Kaiserreich
Drachenstein

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Privataudienz mit Rhogan.

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Aber Zwerge haben ja Ehre, sehr viel davon, sogar. Meiner Meinung nach teilweise etwas zuviel, aber das ist ein anderes Thema. Ehre ist bedeutungslos für mich. Ich handle nach meiner Sicht der Welt, nicht danach, wie ich will, dass andere, irgendwelche Kodizes eingeschlossen, mich sehen.

Ich lebte fast zwei Jahrhunderte unter ursprünglichen Orks. Ich wanderte zu Parns Schrein und begegnete währenddessen dem Sohn eines Orkhäuptlings, mit dem ich sehr gut befreundet war. Ich kenne die Lebensweisen und -weisheiten der Orks. Dennoch bin ich gerne gewillt, Euren Stamm zu besuchen. Schon lange sprach ich Eure Zunge nicht mehr.

Eine Wahrheit würde ich diese Einstellung übrigens nicht nennen, sie ist eine Weisheit, und Weisheiten erweisen sich ebensogut manchmal als falsch, wie sie manchmal als richtig gelten. In Drachenstein haben wir die jahrtausendealte Weisheit der Gleichheit der Völker, und auf dieser basiert unsere Zivilisation mit all ihren Errungenschaften. So werden wir unsere Weisheit kaum fallenlassen. Nun habt Ihr die Wahl, Euch in unsere Weisheiten zu begeben oder zu gehen. Wenn Ihr sie lediglich respektiert, so könnt Ihr unserer Gemeinschaft nicht zuträglich sein.

Rhogan 31.10.2008, 17:02

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Ihr müsst euch gut bewiesen haben, wenn man euch unter den Orks geduldet hat. Vielleicht habt Ihr das ein oder andere erlebt, was wir heute nur noch bei einem Lagerfeuer besingen. Dies würde mich ehrlich interessieren.

So wie Ihr die eure Weisheit habt, so haben wir die unsere. Ich könnte heute vor euch mit meinen Brüdern diese Weisheit schwören lassen, doch dann wäre sie nicht ehrlich, sondern wir würden sie nur aufsagen, da wir dazu gezwungen wären. Doch sowohl Ihr als auch ich wollen ehrlich miteinander sein. Und die Wahrheit ist, dass wir nicht so denken. Wir können sie respektieren und danach handeln, aber wir können sie nicht einfach so glauben. Wenn Ihr wollt, kann ich mich mit meinen Orks mit dieser Weisheit befassen. Doch jeder Ork muss alleine entscheiden ober diese Weisheit annimmt oder ablehnt. Unabhängig davon werden sie danach handeln. Und ich werde keinen von meinem Volk zu einem Glauben zwingen. Das ist alles was ich euch zusagen und versprechen kann. Den Willen werde ich meinen Orks nicht nehmen.

Rhogans rauen Worte enden nun. Es liegt nun an diesem Kaiser zu entscheiden. Wenn er einverstanden ist, wird er seinen Orks diese vorherrschende Meinung mitteilen. Wenn nicht… so wäre es der Wille Gorrads, den Gottes der Jagd, des Ruhms und der Weisheit.

Ich befürchte, dass es Euch nicht möglich sein wird, mit dieser Meinung in unserer Gemeinschaft Fuß zu fassen. Und welchen Nutzen habt Ihr dann für selbige?

Rhogan 31.10.2008, 18:09

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Ihr versteht mich falsch.
Ich meine, dass ich diese Weisheit, die hier umhergeht von der Gleichheit der Völker, zu meinem Stamm tragen werde und diese ihnen mitteile. Wir werden danach handeln, doch ob sie ein Ork auch glaubt oder nicht, muss jedem selbst überlassen werden.

Ich befürchte, dass Ihr, solltet Ihr dieses Fundament unserer Gemeinschaft nicht verinnerlicht haben, nichts zu selbiger beitragen könnt oder wollt.

Rhogan 01.11.2008, 13:35

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Ich kann und werde keinen meiner Orks dazu zwingen diese … »Weisheit« von euch zu glauben!

Wieder spürte Rhogan den uhralten Instinkt in sich. Das Feuer der Kampfeslust, wie es in ihm loderte. Das Blut welches in ihm pulsierte und seine fast schon eingefallenen Muskeln wieder mit neuem Leben füllte.
Was wollte dieser Vampir von ihm? Dieser wünschte sich wohl perfekte Einwohner für das Bild seines Landes welches er sich gemacht hatte. Er konnte jetzt gar nichts mehr tun. Die Götter mögen nun entscheiden.

Und ich kann und werde genauso keinen dazu zwingen, diese Wahrheit zu glauben, doch solltet Ihr sie nicht glauben, so muss ich Euch leider bitten, das Land zu verlassen. So sind die Regeln, und dies ist unser Land, also habt Ihr und Eure Gefolgschaft unseren Regeln zu folgen. Die Entscheidung liegt bei Euch.

Rhogan 01.11.2008, 23:41

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Rhogan steht auf. Er stützt sich dabei auf seinen Stab. Weniger wegen seines Alters, sondern um daran Halt zu suchen.

Ich kam mit guten Absichten hier her. Ich war bereit einige Bedingungen an zu nehmen. Doch werde ich den freien Willen der Orks niemals opfern. Lebt wohl.

Nun, wie soll ich sagen, Rhogan? In unserer Welt ist kein Platz für die Überheblichen. Lebt wohl – ich wünsche Euch eine gute Zukunft in den Westländern.

Rhogan 02.11.2008, 14:55

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Rhogan will schon gehen, stoppt dann abrupt und dreht sich noch einmal um.

Ihr meint wohl, es herrscht kein Platz für jene, die euch nicht blind gehorchen. Hochmut hat so manchen schon zu Fall gebracht. Die älteste aller Ork-Legenden berichtet davon.

Rhogan setzt seinen Weg fort und geht raus aus dem Palast.

Veuxin murmelt etwas von »Intelligenzleistung eines Sandwurms« und »Verdammte Westbarbaren«, bevor er sich eine Tasse Tee zukommen lässt.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2020.
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