Kaiserreich
Drachenstein

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Auf den Spuren der Verderbnis - Raiks Suche

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Sonja Taymoris 14.08.2017, 10:33

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Sonja betritt das Zimmer. Sie sieht Serenia an und verzieht dabei keine Miene. Man muss schon sehr genau hinsehen um das angedeutete, wissende Nicken zu bemerken.

Wie geht es Raik?
Mit diesen Worten will sie sich grade hinlegen. Die Bilder hat sie in einem Beutel verstaut den sie achtsam neben ihr Bett legt.

Serenia Amarth 15.08.2017, 01:44

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Serenia verkrampft sich bei Sonjas Worten. Sie muss wieder daran denken wie Raik von der Seefrau geschwärmt hat, und sein Arm wieder geheilt wurde. Serenia versucht eine neue Position im Bett zu finden und dreht sich weg.

Ihm geht es ausgezeichnet.

Sonja Taymoris 15.08.2017, 10:57

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Wenigstens das ist doch mal etwas Positives.

Sonja legt sich hin und der gleichmässigen Atmung nach zu urteilen ist sie sofort eingeschlafen.

Serenia Amarth 30.11.2017, 22:53

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@Euphemia, wir machen hier weiter mit Raik. Ich muss sagen, ich hatte alles etwas anders geplant, aber das zeigt nur, wie selten anpassungsfähig ich bin. ^^

Raiks Weg durch das Städtchen ist geprägt von vielen verschiedenen Eindrücken. Die Leute begegnen sich mit übertriebener Höflichkeit und Scheu. Doch unter diesen offensichtlichen Gebarden ist noch etwas anderes, es ist Angst, welche aus jeder Pore eines hier lebenden Einwohners zu dringen scheint.
Serenia ist schon früher aufgestanden, zumindest war sie nicht mehr da als er nachgesehen hat, ebenso wie Sonja. So hätte der halborkische Riese entweder im Gasthaus im Zimmer bleiben können, oder aber seine Beine in Bewegung bringen und sich ein anderes Ziel aussuchen dürfen.
Im Stadtzentrum, dem Marktplatz gelinde gesagt auch wenn die durchfahrenden Händler hier rare sind und nicht einmal einen Teil des Platzes mit ihren Ständen ausfüllen, findet sich eine Ansammlung von Einwohnern welche an einem Mann auf einem Pferd sitzend dicht beeieinander stehen und murmeln. Der Recke auf dem Tier ist Raik schon zuvor bekannt gewesen. Es handelt sich um niemand anderem als um Hauptmann Braesfort der gerade eine Verlautbarung macht:
»…desweiteren ist es auch untersagt des Nachts fischen zu gehen um Unfälle zu vermeiden. Das Risiko eines Kenterns in den nächtlichen Strömungen ist zu groß.«
Die Ansprache des Hauptmannes scheint nicht auf viel Gegenliebe zu stoßen. Obwohl die Leute eingeschüchtert wirken, stellen einige wenige die neue Verordnung lauthals in Frage.
»Wovon sollen wir dann leben?« – »Das ist doch Irrsinn!«
Der Blick des Hauptmanns zuckt herum, versucht die Ruhestörer aus zu machen, schaft es aber nicht. Nach einer kurzen Pause in der er abwartet und Ruhe einkehrt lässt er seinen Blick wieder ganz langsam auf sein Papier gleiten.

"Damit ist das Fischen bis auf weiteres endgültig untersagt um die Fischbestände zu schonen.

Auf Befehl des Stadtvogts, dem erlauchten Meriadir Tremiestock."

Den letzten Teil hat er schneller vorgelesen, nur um seinen Blick sofort wieder auf die Menge zu haften. Dieses Mal kann er jemanden ins Auge fassen, der gerade dabei war seinen Unmut lauter aus zu drücken und nicht mit der schnellen Reaktion des Hauptmannes gerechnet hat.
»DU! Aufwiegler werden nicht geduldet! Hiermit bist du verhaftet!«
Der Mann in ärmlicher Kleidung wird leichenblass als er seinen Fehler bemerkt und versucht sich aus der Menge zu schälen, während der Hauptmann sich mit dem Pferd sehr viel schneller einen Weg bahnen will.

