Kaiserreich
Drachenstein

Zur Navigation

Auf den Spuren der Verderbnis

4.395 Aufrufe, 456 Beiträge.

Celina Volmar 07.09.2016, 21:29

1 zitieren melden

Ich benutze Celina als Erzählstimme, nicht wundern und glauben sie habe sich nicht die Nägel geschnitten

Serenia und die anderen sind fort. Der Wald und insbesondere die Lichtung wurde wieder sich selbst überlassen. Kleintiere und Vögel beginnen die Lichtung zu untersuchen, um etwas essbares ausfindig zu machen wie Würmer, Schnecken oder andere Kleinigkeiten mit welchen sie ihre hungrigen Bäuche stopfen können. Vereinzelt ertönt sogar gezwitscher und das summen einiger Insekten. Die Ruhe stirbt abrubt als etwas auf der Lichtung erscheint. Es kam nicht, es flog nicht, es war einfach da und betrachtete den Baum eingehend. Dann stimmt es. Sie haben ihn entfernt. Mit großen, und doch majestätischen Schritten nähert er sich dem Baum. Alle Tiere suchen instinktiv das Weite, als würden sie ahnen, dass in seiner unmittelbaren Umgebung nichts gutes geschehen kann. Plötzlich bleibt er stehen. Sein Blick haftet sich an den Totem, dann hin zum Baum. Sie haben ihn nicht getötet? Ein tiefes, kehliges Lachen ertönt aus seiner Kehle, lässt einen Schwarm Vögel in der Nähe aufscheuchen. Sie hatten sogar noch Mitleid mit ihm.
Ohne das Totem an zu rühren, setzt er seinen Weg fort bis er zum Baum gelangt. Sein Finger taucht in die mit dem sich verdickendem Harz gefüllte Wunde und führt ein klein wenig davon auf seine Zunge. Die Qualen der letzten Wochen sind darin gespeichert. Köstlich.
Etwas anderes als der kulinarische Genuss hat Vorrang. Seine Hand wandert suchend über die borkige Rinde. Eine Reihe von Egeln, Maden und anderen Käfern fällt dabei von ihm ab, versuchen sich ihren Weg in das Holz…. Schließlich hat er gefunden und die Klauen an seiner Hand schlagen unbarmherzig tief in das Holz hinein.

Komm… gib mir deine Erinnerungen…
Leise murmelt er eine Formel vor sich hin, seine Klauen glühen auf, brechen das Holz mit lauten Tönen und suchen sich ihren Weg zur Seele hinein. Eine Flut von Bildern und Gefühlen taucht in ihm auf. Ihm interessieren nur die Vorgänge seit seinem letzten Besuch. Tiere welche sich auf die sterblichen Rassen stürzen, Bäume welche einem Mann zu tode prügeln. Ranken die ein kleines Mädchen einschließen… und da, ein Mädchen, ein Junge und ein Waldschrat. Was? Seine Ausgeburt wurde von diesem Pack erledigt? Das kann doch gar nicht sein! Es geht noch weiter… Ein Eichhörnchen welches spricht und ein Faun welches im Hintergrund aggiert hat. Schon interessanter. Dann noch diese Kräfte… sie war nicht vor Ort als der Waldgeist besiegt wurde, aber zweifellos hat sie seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und diesem Geschmeiß die Arbeit erleichtert.
Er hat genug gesehen, mit einem Male reißt er sich aus dem fremden Verstand los. Es scheint als ginge sein Plan doch noch auf. Lachend verschwindet er wieder, lösst sich auf und lässt den Baum zurück.

Satyrnos 08.09.2016, 12:37

2 zitieren melden

Gespannt abwertet :-)

Heron und sein Panther, sind während dessen auf dem Weg zu Prinz Satyrnos. Eine Magie, welche stärker ist als das Totem eines Shamanen ist ein besorgnisseregender Vorfall. Zumal der Geist des Waldes zu all den Vorkommnissen schweigt. Das Dorf, in dem Heron lebt, wird derzeit evakuiert. Zu gross ist die Gefahr, von wilden Tieren, die nicht mehr dem Geist des Waldes gehorchen, angegriffen zu werden. Von der Audienz beim Prinzen im Hain von Yggdrasil, verspricht sich Heron natürlich Hilfe. Evtl. kann ein Sylvan Schnitter oder Sylvan Magier, am besten beide, die Vorkommnisse erklären. Sie sind schliesslich selbst Bäume.

