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Drachenstein

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Dachsbau [Abenteuer in Medea]

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Wochen sind in die Stadt Dunrav gezogen seit die Monster von Dr. Crinis die Straßen unsicher gemacht haben. Die Bedrohung wurde beseitigt und die Ordnungskräfte versuchen den Schaden zu begrenzen und alle Spuren von den unheimlichen Vorgängen zu beseitigen. Natürlich gibt es Gerüchte welche umgehen und hier und da wird mit dem Finger auf die Strays gezeigt.
Die Strays wurden wie versprochen beim Wirt Micki einquartiert um sich zu erholen. Zahlreiche Schusswunden lassen sich nun nicht einmal über Nacht auskurieren. Würden die Gäste wegen des nächtlichen Überfalls mit zahlreichen Toten und Verletzten nicht ohnehin ausbleiben, Platz finden sie spätestens als die Saison zwei Wochen später endet und die Heimatlosen Arbeiter weiter ziehen.

Micki verrechnet den Strays nichts für das Hierbleiben, das hat er ja versprochen. Essen und Getränke jedoch sehr wohl. Und wenn er nicht gerade dabei ist die Bar zu leiten oder sich nicht gerade alleine lange in seinem Zimmer ein zu sperren, schuftet er mit seinen Leuten daran den Kraken wieder her zu richten. Die zahlreichen Schäden am Gasthaus kosten einiges an Arbeit.


Wie von Micki angekündigt folgten einige Razzien der Luftmarine um die Räumlichkeiten des Gasthauses zu durchsuchen. Zuerst wurde noch mühevoll ermittelt, aber mit der Zeit entsprachen die Besuche mehr einer oberflächigen Schikane. Zum Glück für alle Beteiligten besitzt Micki einige gute Schmugglerverstecke und lässt sich nichts zu Schulden kommen. Als das Luftschiff mit der wertvollen Fracht schließlich abhebt, hören auch diese Besuche auf.


Scarlett lässt sich durch Micki entschuldigen. Sie konnte noch rechtzeitig fliehen und die Stadt verlassen. Gegenüber Squirrel gibt Micki an, dass sie sich wieder ihren Raubzügen kümmern müsse.

Anora Kannary 13.08.2016, 13:32

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Anora welche kaum Verletzungen abbekommen ist versucht ihr bestes um den begangenen Schaden wieder gut zu machen und hilft wann immer sie nicht von jemanden gebraucht wird beim Wiederaufbau der Kraken. Sie hämmert, sägt und schleppt und ihre guten Absichten sind für jeden offensichtlich, weswegen Micki sie auch gewähren lässt, auch wenn sich ihr Talent als Zimmermann in Grenzen hält. Immer noch wirkt sie oft sehr nervös und zurückhaltend und außer zum Doc zu dem sie regelmäßig Kontakt sucht, pflegt sie bisher keine Kontakte und versteckt sich in der Arbeit die sie bis zum Umfallen nachgeht.

Chiara 13.08.2016, 13:55

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Chiara hält Anora immer gut im Auge, auch wenn sie wirklich nichts an ihrer Wahl zu bemängeln hat. Sie engagiert sich, so gut sie kann und zeigt ihre Dankbarkeit. Und Chiara versucht, wenn auch distanziert, ihr das Gefühl zu geben, willkommen und angenommen zu sein.

Auch Micki wirft sie immer wieder Blicke zu, und auch wenn diese ebenso testend sind, sind sie es doch auf eine ganz andere Art und Weise. Sie mag ihn, ist sich jedoch nicht im Klaren darüber, wie sehr. Sie hatten viel Spaß miteinander, wenn die Arbeit und das Abendessen getan waren und die anderen sich auf andere Weise vergnügten. Jedoch achtet sie stets dabei darauf, nicht mehr in ihre Beziehung hineinzuinterpretieren als den Spaß, den sie dabei haben.

Micki entgeht Chiaras Distanziertheit nicht. Wenn es ihm etwas ausmachen sollte, zeigt er es nicht, ja vielleicht ist er ähnlich wie Chiara gestrickt und will sich auf keine Beziehung einlassen. Zumindest könnte sie zu diesem Schluss kommen. Die Wunden verheilen langsam, der Schnee geht zurück und die Barschaft der Strays beginnen langsam aber stetig zu schrumpfen. Micki muss sich immer wieder in seinem Arbeitszimmer einsperren um seine 'Nebengeschäfte' am Laufen zu halten, so auch an diesem Tag.

Chiara 13.08.2016, 20:25

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Chiara hat sich derweil in ihr Schlafzimmer zurückgezogen, welches sie sich mit Anora und Tiffi teilt, wobei sie schon seit einigen nächsten nicht mehr hier geschlafen hat. Sie steht vor dem schäbigen Spiegel und zieht vorsichtig den Verband an ihrem Bauch ab, den Doc vor ein paar Tagen erneuert hat. Nachdem die Wunde immer wieder aufgegangen ist, hat sie nach einigen Wochen endlich aufgehört, zu eitern und als sie den Verband jetzt wegzieht, bleibt nur eine ziemlich hässliche Narbe, die aber gut verheilen wird. Es braucht nur Zeit.

