähern, ist er sich sicherer, dass sie eigene Geheimnisse zu haben scheint.

Seine Gefühle scheinen sich zu bestätigen als sie sich der Siedlung nähern. Direkt vor der Hafeneinfahrt ragt der Mast einen Schiffes, schwarz von schwelendem Feuer aus der See heraus. Der Grund ist nur wenige Längen unter der Wasseroberfläche, und so können am Grund die Reste eines Kaperschiffes gesehen werden. Hier und da werden noch Fetzen von Tuch und Kleidung erkannt, die scharfen Augen der Matrosen machen am Strand den ein und den anderen angespülten Leichnahm aus welcher von den Bewohnern der Siedlung auf Scheiterhaufen gebracht werden. Die Siedlung selbst hat selbst einige Schäden abbekommen. Einige Häuser waren in Brand geraden und die Schiffe im Hafen wurden auch in Mitleidenschaft gezogen. Doch alles in allem hat Port Angasta den Angriff der Piraten gut überstanden... oder etwa doch nicht?

Die Kogge von Elias Cole legt am Steg an. Eine Menschenmenge hat sich bereits versammelt. Bärtige Männer welche breit grinsend den Marinesoldaten entgegen lachen, Frauen welche schüchtern hochschauen und ein Berg aus Fett und Muskeln welcher ihnen zuruft "Ihr kommt spät! Aber wir wollen Euch verzeihen!"

Lautes Gelächter ertönt, als der dicke Mann weiter spricht. Seine fleischigen Lippen befinden sich in einem wilden Gewirr aus schwarzen Barthaaren, seine Augen liegen direkt unter den nicht minder buschigen Augenbrauen versteckt.

"Wir haben die ganze Arbeit für Euch schon erledigt, ihr könnt ebenso gut wieder ablegen wenn ihr wollt."

Elias Blick bleibt warm und unbeeindruckt. Er lächelt und spricht: "Ich beglückwünsche Euch zu Eurem Sieg. Wenn Ihr erlaubt, so würde ich gerne hören wer Ihr seid und wie ihr es geschafft habt die Piraten zu versenken."

Raues Gelächter folgt und der Bärtige kratzt sich am Kinn. "Na gut, dann bleibt und seid unsere Gäste, dann erzählen wir Euch davon. Man nennt mich Parados den Bärtigen und ich verwalte diese Siedlung."

Lächelnd nimmt er die Einladung ein, nicht wissend, dass Elias Tod bereits geplant wird.