Raik Kyloe 08.09.2016, 20:25

3 zitieren melden

Nach dem Frühstück macht sich Raik auf den Weg zu jener Stelle, wo ihm Tilia Cale vor die Füsse gekullert ist. Rowan und Sven hat er im Lager zurück gelassen, selbst wenn er dabei kein gutes Gefühl hat. Dieses Hörnchen bringt Ärger, das hat er schon von Anfang an gewusst. Doch er kann und will Rowan nicht vorschreiben, mit wem er den Tag verbringt. Eine Stunde, vielleicht auch zwei vergehen, bis er die Stelle erreicht hat. Er ist wachsam, doch sämtliche Tiere und Pflanzen scheinen sich heute so zu verhalten, wie man es von ihnen erwartet. 

Serenia Amarth 08.09.2016, 21:29

4 zitieren melden

Nichts weißt darauf hin, dass etwas anders ist als normal. Außer, tja, außer natürlich dass kaum mehr Tiere unterwegs sind. In seiner aufhetzerischen Art hat er große Teile des Waldes einfach entwildert und lässt viel Platz zurück. Es wird eine Weile dauern, bis die Population wieder das Niveau von vor den Vorkomnissen erreicht hat.


Serenia ist mit den anderen früh aufgestanden und hat gebadet. Mit frischer Kleidung versorgt und nachdem sie die Verletzten noch einmal begutachtet hat und gefrühstückt, hat sie sich mit Tilias Anweisungen und der Erfahrung des gestrigen Marsches alleine in den Wald aufgemacht. Alle anderen sind dabei entweder den Dorfbewohnern zu helfen oder Abschriften zu verfassen. Tilia selbst darf die Geschichte wieder und wieder erzählen und wird pausenlos über Einzelheiten ausgefragt. Das Mädchen tut ihr eigentlich leid. Immerhin ist es aber eine angemessene Bestrafung für sie.

So ist Serenia alleine unterwegs um ein wenig den Wald zu durchstreifen.

Keine wilden Magieströmungen. Keine besessenen Tiere. Sehr gut.

Raik Kyloe 09.09.2016, 21:06

5 zitieren melden

Raik steht unten am Abhang und schliesst die Augen. Er konzentriert sich, spürt das vertraute Kribbeln in seinem Inneren, das seine Mutter immer »die Kraft deines Vaters« genannt hat, und läuft dann den steilen Hügel hoch, beinahe ohne mit den Füssen den Boden überhaupt zu berühren.

Serenia Amarth 09.09.2016, 23:06

6 zitieren melden

Serenia glaubt sich alleine, als plötzlich etwas den Abhang hinaufsaust. Reaktionsschnell beschwört sie ein magisches Schild um sich zu beschützen. Mit ernster Stimme ruft sie ihm etwas entgegen, um sogleich ihre Augen zu weiten.

Wer seid Ihr?! … Raik?

Raik Kyloe 09.09.2016, 23:23

7 zitieren melden

Raik erreicht das obere Ende des Abhangs und bremst abrupt ab, als er beinahe mit einer Dame zusammenprallt. Das hätte er hier nicht erwartet. Ein Reh vielleicht. Oder einen Fuchs. Aber keine Dame. Und erst recht nicht Serenia.

Oh.

Er räuspert sich und lächelt.

Ja, Raik. 

Serenia Amarth 10.09.2016, 00:45

8 zitieren melden

Serenia lässt das Schild verschwinden und entspannt sich wieder.

Nun… in gewisser Weise wollte ich zu Euch.
Ich habe mich gefragt ob wir von Tilia alles erfahren haben von den Vorkommnissen oder ob Ihr noch etwas hinzufügen möchtet. Im übrigen bin ich auf dem Weg zurück zum Baum, wenn Ihr mich also begleiten wollt…

Raik Kyloe 10.09.2016, 11:33

9 zitieren melden

Fragt nur, wenn Ihr Fragen habt. 

antwortet Raik und streckt den Arm aus, um ihr den Vortritt zu lassen und ihr zu verstehen zu geben, dass er wohl mit ihr zurück zum Baum gehen möchte. Dass sie zu ihm wollte, überrascht ihn. Sie kennt ja den Weg zum Lager nicht. Aber vielleicht hätte sie ihn mit Magie gefunden.

Serenia Amarth 12.09.2016, 10:13

10 zitieren melden

An seiner Seite schlendert sie in Richtung der Lichtung wo sich noch am Vortag so vieles bedeutungsvolles ereignet hat. Schon gestern hat Serenia bemerkt, dass Raik ein interessantes Erscheinungsbild abliefert, aber nicht viel spricht. Beides Eigenschaften welche ihr an Männern sehr gut gefällt. Männer die mehr sprechen als in ihrem Kopf vor sich geht sind ihr zuwider. Eines fragt sie sich jedoch: Ob es nicht einen tieferen Grund hat warum er und Rowan zusammen im Wald wohnen.

