Kaiserreich
Drachenstein

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Ja oder Nein!

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Welchen Anfang? ^^

Hm, das hängt von vielen Dingen ab. Zuerst würde ich mir aus Prinzip kein iPhone kaufen, aber ich gehe mal vom aktuellen Flaggschiff-LG oder sowas aus. Tadellos funktionieren? Da muss man unterscheiden, ob es hinsichtlich Hardware noch tadellos funktioniert – meistens ja – oder hinsichtlich Software – und hier meistens zwar nicht nach einem, aber nach zwei oder drei Jahren nein. Und das ist für mich ein Grund, ein neues Smartphone zu kaufen, wenn ich nicht mehr auf neue Android- oder App-Versionen upgraden kann. Erstens, weil das den Funktionsumfang mit der Zeit merklich mindert, und zweitens, weil es ein Sicherheitsrisiko ist. Und dann muss ich noch dazu sagen, dass ich sehr schlecht im Sachen wegschmeißen bin, und vor allem bezüglich Sachen, zu denen ich eine emotionale Bindung aufgebaut habe, wie ein Handy. Es ist also wahrscheinlicher, dass mein altes Smartphone in einer Schublade landet. ^^ Also prinzipiell die gleichen Kriterien, die auch auf PCs zutreffen. Ich habe noch meinen ersten PC und er funktioniert auch noch, aber ich würde den Teufel tun, mit Windows 95 und IE 4 irgendwelche Websites anzusteuern.

Neue Frage: Gehst Du oft in die Oper?

Ist doch einfach: Wenn alles die Folge von etwas ist und es keine Zufälle gibt, dann muss es eine initiale Ursache gegeben haben. Ansonsten verlagerst du die »Antwort« auf diese Frage einfach nur immer eine Ebene weiter nach hinten. Damit würdest du einen »Nichtanfang« propagieren, also ein ewiges (nicht zu verwechseln mit Unendlich) Universum. Und damit würdest du denen widersprechen, die sagen, das Universum sei ca. 14 Mia. Jahre alt. Denn von etwas, das keinen Anfang hat, ein »Alter« zu nennen, ist unsinnig. Oder nicht?
iPhone war nur das Beispiel mit der höchsten Fluktuationsrate die ich kenne.
Nein. Ich bin erst einmal an einer Oper vorbeigelaufen und habe ich es nicht mal gemerkt. Das war in Mailand.

Wenn du wüsstest, dass etwas richtig ist und ein Freund macht oder sieht es total anders, würdest du _versuchen_ ihn auf irgendeine Weise von deiner Ansicht zu überzeugen?

Achso, der Urknall. »Das Universum ist ca. 14 Milliarden Jahre alt« wird gerne missverstanden, weil es suggeriert, dass davor auch irgendwie schon Zeit vergangen ist. Zeit und Masse können jedoch nicht unabhängig voneinander existieren, d.h. die Existenz der Zeit begann erst mit dem Urknall. Deswegen muss es auch keine initiale Ursache gegeben haben. Das Universum an sich ist statisch.

Natürlich, solange es ein rationaler Diskurs ist und nicht nur eine Diskussion – dann kann ich entweder jemanden von meiner Position überzeugen oder jemand überzeugt mich von seiner Position. In beiden Fällen findet ein erstrebenswerter Erkenntnisgewinn statt.

Wärst Du gerne mal auf dem Mond?

Mond. Ja, wäre ich schon, irgendwie. Auch wenn ich ziemlich Schiss hätte. Aber z.B. die Erde »aufgehen« zu sehen, das muss ein Anblick sein, dagegen wüde ich vermutlich sogar die Erfahrung einer totalen SoFi eintauschen.

Ich gebe die Frage mal weiter. Und um die anregende Diskussion nicht gleich absterben zu lassen, erlaube ich mir sie zu verlagern.

Ja, absolut! Mit einem Teleskop, bitte. Und dann Nebel und Planeten anschauen ohne Seeing.  

Ist Dir schon mal eine Festplatte kaputtgegangen?

Ja, absolut! Mit einem Teleskop, bitte. Und dann Nebel und Planeten anschauen ohne Seeing.
Das verstehe ich nicht wirklich.

Im Geschäft, ja. Und privat hat sie »komische Geräusche« gemacht.

CD (MP3) oder Vinyl? Und warum?

