Kaiserreich
Drachenstein

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Roots

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Benedek mustert Dona Thénardier mindestens genauso interessiert und versucht, ihren Blick zu ergründen. Weshalb spricht sie mit ihm? Will sie ihn verpfeifen? Er beschliesst, sich bedeckt zu halten.

Dass ich nicht mehr wusste, was mich zu dieser Feier verschlagen hat. Ich fühle mich nicht wohl bei gesellschaftlichen Anlässen.

Er wendet den Blick ab und sieht hinunter auf seine Füsse. Wenn diese grossartige, mächtige, wunderschöne, faszinierende Frau wüsste, welche Macht sie über ihn hat.. Mit ihrem blossen Blick könnte sie über ihn verfügen, wenn sie es wollte.

Und kurzzeitig denkt Lucrezia tatsächlich darüber nach, diesen Burschen heute Nacht mit in ihr Gemach zu nehmen. Doch aufgrund des verheißungsvollen Abends, den sie morgen vor sich hat, zögert sie und lässt den Gedanken schließlich wieder fallen.
Ich schätze, man sollte sich der Etikette folgend dennoch einmal sehen lassen.

Es würde keinem auffallen, täte ich das nicht. Da bin ich Euch gegenüber im Vorteil.

Biff knetet seine Finger, während er noch immer auf seine Füsse starrt.

Lucrezia macht einen Schritt nach vorne und legt ihre Zeigefinger unter Biffs Kinn, um es anzuheben, bis er sie eigentlich direkt anblicken müsste.
Nun, mag sein, doch mein Vorteil ist, dass die Menschen mich sehen. Und um Angst vor etwas zu haben, muss man es sehen. Zumindest meistens, nicht wahr?

Biff schluckt und hebt den Kopf nur zögernd. Doch als er es tut, sieht er Lucrezia mit seinen blassblauen, viel zu hellen Augen direkt an. 

Ich habe keine Angst vor Euch.

Ein leises Lachen entrinnt Lucrezias Kehle.
Es gibt nicht viele, die das von sich behaupten können. Trage dies als Rüstung, Benedek.
Sie blickt ihn noch einen kurzen Moment lang an, dann wendet sie sich ab.

Der Albino bleibt zurück, starr, regungslos und den Blick auf die sich entfernende Dona Thénardier gerichtet. Erst, als die Dunkelheit sie endgültig verschlingt, traut er sich wieder, zu atmen. Einen Moment lang sieht er missmutig hinüber zu den Gewächshäusern. Doch dort hin würden ihn heute Abend keine zehn Pferde mehr kriegen. Stattdessen zieht er sich in sein Zimmer zurück.

Der Abend in den Gewächshäusern geht schliesslich ebenfalls irgendwann dem Ende entgegen. Shae durfte noch viele neugierige Fragen beantworten und sich eine ganze Menge alter Geschichten aus der Gilde anhören. Besonders Mab hat das junge Mädchen von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen und gibt ihr ein paar lieb gemeinte Ratschläge mit auf den Weg, ehe sie sich mit Lorenzo als letzte Besucher verabschiedet. Es bleiben nur Silas und Shae zurück.

Shae Bendley gestern, 09:58

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Im Gegensatz zu diesen beiden vergnügt sich Shae noch eine ganze Weile mit den Alchemisten in den Gewächshäusern. So lange, dass sie schließlich ihr Gähnen unterdrückt, da sie diese offene Zurschaustellung ihrer Müdigkeit als unhöflich empfindet.

Ich hoffe, der Abend hat dir gefallen.

sagt Silas schliesslich, während er die ersten Gläser wegräumt, als alle gegangen sind.

Shae Bendley gestern, 10:48

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Oh ja, sehr.

bestätigt Shae und unterdrückt erneut ein Gähnen.
Ich schätze nur, die lange Reise fordert jetzt ihren Tribut.
Sie lacht leise auf und unterdrückt das nächste Gähnen nicht mehr ganz so sehr.
Ich schätze, ich sollte mich hinlegen. Insofern du keine Hilfe mehr brauchst…

Sicher. Geh nur. Wir sehen uns morgen früh.

Er dreht sich lächelnd zu Shae um. 

Schön, dass du hier bist, Zögling.

Shae Bendley gestern, 12:03

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Das finde ich auch.

erwidert Shae und wird tatsächlich rot, als sie ihn anlächelt. Der ganze Abend hat sie sich einfach so… frei und geborgen fühlen lassen.
Bis morgen…

Auch Silas ist zufrieden, als Shae schliesslich ins Bett geht. Der Abend ist ganz nach seinem Geschmack verlaufen. Zumindest grösstenteils. Einzig der verabredete, morgige Abend mit Lucrezia macht ihm ein wenig Kopfzerbrechen. Denn eigentlich wollte er morgen unbedingt zu Sean und Tami.

Als der Morgen anbricht, hat der Vampir die Reste der gestrigen Feier längst weggeräumt. Mitten in der Nacht ist ein Patient in die Gilde gebracht worden. Eine ältere Dame mit Fieber. Ihr Sohn, der sie vorbei gebracht hat, vermutete schlicht eine heftige Erkältung. Erst bei genauerer Ursachenforschung ist Silas auf die infizierte Wunde an ihrem Fuss gestossen, die vermutlich die Ursache all des Übels ist.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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