Kaiserreich
Drachenstein

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Vollmond

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Elisabeth 04.09.2008, 18:11

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Feine strahlen zogen sich durch die dunklen Wolken der Nacht. Als Der Mond den Kampf mit den Wolken gewonnen hatte, stand nur noch er als dicke weiße Kugel am finsteren Nachthimmel. Der See unter ihm war pechschwarz und spiegelte den Mond wieder. Ein kreischen zeriss die Stille und das Mondlicht fiel auf eine weiße Figur die sich am See krümmte. Ihre roten Augen blickten stumm zum Mond.
Sie drehte ihren Kopf mit einer blitzschnellen Bewegung und fasste eine Herde Schafe ins Auge. Ein listiges lächeln umspielte ihre Lippen und sie stand mit einer geschmeidigen Bewegung auf. Die Schafe bemerkten nichts als sie angegriffen wurden und eine weiße, wunderschöne Figur ihnen hinterherjagte.
Der See stand still da und ließ das blutige Bild auf eine Weise grausamer wirken.

Dunam 04.09.2008, 18:16

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Dunam sitzt auf einen kleinen Felsen und grübelt über einige Dinge nach. Plötzlich erblickt er eine weiße Gestalt zwischen den Herden umherrwetzen. Ein leichtes Lächeln umspielt seine Mundwinkel. Langsam steht er auf und geht zu der aufgeschreckten Schafherde.

Ein wundervoller Vollmond! Was sagt ihr dazu, meine Liebe?

Elisabeth 04.09.2008, 18:22

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Hatte da jemand gesprochen? War das möglich? Langsam ließ sie das Schaf in ihren Armen sinken und hockte sich hin. Die Zähne gebleckt und Blut verschmiert sah sie sich schnell um, und erblickte jemanden. Der Mann stand etwas enfernt von ihr und sah sie lächelnd an. Elisabeth machte schmale Augen und starrte zurück. Was sie zum Mond sagte?Pah! Sie dürstete nach Blut wen interessierte der Mond? Trotzdem sie lächelte und wischte mit ihrer Hand das Blut von ihren Wangen und ließ das tote Schaf fallen. Langsam ging sie auf ihn zu.

»Der Mond ja, er ist heute besonders hell. Was tun sie hier?«

MIt einer schnellen Bewegung war sie bei ihm und versuchte ein Gesicht zu erkennen.Mit zusammengekniffenen Augen blickte sie ihn an.

Dunam 05.09.2008, 01:18

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Dunam muss ein Grinsen verbergen, als er seinen Blick über die entblößte Figur seiner Gegenüber schweifen lässt. Das Aufblitzen in ihren Augen ist ihm Warnung genug.

Nun meine Liebe. Ich habe am See über allerlei Dinge nachgedacht, bis ich ihre liebreizende Gestalt sah. Entschuldigt mir die Frage, aber is euch denn nicht kalt?

Dunam nimmt seinen Umhang ab und legt ihn sanft über die blassen Schultern.Mit einem zufriedenen Lächeln tritt er wieder zurück

Das is doch bestimmt schon viel besser.

Elisabeth 05.09.2008, 13:43

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Ich hatte mir keine Gedanken über ihre Kleidung gemacht

Elisabeth sieht an sich herunter und zuckt gleichgültig die Schultern. Trotzdem nimmt sie den gereichten Umhang dankend an.

»Ja, danke, doch warum sitzen sie bei Vollmond hier?Und was wollen sie?«

Elisabeth legt den Kopf schief und schiebt die Oberlippe zurück, ihre Zähne funkeln im Mondlicht.

Dunam 05.09.2008, 17:48

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Beim Anblick von Elisabeths Zähnen beginnt Dunam kurz zu lachen. Als er sich wieder beruhigt hat sieht er sie liebevoll an und streckt ihr seinen Arm entgegen.

Was ich hier wollte ist unwichtig. Kommt, ich bringe Euch zu einem ruhigen Plätzchen. Dort könnt ihr Euch etwas ausruhen. Ihr seht erschöpft aus.

Elisabeth 05.09.2008, 17:54

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Misstrauisch sieht sie den Arm an und überlegt. Schließlich lässt sie ihre kalten Finger über den Arm wandern und spürt sein Blut durch die Adern pochen. Sie grinst und nimmt seine Hand.

»Seid gewarnt, ich weiß mich zu wehren mein Herr.«

Dunam 05.09.2008, 18:06

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Dunams Lippen umspielt abermals ein Lächeln.

Werte Dame, ich bin mir dessen vollauf bewusst, dass Ihr euch verteidigen könnt, wenn es sein muss. Aber ich kann euch versichern, dass Ihr heute Nacht nichts zu befürchten habt.

Dunam hackt sich bei der Vampirin ein und geleitet diese sicher durch den dunklen Wald. Immer wieder kann man die Schreie von Eulen und anderen nachtaktiven Tieren hören. Das Knacken der Äste verleiht dem ganzen eine düstere Atmosphere.
Nach einiger Zeit kommen die beiden zu einer großen Eiche. Dunam lösst sich von der Vampirin und tastet den Baum kurz ab. Daraufhin ertönt ein leises Klicken und eine helle Öffnung zeigt sich zwischen den Wurzeln.

Nach Ihnen meine Liebe. Das dort unten ist wahrscheinlich genauso bequem wie der Palast des Kaisers.

