Kaiserreich
Drachenstein

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Das Anwesen der Tymonts

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Rhaegar Tymont 28.03.2018, 15:30

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Tage später braucht Lysanne nicht einmal mehr die Tränen zurückhalten. Ihr Körper schmerzt noch immer so sehr, dass sie weder sitzen, noch liegen, noch stehen kann, doch Tränen scheinen keine mehr übrig zu sein, die sie hätte vergießen können. Die anderen Bediensteten des Hauses schenkten ihr kaum Aufmerksamkeit, gingen ihren eigenen Aufgaben nach, ohne sich umeinander zu scheren. Lysanne fragt sich, ob das schon immer so in diesem Haus war.

Edric Tymont 28.03.2018, 15:51

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Edric hingegen macht sich keinerlei Gedanken um solche Dinge. Sein Cousin dritten Grades mag zwar ein unausstehlicher Bursche sein, dass er ihm Lysanne zur Bewältigung seiner Trauer geschickt hat, war aber äusserst grosszügig von ihm. Die Kleine ist anständig und nett, bringt ihm keine Widerworte entgegen und fügt sich seinem Willen, wie es seiner Ansicht nach eigentlich jeder tun sollte. 
Seit Rhaegar, Viserya und die Kinder weg sind, hat er einiges bewerkstelligt. Das Haus ist kaum mehr wieder zu erkennen. Alles, was auch nur im Entferntesten an Tyra oder Ellaria erinnert hat, wurde weggeräumt, die restlichen Sachen, die nicht Edric selbst gehören, hat er eigenhändig zusammengetragen und in einige, wenige Zimmer gebracht, die er ohnehin niemals betritt. Dieses Haus gehört nun ihm. Er ist das Oberhaupt der Familie. Und so schnell wird ihm das keiner mehr weg nehmen, dafür sorgen auch die schrecklichen Gerüchte, die er über Rhaegar und Viserya verbreitet hat. Sollen sie doch zurückkehren. Eine Welle der Liebe wird sie gewiss nicht empfangen. 

Rhaegar Tymont 28.03.2018, 16:04

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Widerworte wagt Lysanne tatsächlich kein einziges Mal zu geben. Sie kennt ihren eigentlichen Dienstherren und würde sich niemals erlauben, in dessen Ungnade zu fallen. Erführe er, dass sie sich Edric widersetzten würde, wären ihre Schwestern nicht mehr sicher. Er würde sie einfach nur aus Vergnügen bestrafen. Da ist es besser, sich selbst einer solchen Strafe auszusetzen.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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