Ihr und der junge Mann wohnt schon eine ganze Weile im Wald als Einsiedler, nicht wahr? Könnt Ihr mir in wenig von den Vorgängen berichten bevor Ihr auf meine Schülerin gestoßen seid?

Raik Kyloe 12.09.2016, 10:26

11 zitieren melden

Raik ist es angenehm, mit Serenia durch den Wald zu gehen. Sie redet nicht so viel wie Tilia. Dennoch freut er sich, als sie ihm die erste Frage stellt, die er sogar noch relativ einfach beantworten kann. 

Ein paar Jahre sind es schon. Wir haben ein gemütliches Lager im Wald. Das reicht zum leben, wir sind zufrieden.

brummt er und hält Serenia unterwegs immer mal wieder zuvorkommend Äste aus dem Weg, damit sie sich nicht ducken muss, wie er es auch bei Tilia getan hat.

Vor ein paar Wochen gab es die ersten Angriffe. Erst Wölfe, dann Hirsche und Rehe. Ich habe mich gewundert, weil sie sonst nicht zusammen kämpfen. Sie sind Feinde. Und dann waren da die Vögel. Wir mussten auf unsere Köpfe aufpassen, Schnäbel hinterlassen tiefe Löcher im Schädel, wenn man nicht achtsam ist. Aber Raik und Rowan töten keine Tiere, wenn es nicht sein muss. Deshalb haben wir einen Zaun gebaut.

Serenia Amarth 12.09.2016, 11:23

12 zitieren melden

Koordinierte Angriffe also auch hier…

Sie denkt kurz über die Erzählung von Raik nach. Immer noch unfassbar was für ein Terror sich hier ereignet hat. Serenia glaubt nicht einmal im Ansatz erfassen zu können wie weit diese reichen. Die Beiden hatten wahrscheinlich mehr Glück als sie wissen.

Sie lächelt ihn kurz an als sie aus ihren Gedanken zurückkehrt.

Ähnliches wurde uns auch von anderen Stellen berichtet. Wir haben einige Untersuchungen durchgeführt und wissen in so weit, dass dieser Dolch, eigentlich nur die Spitze, sowohl große Kraft beherbergt als auch das Bewusstsein beeinflusst.
Während er diese Information verarbeitet und sie gespannt darauf ist welche Schlüsse er daraus zieht, huscht ihr Blick kurz über seine eindrucksvolle, wenn auch wilde Gestalt.

Raik Kyloe 12.09.2016, 11:40

13 zitieren melden

All das lag also wirklich an diesem Dolch in diesem Baum?

Raik grunzt und scheint eine Weile über das Gesagte nachzudenken. 

Die Botschaft, die der Baum übermittelt hat, waren die Gedanken des Magiers, der den Dolch dort platziert hat. Wer hat ein Interesse daran, jeden von diesem Wald fern zu halten? Und verfügt zudem über eine so machtvolle Dolchspitze? Das Leben hier war bislang sehr friedlich.

Er hält einen weiteren Ast zur Seite und wartet, bis Serenia ihn passiert hat. Dann folgt er ihr. Das weisse Haar ist faszinierend. Sie ist noch jung, um solches zu tragen. Raik fragt sich, ob es sich so weich anfühlt, wie es aussieht, oder ob es eher borstig ist, wie bei den Wildschweinen.

Serenia Amarth 12.09.2016, 12:20

14 zitieren melden

Weich, es ist natürlich weich!

Serenia nimmt Raiks Geste mit einem kleinen Dank und einem Lächeln zur Kentniss. Er ist aufmerksam, auch eine gute Eigenschaft. Und er macht sich Gedanken, wenn sie auch sein Wissen über Magie als nicht fachkundig einschätzt. Raiks Fragen sind auch die ihren.

Ich weiß es nicht. Die Spitze, dieser Stein ist etwas, was ich noch nie gesehen habe. Seine magischen Eigenschaften sind so komplex, unter diesen Umständen ist es unmöglich etwas näheres heraus zu finden, es sei denn, durch Selbstversuche. Was ich aber ablehne.
Sie sieht wieder zu Raik hinüber und versucht seine Größe ein zu schätzen. Dabei geht sie rasch dazu über seine Muskeln zu betrachten bevor sie ihn wieder aus den Gedanken verdrängt.

Immerhin wissen wir, dass der Stein zwar Macht gibt und seinen Träger beeinflusst, nicht aber Leben entstehen lässt. Der Baum ist ein selbstständiges Lebewesen und vielleicht kann er uns sagen wer der Angreifer war und warum er es getan hat.