Elisabeth 05.09.2008, 18:09

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Elisabeth grinst, blickt noch einmal zu dem Herrn und legt die Hände in die Hüften.

»Ich hoffe um meinetwillen das dort unten kein allzu grelles Licht aufleuchtet.«

Dunam 05.09.2008, 19:15

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Ihr braucht euch absolut keine Sorgen machen. Das Licht ist kaum heller als dieser wundervolle Mond. Ich selbst bin eher ein Nachtmensch.

Elisabeth 05.09.2008, 19:21

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Sie sieht in den hellen Raum und tritt ein. Und wahrlich das Licht war nicht zu hell.

Dunam 05.09.2008, 19:28

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Dunam folgt der Vampirin in seine kleine Residenz, wie er seinen Unterschlupf gerne nennt. Er tritt in einen langen dunklen Gang, welcher nur von kleinen Fackeln beschienen wird. Ein Läufer ziert den Gang und verleiht dem ganzen eine majestätische Ansicht.
Dunam hackt sich wieder bei der Vampirin ein und führt diese zu einer großen Eichenholztüre. Er sperrt diese auf und bedeutet der Vampirin hineinzugehen.
Die beiden befinden sich in einem gemütlichen Wohnzimmer. Ein Bärenfell liegt vor einem brennenden Kamin, große Sessel stehen herum. Ein kleiner Schachtisch ist ebenfalls zu erkennen.
Die Vampirin setzt sich auf einen Sessel vor dem Kamin und sieht sich begeistert um. Dunam schenkt währendessen zwei Gläser Brandy ein. Eines davon reicht er der Vampirin.

Na was sagen Sie dazu meine Liebe. Mit soetwas haben Sie sicherlich nicht gerechnet.

Elisabeth 05.09.2008, 19:31

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Anerkennend sieht sie sich um.

» Sie wissen das ich ein Vampir bin?Doch wo bleibt ihre Angst?«

Dunam 05.09.2008, 19:36

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Natürlich weiß ich, dass Ihr eine Vampirin seid. Dennoch bin ich der Meinung, dass Ihr mir nichts antun werdet. Deshalb habe ich keine Angst.
Sie wollen wissen warum ich das hier tue? Haben Sie sich schon einmal selbst angesehen? Kein vernünftiger Vampir greift wahllos eine Herde Schafe an. Was Ihr braucht ist eine Ausbildung, ihr bewegt euch noch viel zu ungelenk.

Elisabeth 05.09.2008, 19:39

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Elisabeth zieht die Augenbrauen zusammen und verschränkt die Arme vor der Brust.

»Ihr hättet nicht so ein großes Mundwerk wenn ihr wüsstet was ich für Qualen ertragen habe. Und ich denke das ich selbst wissen kann was gut ist und was nicht, und ob ich euch angreife liegt ganz bei euch. An euerm Verhalten. Fasst das als Drohung auf.«

Dunam 05.09.2008, 19:46

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Entschuldigt, meine Liebe, falls ich Euch mit meiner Wortwahl beleidigt habe. Das war nicht in meinem Sinne.

Blitzschnell steht Dunam hinter der Vampirin und hält ihr ein Messer an den Hals.

Seht ihr. In Euren verdutzen Augen kann ich erkennen, dass ihr damit nicht gerechnet habt. Lektion 1: Immer wachsam sein. Egal in welcher Situation.

Dunam nimmt das Messer von der Kehle der Vampirin.

Es tut mir Leid, meine Liebe, aber ich glaube ihr wisst was ich vorhin meinte, dass ihr eine Ausbildung braucht.

Elisabeth 05.09.2008, 19:51

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Blitzschnell steht Elisabeth von ihrem Stuhl auf und ist nur Zentimeter entfernt von seinem Gesicht.

»Ich bin garnicht mal abgeneigt einzuwilligen. Doch versteht das ich nicht einverstanden damit bin das ihr mir ein Messer an die Kehle haltet. Ich bin noch immer eine Dame.«

Elisabeth fletscht die Zähne und sie dreht sich um.

»Ich bin Elisabeth.«

Dunam 05.09.2008, 20:00

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Dunam muss lächeln. Elisabeth. Ein schöner Name.

Dunam. Ich bin in meinem Arbeitsraum. Seht Euch solange hier um. Das Gästezimmer dürfte gerade frischbezogen worden sein. Nehmt euch aus dem Schrank dort passende Kleider.
Achja im Untergeschoss befindet sich ein Baderaum. Für den Fall, dass Ihr euch waschen möchtet.

Daraufhin verschwindet Dunam aus dem Wohnzimmer und marschiert eiligen Schrittes zu seinem Arbeitszimmer. Dieses betritt er mit einem breiten Lächeln. Elisabeth…

Elisabeth 05.09.2008, 20:06

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Finster schaut sie ihm nach und wartet bis er weg ist. Danach schlendert sie teilnahmslos in dem Zimmer umher. Elegant geht sie aus dem Zimmer besorgt sich ein rotes Kleid und nimmt ein langes Bad.
Nach einer Ewigkeit schlendert sie zum Arbeits zimmer und klopft. Sie hört nichts und geht rein.

»Was jetzt?«

Dunam 05.09.2008, 20:11

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Dunam schaut auf. Elisabeth. Ein kurzes Lächeln blitzt auf.Daraufhin steht er auf und geht an Elisabeth vorbei. Sie duftet einfach unglaublich.

Komm. Wir gehen in die Kuppel.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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