Seeing nennt sich dieses Flimmern, das entsteht, wenn atmosphärische Turbulenzen durch verschieden warme Luftschichten unterschiedliche Brechungsindizes für das Licht erzeugen. Also der Grund, warum die Sterne funkeln. Wenn es keine Atmosphäre gibt, wie etwa auf dem Mond, entfällt das. Man kann es sich ungefähr vorstellen, als würde man eine Münze auf dem Boden eines Schwimmbeckens mit dem Feldstecher beobachten wollen. Das geht gerade noch so, wenn die Wasseroberfläche ganz ruhig ist (man spricht dann von gutem Seeing), aber je turbulenter sie ist, desto schwieriger wird es.  Wenn man aber das Wasser aus dem Schwimmbad entfernt, kann man auf einmal die Münze mit dem Feldstecher sehr genau beobachten. Seeing ist auch der größte limitierende Faktor, den wir heute bei Teleskopen haben. Deswegen macht Hubble so gute Bilder, obwohl es nicht so groß ist: Weil es außerhalb der Atmosphäre ist.

Ja. (Falscher Thread. ^^) Nein, Vinyl. Weil ich den haptischen Aspekt mag.

Würdest Du illegal ein Auto runterladen, wenn es ginge?

Cara d'Anjalia 03.04.2015, 01:06

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(…ich würde diese Frage gerne beantworten, aber da kann nichts gutes bei rauskommen.  ^^)

Wenn das ginge, wäre es in der Schweiz eh erlaubt, wie mit Büchern, Musik etc.
Aber wenn es illegal wäre würde ich es nicht machen.

Bin zu müde, gebe die Frage weiter.
Gute Nacht

Avinash Volmar 04.04.2015, 00:33

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Mhm, nein. Einerseits weil es illegal wäre und außerdem, weil ich mit einem illegalen Wagen schneller erwischt werden würde. 

Kann es sein dass du LeFloid's Nachrichten über den neuen 3D-Drucker gesehen hast Veuxin?

Wenn ihr zu einem entscheidenden Punkt in Eurem Leben zurückreisen und ihn ändern könntet, würdet ihr dies tun? 

Nee, hab ich nicht. Ich weiß zu meiner Schande nicht mal, was LeFloid ist. ^^; Ich bin nur generell sehr interessiert an 3D-Druckern, und »you wouldn’t download a car« ist ein verbreitetes Internet-Meme.

Hm, schwierige Frage. Ich … momentan ja. Aber ich weiß überhaupt nicht, ob das irgendetwas zum Guten ändern würde. But then that’s the point, I suppose.

Gibt es irgendwelche Menschen, die eurer Ansicht nach die Todesstrafe verdient haben?

Der erste Impuls ist JA, aber eigentlich nein, Verwahrung bis zum Tode wäre mir lieber, das eröffnet denen gewisse Möglichkeiten.

Ich gebe weiter.

Avinash Volmar 04.04.2015, 22:52

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Ja. Und genau wegen meiner Ansicht würde ich davon abraten mir jemals eine Position an zu vertrauen bei der ich so etwas entscheiden dürfte. Manchmal machen mich bestimmte Menschen krank und ich frage mich warum es sie weiter geben sollte.

Ich gebe die Frage mal weiter, weil wir sonst in einer Dreier-Rotation fest sitzen ^^

Absolut nicht. Meines Erachtens hat kein Mensch den Tod verdient, egal wie schlimm das war, was er getan hat. Dazu kommt, dass ich mir damit anmaßen würde, fehlerfrei in meinem Urteil zu sein. Und nicht zuletzt empfinde ich Bestrafung nicht als sinnvoll.

Würdest Du Dein Leben opfern, wenn Du damit die nächsten zehn Millionen Menschen, die sonst sterben würden, retten könntest?

Eilonwy 08.04.2015, 11:53

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Tricky, weil ich instinktiv fragen wollte, wer diese Menschen sind, aber moralisch gesehen, sollte das wohl egal sein. 
Deshalb, irgendwie wohl egoistischerweise – Nein. Ich lebe ziemlich gerne. 
Wobei…zehn Millionen sind schon exorbitant viele.


Hört auf mich zu verurteilen.  
Ich gebe die Frage weiter.

