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Auf den Spuren der Verderbnis - Sonjas Suche nach dem Jungen

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Sonja Taymoris 07.04.2017, 08:28

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Nach einem erholsamen und bis auf eine einzige Ausnahme traumlosen Schlaf setzt sich Sonja auf.
Serenia ist bereits aufgewacht.

Guten Morgen. Es ist schon hell, wie lange habe ich geschlafen?

Serenia Amarth 10.04.2017, 23:48

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Serenia welche gerade dabei ist ihr Gewand an zu legen, sie hatte sich in der Zwischenzeit auch einmal gewaschen, mustert die junge Dame eingehend. Vorhin noch als sie aufgewacht ist, nach einer Weile zähen und beunruhigend geträumten Schlaf, dass Sonja über ihr stand und sie beobachtet. Doch die fremdländische Kriegerin macht den Anschein eben erst aufgestanden zu sein. Sie weiß nicht was sie davon halten soll.
So wirft sie ihr Haar zurück und verkündet:

Bis zum Morgen. Ihr seid gestern Abend hereingekommen und wie ein Stein aufs Bett gefallen und eingeschlafen. So etwas bin ich sonst nur von wenigen gewöhnt.

Sonja Taymoris 11.04.2017, 11:05

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Ups, da habe ich etwas durcheinandergebracht. Ich hatte ganz vergessen, dass Sonja zwei Tage zuvor (OT) wie ein Stein ins Bett fiel.
Den »Beobachtungspost« habe ich in einer Art geistiger Umnachtung geschrieben. Aber nun denn, es sei!

Ich weiss nicht, wie es Magiern ergeht wenn sie vollkommen erschöpft sind, weil ich überhaupt nicht magisch bin. Aber ein Kämpfer oder Krieger kann nach zwei Tagen ohne Schlaf und mindestens einem kräftezehrenden Gefecht schon mal vom Stand weg einschlafen. Es gibt sogar Gerüchte über Soldaten, die im Stehen schlafen konnten.
Ich habe gestern Nacht noch versucht, Mermadoc zu einer Probe des Giftes zu verhelfen. Die Kutsche ist nun noch etwas lädierter als ohnehin schon. Aber ich meinte jedoch den Geruch des Giftes bei den Trefferstellen der Pfeile gerochen zu haben. Ich habe die Stellen vorsichtig aber grosszügig abgespant und dem Halbling übergeben. Ich hoffe er kann etwas damit anfangen.
Wenn ihr heute Vormittag auf meine Unterstützung verzichten könnt würde ich gerne einer anderen Sache nachgehen. Ich vermute mal, dass hier in der Stadt keine tätlichen Angriffe zu erwarten sind.

Serenia Amarth 11.04.2017, 22:37

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Zwar mustert die weißhaarige Magierin Sonja etwas verwundert, doch gefällt ihr wie sie ihre Einsatzfreude womöglich ein Stück weiter gebracht hat. Wenn sie wirklich eine Giftprobe gefunden hat, könnte dies die Heilung wesentlich beschleunigen.

Meine Magie ist zu einem guten Teil wieder hergestellt.
Spricht sie und vollführt mit der Hand einige Gesten.

Ich denke ich werde auf mich selbst aufpassen können. Geht nur. Ich werde zu Mermadoc gehen und sehen ob ich ihm weiterhelfen kann.

Sonja Taymoris 15.04.2017, 12:54

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Gut.

Sonja packt ein paar Dinge in eine Tasche und macht sich auf den Weg zu der alten Frau von letzter Nacht.
Sie muss ein paar Leute nach der Strasse fragen. Nach der genauen Adresse fragt sie nicht, um die Alte nicht in Verlegenheit oder gar in Gefahr zu bringen.
Nach einigen bewussten Umwegen klopft sie an die Tür der alten Frau und wartet auf eine Reaktion.

Serenia Amarth 16.04.2017, 02:39

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Na sooo alt wie du sie dar stellst ist sie auch wieder nicht

Sonja zieht durch die Straßen welche eifrig ihrem Tagewerk nachgeht. Die drückende Stimmung ist indes überall spürbar und zieht sich wie ein kalter Morgennebel durch die Stadt.
Mit den Vorkenntnissen ist es Sonja ein leichtes die Wohnung der Frau zu finden, bei welcher ein kleines Schild diese als Wäscherin Theresia ausweißt. Kurz nachdem das Klopfen verklungen ist, wird die Tür aufgerissen und die Frau von gestern schaut hinaus, dunkle Augenringe zeichnen sich auf ihrem Gesicht ab, welches zuerst Hoffnung, dann Enttäuschung, und schließlich höfliche Freundlichkeit durchscheinen lässt.