Raik Kyloe 12.09.2016, 13:26

15 zitieren melden

Natürlich, der Baum war nur ein Sklave, unterdrückt von dieser Dolchspitze.

Man kann förmlich sehen, wie es in Raiks Kopf arbeitet. Ein Wunder, dass aus seinen Ohren noch kein Rauch dringt. Aber zwischen seinen Brauen bildet sich eine tiefe Furche. 

Deshalb wollt Ihr noch einmal zum Baum. Ihr glaubt, er kann Euch sagen, wer dahinter steckt.

Raik kann sich nicht wirklich vorstellen, wie man von einem Baum mehr erfahren sollte. Andererseits hat das knorrige Ding ja auch gesprochen, als der Dolch in ihm steckte. Vielleicht bringt die Magierin Serenia ihn ja auch ganz ohne Dolch zum sprechen. Denn dass sie mächtig ist, hat er ja gestern schon gesehen.

Serenia Amarth 12.09.2016, 16:12

16 zitieren melden

Ich würde noch nicht so weit gehen ihn von jeglicher Schuld frei zu sprechen.

Der Gedanke mag ihr nicht zusagen. Zwar hat dieser Stein eindeutig eine Bewusstseinsveränderte Eigenschaft, trotzdem will sie nicht soweit gehen alles zu vergeben und zu vergessen was vorgefallen ist. Bei Raiks letzter Ausführung nickt sie.

Ja. Ich denke es wird sich um einen Baumgeist oder so etwas handeln. Seine Kräfte wurden enorm verstärkt, keine Frage. Nur ein normaler Baum hätte nicht auf die Kräfte reagiert.

Raik Kyloe 12.09.2016, 17:37

17 zitieren melden

Eine Dryade.

brummt Raik zustimmend. Das hat er gestern schon einmal gedacht. Aber gestern wollte niemand zuhören.

Er lächelt Serenia von der Seite an. Sie ist schlau. Und er mag, wie sie denkt.

Serenia Amarth 14.09.2016, 09:13

18 zitieren melden

So etwas oder ähnliches, ja.

Stimmt sie ihm freudig zu. Er hat also ein gewisses Fachwissen zu eigen.

Sagt, Raik. Woher habt Ihr Euer Wissen und Eure Fähigkeiten? Das von vorhin zum Beispiel… habt Ihr eine Ausbildung genossen oder haben Eure Eltern dies Euch alles beigebracht?

Raik Kyloe 14.09.2016, 09:39

19 zitieren melden

Raik lächelt. Diese Magier. Nun fragt auch Serenia noch nach seiner Abstammung. Doch im Gegensatz zu Tilia Cale gestern macht sie das aber auf eine Weise, die ihm schmeichelt. 

Ich merke mir, was ich höre. Schon seit ich klein bin. Was ich weiss, weiss ich, weil ich es gehört oder aus eigenen Erfahrungen gelernt habe. Aber Ausbildung kann man das nicht nennen.

Er denkt einen Augenblick lang nach, steigt dabei über einen toten Baumstamm, der quer über den Wildwechsel liegt, welchen sie als Trampelpfad benutzen. Dann dreht er sich um und bietet Serenia galant seine Hand an, damit sie das Hindernis leichter überwinden kann. Immerhin ist sie eine Dame. 

Mutter hat nicht viel gesprochen, wisst Ihr. Aber sie hat mir Anstand beigebracht. Das bisschen Magie, das in meinem Herzen wohnt, habe ich von Vater. Er hat mir beigebracht, wie ich es nutzen kann.

Serenia Amarth 14.09.2016, 13:00

20 zitieren melden

Vielen Dank werter Herr. Meinen Dank an Eure Frau Mutter.

Spricht sie noch während sie die Hand ergreift und hinauftritt um anschließend wieder hinab zu steigen. Also hat er seine magischen Fähigkeiten von seinen Eltern vermittelt bekommen. Sie ist sich sicher, dass noch mehr als dieser eine Zauber in ihm schlummert, auch wenn Tilia nichts erwähnt hat. Er behält sehr viel für sich, oder aber es ist seine Art von selbst nichts preis zu geben. Wenn er wirklich bei seinen Eltern groß geworden ist, kann er diese Eigenschaft übernommen haben.

Gerade will sie vom Baumstamm wieder hinunter steigen, da rutscht es unter ihren Füßen. Ihre Schuhe sind nun einmal nicht wirklich für eine Waldwanderung gedacht. Ihre Hand verkrampft sich in der seinen um besseren Halt zu finden, allerdings spürt Serenia trotzdem wie die Welt um sie in Schieflage gerät.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
Hilfe, Nutzungsbedingungen, Impressum.