Raik Kyloe 06.12.2017, 15:11

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Als Raik am frühen Morgen aufwacht, kitzelt ihn die Sonne in der Nase und er niest laut. Die beiden Damen scheinen bereits ohne ihn logezogen zu sein, zumindest sind sie nicht mehr in ihrem Zimmer, wie der Hüne nach einem verstohlenen Blick durch den Türspalt feststellt. Er hat zig mal angeklopft, zuletzt so heftig, dass die Tür sich sozusagen bereitwillig für ihn geöffnet hat.

Er beschliesst, sich auf die Suche nach den beiden zu machen und flaniert durch das kleine Städtchen, betrachtet hier und da die kleinen Einwohner, die eilig an ihm vorbei huschen, vor ihren Häusern kehren oder sich anderweitig beschäftigt geben, und stösst schliesslich auf eine etwas grössere Ansammlung von Leuten. Interessiert lauscht er den Worten des Hauptmannes. Und auch den Antworten der Bürger.

Seltsam, dass dieses Verbot ausgerechnet heute in Kraft tritt. Heute, nachdem er gestern Nacht doch im See schwimmen war. Er grunzt überrascht und stellt sich dann mit einem kleinen Ausfallschrittchen direkt vor das Pferd des Hauptmannes, was dem armen Tölpel, der seinen Mund zu weit aufgerissen hat, etwas Zeit verschaffen sollte.

Ist es auch verboten, nachts zu schwimmen?

grollt er neugierig.

Serenia Amarth 06.12.2017, 22:17

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Vor Raiks mächtiger Gestalt scheut sogar das Pferd des Hauptmannes und es dauert das Tier wieder zu beruhigen. Nichtsdestotrotz versperrt der Halb-Ork den Weg und der 'Unruhestifter' nimmt die Beine in die Hand, kaum dass er sich aus der Menge befreit hat. Grieskrämig sieht Braesfort dem Fliehenden hinterher und widmet sich mit seiner Aufmerksamkeit Raik, nach einem gemurmelten 'ich weiß ja wo du wohnst'.
"Nachts zu schwimmen ist bereits seit zwei Wochen verboten, solltest du es nicht mitbekommen haben, Bürger.
Warum fragst du? Hast du dich vielleicht schuldig gemacht?"
Während der Hauptmann gespannt auf Raiks Antwort lauert, ob er sich irgendwie verrät, kann Raik sehen, wie hinter einer Häuserwand etwas verschwindet, welches wie der hintere Teil eines Rehs anmutet.

Raik Kyloe 07.12.2017, 09:32

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Raik kann nicht schwimmen.

erwidert der Hork, nachdem einige Sekunden ins Land gezogen sind. Und das entspricht schliesslich auch der Wahrheit. Er sucht die Menschentraube sorgfältig mit den Augen ab, doch auch hier ist von seinen beiden Begleiterinnen nichts zu sehen.

Serenia Amarth 08.12.2017, 01:35

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»Dann.. warum fragst du dann?!«

Unwirsch zieht er an den Zügeln des Pferdes, so dass sich dieses aufbäumt und wendet um davon zu reiten. Die Leute warten ab bis der Hauptmann außer Hörweite ist bevor sie ihren Unmut wieder Luft machen.
»Ständig neue Verbote.« – »Gideon hat recht, wir verhungern noch wenn das so weitergeht.«

Raik Kyloe 08.12.2017, 15:17

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Raik mischt sich so gut es eben geht unter die Leute und hört sich die Beschwerden an. Das sind also nicht die einzigen Verbote, die in letzter Zeit ausgesprochen wurde. Er muss unweigerlich an Allana denken.. das hübsche Mädchen aus dem See, das dort offensichtlich überhaupt nicht sein dürfte. 