Vielleicht muss man die Frage mal umdrehen.. Im Umkehrschluss würde das ja bedeuten, dass ich, um zu überleben, zehn Millionen andere Menschen umbringen müsste. Nein, das würde ich nicht tun. Dann doch lieber noch einen super schönen letzten Tag erleben und abtreten. Und mir die ewige Dankbarkeit von zehn Millionen Menschen sichern. (Vorausgesetzt die wissen überhaupt, dass ich ihre Leben gerade gerettet habe? )

Aber wenn es nun nicht zehn Milliarden wären? Nur einer? So wie bei Saw? Also neue, etwas abgeänderte Frage: Würdest du (eigenhändig) einen Menschen töten (den du nicht kennst), damit du selbst überleben kannst?

Avinash Volmar 13.04.2015, 16:00

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Hört mir blos auf mit Saw, schon der erste Film war von den Beweggründen des Täters her unlogisch. Oder kann mir jemand sagen warum der Pfleger vergiftet und erpresst wurde, womit er das »verdient« hatte?

Ich muss bei der Frage ein wenig an die Kurzgeschichte (oder Film, je nachdem) »The Box« denken. 
Deshalb, wirklich ohne weitere Informationen, würde ich nein sagen. Gebe die Frage weiter.

Leh Goni 13.04.2015, 16:06

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Da ihr nicht wissen wollt, wozu Menschen tatsächlich fähig sind schlage ich vor, dass wir solche Themen eher meiden. Ich behaupte dass jeder Mensch, genügend Druck vorausgesetzt, zu praktisch allem in der Lage ist. Ich weiss, dass mir die meisten hier nicht zustimmen werden, und das ehrt euch gewissermassen. Aber ich bin mir genauso sicher, dass die meisten von denen selber keine Familie/Kinder haben. Und nein, man kann sich das nicht »vorstellen wie es wäre«. So ein neuer Mensch ändert einfach alles. Die die es wissen, denen braucht man es nicht zu erklären. Und die die es nicht wissen, denen kann man es nicht erklären.
Ich nehme für mich selber auch in Anspruch, gestützt durch Aussagen Dritter, ein sehr friedliebender Mensch zu sein. Und ab hier herrscht Schweigen.

Da ihr nicht wissen wollt, wozu Menschen tatsächlich fähig sind […]
Wollen wir nicht? Ich denke, wir wollen und wir müssen sogar. Gerade in Zeiten des Internets gibt es für Lieschenmüllertum und die daraus resultierende Naivität keine Entschuldigung mehr. Wer die Verantwortung tragen möchte, die eine Gesellschaft, die ihn für zurechnungsfähig hält, mit sich bringt, der soll sich der gesamten Bandbreite der möglichen Konsequenzen seines Handelns bewusst sein. Und wer sich dem nicht aussetzen will, der sollte sich aus dem Gesellschaftsdiskurs besser ausklinken.

Insofern schlage ich vor, dass es an jedem selber ist, ob er solche Themen – auch hier – meidet oder nicht. Man kann ja auch mal getrost auf eine Frage nicht antworten, sondern warten, bis wieder eine Frage kommt, auf die man antworten möchte.

Und nun zur Frage selber: Prinzipiell ja. Ich müsste lügen, wollte ich sagen, dass mir mein eigenes Leben nicht mehr Wert sei als das Leben einer Person, die ich nicht kenne. Natürlich kommt es viel auf die Situation an. Wie rational kann ich denken? Welche Art von Sterben wird gegen welche Art von Sterben eingetauscht? Ist es sicher, dass ich damit das Leben der anderen Person rette? Für wie lange noch? Ist mir die andere Person sympathisch? Muss ich für den Tod der anderen Person direkt etwas machen oder nur etwas nicht machen? Ein Ja als Antwort mag herzlos erscheinen, aber in dieser weiten Fragefassung beantworten wir alle diese Frage jeden Moment mit ja, in dem wir uns nicht selbst töten, um unsere Organe bedürftigen Dritten zukommen zu lassen, und mit unserem Vermögen andere Personen vor dem Verhungern bewahren.

Neue Frage! Genmodifikationen, ja oder nein?

Nein, denn solange der Mensch nicht versteht (und damit meine ich auch »die Konsequenzen kennt«, was er tut, soll er es bleiben lassen. Andererseits, wie soll er es verstehen, wenn er nicht probiert? Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das, was möglich ist, gemacht wird. Und davor graut mir ehrlich gesagt. Einzig die zur Zeit noch nicht vorhandene Möglichkeit, an einem Menschen oder Tier der/das bereits aus mehr als einer befruchteten Zelle besteht solche Modifikationen vorzunehmen lässt mich noch ruhig schlafen.
Gebe weiter, des Diskurses wegen.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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