Anora Kannary 13.08.2016, 20:43

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Anora öffnet die Tür zum Zimmer und will gerade hereinschlüpfen, als sie Chiara bemerkt die sich gerade leicht entblößt im Spiegel betrachtet. Schnell dreht sie sich um, das Zimmer wieder verlassen wollend.

Oh… entschuldigt Miss.

Chiara 13.08.2016, 20:52

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Chiara fährt leicht erschrocken zu ihr herum, da sie völlig in ihren Gedanken versunken war, und haut das erste raus, was ihr in den Kopf kommt, um ihre Unsicherheit zu überspielen.

Was, eine Drogensüchtige kann keine Narben sehen?
Sie grinst breit, wird sich aber schnell bewusst, dass das nicht wirklich nett war und seufzt leise.

'Tschuldige. Und komm ruhig rein, ich bin ja nicht nackt oder so. Und nichtmal dann würde mich deine Anwesenheit stören…

Anora Kannary 13.08.2016, 21:29

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Die Tür schon halb geschlossen öffnet sie sie wieder und stapft ertappt herein. Sie wendet sich zu ihrem Bett hin und setzt sich darauf.

Oh, es sind nicht die Narben. Es sah nur so aus als wärst du irgendwie in Gedanken. Da wollte ich nicht stören.
Bei Chiaras Anmerkung muss sie lachen.

Und Nacktheit stört mich nicht. Du kannst ja Tiffi fragen.
Diese könnte dies durchaus bestätigen. Anora hat keine Scheu davor sich vor anderen Frauen aus zu ziehen, bloß hat das Chiara bisher kaum mitbekommen können, aus naheliegenden Gründen.

Chiara 13.08.2016, 21:36

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Das war ich auch…

gibt Chiara wahrheitsgetreu zu, während sie ihr Obergewand vorsichtig über die Narbe zieht.

Aber manchmal ist es gut, mit seinen Gedanken nicht alleine gelassen zu werden. Vor allem, wenn sie nirgends hinführen.
Sie wendet sich Anora zu und lacht gleichzeitig über ihren letzten Kommentar auf.

Ohja, ich bin mir sicher, Tiffi kann es mir ganz detailliert beschreiben.
Chiara lässt sich ihr gegenüber auf ihr eigenes Bett nieder, dass sie schon lange nicht mehr benutzt hat, und stellt amüsiert fest, dass es nichtmal annähernd so bequem ist wie Mickis. Sie muss ein Grinsen unterdrücken.

Anora Kannary 13.08.2016, 22:09

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Wem sagst du das…

Auch Anora legt sich nieder und stiert auf die Decke. Eigentlich ist sie nur da weil es gerade nichts zu tun gibt. Und wenn sie sich nicht ablenkt, kommen die Erinnerungen wieder. Chiaras Unterton ist ihr nicht entgangen und holt sie aus dem Strudel heraus. Sie runzelt die Stirn. Was soll das mit Tiffi bedeuten?

Wie meinst du das?

Chiara 13.08.2016, 22:15

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Chiara grinst breit, blickt jedoch nicht zu Anora hinüber.

Sagen wir einfach, Tiffi ist ein sehr aufmerksamer Mensch. Vor allem was Frauen betrifft…
Jetzt wirft sie der anderen Frau im Zimmer doch einen Blick zu, um deren Reaktion zu beobachten.

Anora Kannary 13.08.2016, 22:33

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Anora kneift die Augenbrauen zusammen, dann geht ihr ein Licht auf.

Oh, du meinst… sie mag Frauen.
Dabei ist sie nicht schockiert oder peinlich berührt, auch wenn sie sich zwangsweise an die einzelnen Male zurückerinnern muss. Tiffi hat sich ihr niemals aufgedrängt, oder so etwas. Woher hätte sie das also ahnen können?

Das habe ich nicht gewusst, ich hoffe ich habe nichts getan was sie beleidigt hat.
Sie sieht zurück zu Chiara die ein wenig Enttäuscht zu sein scheint. Zumindest hier kann die sonst sehr zurückhaltende Frau sich als aufgeklärt zeigen.

Es macht mir nichts aus. Ich hab schon andere lesbische Frauen gekannt. Du würdest dich wundern wie viele bei den Wächterinnen sich outen sobald sie eintreten.

Chiara 13.08.2016, 22:38

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Das ist gut…

gibt Chiara tonlos zurück und blickt wieder zur Decke.