»Ach Ihr seid es… Schön euch zu sehen.«

Sonja Taymoris 18.04.2017, 11:31

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Sonja setzt eine freundliche Miene auf. Es ist keine Maske, es ist lediglich die Art von Gesichtsausdruck und Körperhaltung, die ihr, in der für die ältere Frau schwierigen Situation, am hilfreichsten erscheint.

Darf ich eintreten? Ich würde gerne in etwas … privaterem Rahmen mit euch sprechen.

Serenia Amarth 19.04.2017, 22:51

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Die Frau nimmt ihre Schürze und wischt sich damit über die mit Schweißtropfen benetzte Stirn.

»Aber sicher. Kommt doch rein.«
Sie tritt nach hinten zur Seite und lässt Sonja eintreten. Im Gebäude steht der Wasserdampf im Raum wie in einer Sauna oder aber wie, wie sollte es anders sein, einer Waschküche. Die gute Stube hat einen etwas größeren Raum in welcher Küche mit einem Bottich voller kochendem Wasser, ein Waschtrog mit Waschbrett, Berge von Wäschestücken, sowie der übliche Hausrat wie ein Schrank, ein Tisch mit Stühlen und zwei nicht gleich großen Betten untergebracht sind. Ein aufgehangenes, fleckiges Leinentuch ist halb durch eine Ecke des Raumes gespannt und sorgt für etwas Privatsphäre beim kleinerem Bettchen welches in der Nähe des Ofens steht. Eine kleine Kiste findet sich gleich daneben. Die Wände in der Nähe werden von bunten Malereien geziert von unterschiedlicher Qualität, so besser, so weiter sie sich der Decke nähern bis zur Brusthöhe.

»Habt Ihr Nachricht von meinem Sohn?«
Fragt sie sogleich, als die Tür noch nicht ganz ins Schloss gefallen ist.

Sonja Taymoris 20.04.2017, 07:51

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Es war gestern noch einiges los. Ich möchte gerne mit euch über euren Sohn reden. Erzählt mir von ihm, was hat er zuletzt getan? Hat er neue Freunde? Oder vielleicht sogar Feinde? Was macht er in seiner Freizeit? All solche Dinge. Alles was ihr mir über ihn und sein Umfeld sagen könnt kann mir helfen ihn zu finden.
Und auch wenn ich nicht als Spionin ausgebildet wurde, so habe ich doch gewisse … Möglichkeiten die es mir erlauben, an Informationen zu kommen.

Serenia Amarth 06.05.2017, 11:59

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Die sich sorgende Mutter zögert nicht lange bevor sie anfängt zu reden.
»Ich und mein Sohn Gerold wohnen hier zur Untermiete. Ich verdiene mein Geld als Wäscherin und mit anderen Tätigkeiten und passe währenddessen auf Gerold auf. Er war als er klein war ein sehr kränkliches Kind und das hat sich nur langsam gebessert. Viele Freunde hat er dadurch wohl nicht gewonnen, ich weiß, aber er ist doch alles was ich habe. «
Dabei schnüfft sie und schneit sich in das Tuch mit dem sie normalerweise sich den Schweiss vom Gesicht wischt.
»Er hat keine Feinde, er ist doch nur ein kleiner Junge. Malen tut er gerne, ja. Immer wenn es mir möglich ist kaufe ich ihm ein paar Farben. Deswegen geht er in letzter Zeit auch öfter weg, um zu malen. Anfangs war ich dagegen, aber bevor er sich raus schleicht… Und er ist bisher auch immer pünktlich zurückgekommen. Nur gestern nicht. Ach mein armer Gerold. Was mag ihn nur passiert sein?«

Sonja Taymoris 07.05.2017, 20:48

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Darf ich mir mal seine Bilder ansehen?

Serenia Amarth 21.05.2017, 01:43

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Theresia scheint mit den Schultern zu zucken und führt Sonja hin zu der Kiste welches nicht einmal ein rechtes Schloss hat.