Wozu die vielen Verbote?

fragt der Hüne schliesslich neugierig und sieht dabei einen Jüngling an, der ihn noch zu vor sichtlich interessiert gemustert hat.

Serenia Amarth 08.12.2017, 20:42

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Raik fällt auf wie ein bunter Ork. Der junge Mann welchen er angesprochen hat sieht zu ihm auf und antwortet nach einer Weile.
»Keine Ahnung. Jedes Mal erzählen sie was anderes. Es wäre zu gefährlich oder es ist für die Fische, oder sonst so ein Kram. Der Stadtvogt lässt ein Verbot nach dem anderen verlauten. Und wegen jeder Kleinigkeit wird man weggesperrt.«

Raik Kyloe 12.12.2017, 11:44

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Alle Verbote haben mit dem See zu tun?

zumindest klingt es bis anhin ganz danach. Fahrige Ausreden, mal zum Schutz der Fische, mal aufgrund der Strömung.. aber Raik wird das Gefühl nicht los, dass man die Stadtbewohner aus anderen Gründen vom See fern halten will. 

Ich habe eine Frau schwimmen gesehen. Heute Nacht.

sagt er schliesslich knapp und wartet gespannt auf die Reaktion seines Gegenübers.

Serenia Amarth 13.12.2017, 09:57

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»Die meisten.«

Kommt die Antwort aus einem Wort bestehend.
»Es gibt auch ein paar Gebiete welche wir nicht mehr betreten dürfen, um den See. Eigentlich ist ja alles um den See.«

Bei Raiks Nachfrage nach einer schwimmenden Frau reagiert er kaum.
»Schön für dich. Hoffentlich gab es für dich auch was ordentliches zu sehen, ein paar große, weiche…«

Ein alter Mann welcher daneben gestanden hat schlägt dem Burschen in die Rippen bevor er sich an Raik wendet.
»Pass bloß auf! Sonst holt dich die Seehexe! Mein Vater hat mir schon von ihr erzählt. Sie holt junge Männer und ersäuft sie in ihrem Reich!«

Der Bursche hält sich die Seiten und geht einen halben Schritt von ihm weg.
»Ach halts Maul mit deinen Märchen. Seehexe, blödsinn. Und noch was, mein Vater erzählte mir von einer Seeschlange. Soviel zu deinen Geschichten, Alterchen.«

Raik Kyloe 14.12.2017, 07:45

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Seehexe?

Raiks Blick schweift vom jungen Bruschen hinüber zum älteren Herrn und wieder zurück. Offensichtlich sind sich die beiden nicht ganz einig, ob die genannte Seehexe existiert oder nicht, aber das interessiert Raik nicht. Er will lieber das Gerede dahinter hören. Und die Gerüchte. Denn darin ist meist ein wahrer Kern zu finden. 

Serenia Amarth 14.12.2017, 22:18

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Der Bursche winkt ab, während der Alte bestätigend nickt.
»Jaja, die Geschichte hab ich schon als junger Hüpfer gehört. Sie wohnt da unten im See und holt sich junge Burschen die nicht aufpassen um sie mit einem Kuss in die Tiefe zu zerren. In eine unterirdische Höhle wo sie ertrinken. Und dann frisst sie sie auf.«
Die Menge zerstreut sich endgültig wieder. Jeder geht seinen Geschäften nach und lässt Raik und den alten Mann zurück. Auch der Bursche geht, kopfschüttelnd, keine Lust dem Alten zuzuhören.
»Wenn ich es euch sage, ich hab sie selbst gesehen, vor vielen Jahren. Ich war weit genug weg, da konnte sie mich nicht ergreifen, aber ich hab sie gesehen. Sie ist untergetaucht und nicht wieder aufgetaucht.«
Er wendet sich wieder Raik zu, dem einzigen wirklichen Zuhörer.
»Ich wette ihre Höhle ist bei der Klammbucht. Warum sonst dürfen wir da nicht mehr hin? Weil dort die Toten treiben.«

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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