Hier wird jeder so akzeptiert, wie er ist. Egal ob man Frauen mag, oder Männer. Ob man drogensüchtig ist oder… nach etwas anderes.
Sie schweigt abrupt, versucht es sich jedoch nicht anmerken zu lassen, in welche Richtung ihre Gedanken abschweifen. Denn sie sieht erneut den Mann in der Gasse vor sich. Alle drei sogar. Zwei hat sie einfach umgebracht, den dritten zum Sterben zurückgelassen. Und sie hat sich gut dabei gefühlt. Mehr als gut. Geradezu berauscht.

Anora Kannary 13.08.2016, 22:53

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Das ist gut zu hören.

Sie atmet erleichtert auf, reibt sich unbewusst über den Arm mit den Einstichstellen.

Wie kamst du zu den Strays? Du hast dich eben so angehört als hättest du auch ein Problem.

Chiara 13.08.2016, 23:19

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Haben wir die nicht alle?

erwidert Chiara nur und schweigt dann eine ganze Weile. Jedoch will sie Anora nciht das Gefuhl geben, ausgeschlossen zu werden, weshalb sie schließlich etwas aus ihrer Vergangenheit für die junge Frau preisgibt.

Squirrel hat mich versteckt und für mich gelogen, als ich bei einem Job ziemlich unsauber war und gejagt wurde. Ich war jung und dumm und hatte mehr getrunken als gewöhnlich. Dann habe ich das Ziel ausgeschaltet, aber nicht auf meine Spüren geachtet. Sie hätten mich gehangen oder auf eine andere Weise hingerichtet, aber irgendwie… hatte Squirrel das Gefühl, ich hätte es nicht verdient. Also half er mir.

Anora Kannary 13.08.2016, 23:39

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Sie lässt die Worte auf sich wirken und fragt nicht nach was für ein Job das war.

Er scheint ein netter Kerl zu sein, wenn er dir einfach so geholfen hat.
Sie starrt wieder hoch zur Decke und stellt sich Chiara betrunken vor. Mit Blut besudelt und wie Squirrel sie versteckt. In einen anderen Raum oder Besenkammer. Irgendwie passt das Bild welches Chiara so von einem Mann beschreibt nicht so ohne weiteres in ihr Weltbild.

Was wollte er den als Gegenleistung?

Chiara 13.08.2016, 23:52

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Das ist er auch. Squirrel ist einer der wenigen Kerle, auf die dieses Wort wirklich zutrifft. Er ist noch immer ein Mann, aber er ist keineswegs ein Schwein. Ihm sagen Worte wie Freundschaft und Loyalität noch etwas. Auch wenn er vermutlich andere Prinzipien hat als die Regierung es sich wünschen würde.

Bei Anoras Frage muss Chiara tatsächlich einen Moment lang grübeln, denn ihre Erinnerung scheint sie im Stich zu lassen.

Keine Ahnung. Ich weiß nicht einmal, ob er eine Gegenleistung verlangte. Zumindest wollte er im Gegensatz zu anderen Männern nichts Anstößiges von mir. Er musste viel Geduld mit mir haben. Ich war, oder bin es vielleicht noch immer, stur. Ich wollte nichts über mich oder mein Leben preisgeben, aber dennoch fühlte ich mich um verpflichtet, immerhin hat er mein Leben gerettet. Also blieb ich bei ihm. Und den anderen. Und irgendwann habe ich mich… etwas mehr geöffnet.

Anora Kannary 14.08.2016, 11:08

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Das klingt alles nicht sehr wirklich.
Männer sind von Natur aus Egoisten die nur an sich denken und ihren Samen verteilen wollen.

Sie legt sich zur Seite hin um Chiara im Blick zu haben.

Das ist nicht böse gemeint. Ich weiß dass Squirrel und auch dieser Micki sehr nett sind. Es ändert nur nichts daran was sie sind. Männer.
Mit einem traurigen Unterton gibt sie dies von sich und streicht sich Gedankenverloren über den Arm.

Chiara 14.08.2016, 11:29

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Chiara lacht leise auf und blickt zu Anora hinüber.

Ja, das dachte ich auch immer. Aber vielleicht… konnte ich ihn ja davon überzeugen, dass ich kein schwaches, kleines Ding ist, bei dem er… seine Samen verteilen kann, als ich ihm von meinem ersten Mord erzählt habe.
Chiara lächelt schwach, als würde sie von einer schönen Feierlichkeit berichten.

Und was Micki betrifft… kann ich leider nicht widersprechen, dass es ihm nicht nur darum geht, seine Samen zu verteilen. Aber solange ich auch noch etwas davon habe…

Anora Kannary 14.08.2016, 12:59

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Du bist auch kein schwaches Wesen. Du bist sehr muskulös und durchtrainiert.

Das hat sie gleich bei ihrem ersten Zusammentreffen feststellen können. Das mit dem Mord beunruhigt sie nicht. Sie hat gewusst in welche Gesellschaft sie sich bei den Strays begibt und sich nichts vor gemacht.

Und sicher eine ausgezeichnete Kämpferin. Es wäre dumm etwas anderes zu glauben.
Pass einfach nur auf dich auf, dass dir kein Mann schaden kann.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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