»Seht es Euch ruhig an, wenn Ihr meint, dass es weiterhilft. Ich muss kurz nach der Wäsche sehen.«
Sie lässt Sonja zurück. Die meisten Zeichenunterlagen sind Rindstücke und Lumpen nur selten ist wirkliches Papier dabei, und dann ist es schadhaft und von vornhinein nicht einwandfrei. Die Motive sind verschiedene Landschaftsbilder der Umgebung. Bäume, Felder, dann wieder der See, Wege, Buchten, Häuser, aber auch Personen und Tiere. Unter anderem kann Sonja Gerolds Mutter Theresia deutlich erkennen, sowie Mermadoc kommt einmal vor, dann auch Hauptmann Braesfort welcher in seiner gerüsteten Form und der angedeuteten scharfen Linie recht energisch und damit unverkennbar ist. Aber auch für Sonja unbekannte Gestalten. Wie ein offensichtlicher Bäcker mit schiefer Mütze, ein Kaufmann mit breitem beschlagenem Ledergürtel, ein kleines Männchen in roter Jacke und auch eine Dryade mit violetten Einschlüssen im Haar.
Die Malereien sind für ein Kind von recht guter Qualität und es lässt sich schon viel darauf erkennen, allein als Steckbriefe oder gar Gemälde wären sie ungeeignet. Die Malutensilien fehlen bis auf einen kläglichen Rest vollkommen. Nur einige Tigelchen mit zerstampften Pflanzenfasern sind zurückgelassen und einige zerzauste Malpinsel.

Sonja Taymoris 28.05.2017, 14:23

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Mermadoc, eine Dryade und dann noch dieser Kerl von der Stadtwache …
Sonja schaut sich jedes der Bilder für einige Momente genau an und prägt sie sich ein so gut sie es vermag.

Ich habe leider nichts gefunden, das mir sofort weiterhelfen würde. Aber vielleicht können mir meine Freunde helfen. Dürfte ich eines oder zwei dieser Bilder an mich nehmen?

Serenia Amarth 29.05.2017, 01:18

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Die Mutter sieht kurz auf die Zeichnungen, scheint kurz wegen der ungewöhnlichen Bitte zu schwanken, nickt Sonjas Ansuchen aber ab.
»Mein Gerold ist ein kleiner Künstler und gibt seine Bilder nur selten fort, aber wenn es Euch hilft meinen Jungen wieder zu finden, dann nehmt sie ruhig.«

Sonja Taymoris 13.06.2017, 14:40

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Sonja nimmt die Bilder vorsichtig an sich und verstaut sie so gut es geht um sie vor Schmutz oder Zerstörung zu bewahren.

Vielen Dank, ich werde mich in Kürze wieder bei euch melden.
Sie wartet einen Moment, dann dreht sie sich zur Tür und geht hinaus. Im Türrahmen bleibt Sonja stehen und dreht sich nochmal halb zu der Frau um

Ich finde heraus, was hier geschieht.
Sonja zieht die Tür langsam hinter sich ins Schloss.

Oder ich sterbe beim Versuch.
Anscheinend ist dieser Ort voller Rätsel und Prüfungen.

Serenia Amarth 13.06.2017, 21:30

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Unentschlossen ob sie das richtige getan hat, begleitet die Wäscherin Sonja zur Tür, nickt ihr aber schließlich bei ihren letzten Worten dankbar zu und wartet an der Türe ab, als hoffe sie, dass jeden Moment ihr Sohn doch noch erscheinen möge.

Sonja Taymoris 14.08.2017, 10:16

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Sonja begibt sich zurück zum Haus des Halblings und hofft auf eine kurze Ruhepause, ein bisschen Schlaf und eine anständige Mahlzeit.

Serenia Amarth 17.08.2017, 01:42

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Es ist immer noch Vormittag, wenn auch nicht mehr ganz so früh. Inzwischen sind schon mehr Leute auf den Straßen unterwegs. Das alltägliche Leben beginnt, wenn auch die bedrückende Stimmung nicht von den Bewohnern ablassen will. Sonjas Weg verläuft ohne Zwischenfälle bis sie zum Haus des Halblings kommt. Doch dort steigt ihr ein eigenartiger und dennoch vertrauter metallischer Geruch in die Nase.

Sonja Taymoris 31.08.2017, 08:50

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Ganz automatisch kontrolliert Sonja ihre Waffen. Gespannt und jederzeit zum Sprung bereit geht sie auf die Türe zu. Den Geruch von Blut würde sie immer und überall erkennen, egal ob von Menschen oder anderen Wesen. Die Tür ist nicht verschlossen und sie sieht sofort, dass sie ohne Schlüssel geöffnet wurde. Sie öffnet die Tür einen Spalt weit und späht hinein.

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