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Drachenstein

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Der Rote

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Der Rote 04.07.2016, 10:42

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Kitai, Land des Lächelns. Land der Magie und Mystik. Aber auch Land des Goldes. Die wiederentdeckung Kitais, das sich nach hunderten von Jahren endlich dem Westen zuwendet.  zieht nicht nur ehrliche Händler aus Drachenstein auf den Plan. Auch anderes Gesindel. Der Seher des Nordens hat schonungslos die schwäche Kitais aufgezeigt. Die Armee. Jahrhunderte der Tradition aber auch die Beeinflussung durch Seth, lies die gesammte Kitaiische Elite sich in eine art hochelitäre aber uneffiziente Truppe verwandeln. Ein schier unsäglicher Filz. Der Rote will dies ändern. Er zieht die Strippen aus dem Hintergrund. Doch viele Minister sind bereits auf seiner Seite.

Wenn es dem Roten gelingt eine Mehrheit im Rat zu erreichen, könnte ein Staatsstreich gegen Annan gelingen. Die Kaiserin ist neu und hat den Ruf eine gütige Person zu sein. Hier in Kitai benötigt es aber vor allem Stärke. Eine Stärke, so denkt sich der Rote, die er dem Land bringen will. Nebenbei wird er sich auf den Kaiserthron setzen. Seine Taschen stopfen, und Drachenstein, in dem er immer noch als Kleinkrimmineller gesucht wird, ein für alle Mal eine lange Nase machen.

Und doch gibt es da noch einen, der seine Pläne noch verzögert und viele Freunde unter den Ministern hat. Einer, dessen Name gewicht hat. Hua Singh, der Vater von Lengh Sing. Und Shogun einer relativ unbedeutenden Provinz nahe Duftender Hafen namens Tek Nor. Hua Sing ist bereits dem Roten in die Hände gelaufen. Er wurde zu gerne von seinen Neidischen Shogun Kollegen verraten. Offiziell gilt er als Tot. Von einer Schlange gebissen auf einem Jagtausflug mit den Shogunen. Aber er lebt. Der Rote wird alles daran setzen das er weiterhin für tot gilt. Würde der Verrat der Shogune gegen einen der Ihren aufgedeckt, gäbe es vermutlich Bürgerkrieg. Doch Hua Sing kennt viele Geheimnisse mit denen man wiederspenstige Minister erpressen kann. Daher ist er zu wichtig um zu sterben.

Der Rote konnte das Risiko nicht mehr länger eingehen, Hua Sing im Kerker von Duftender Hafen zu lassen. Er hat Ihn in ein Versteck bringen lassen. Um die Sache zu tarnen täuschte er einen Brand vor. Hua Sing beziehungsweise ein unbekannter Gefangener, wurde wieder umgebracht, verbrannt… so jedenfalls die offizielle Verlautbarung. Damit niemand Verdacht schöpft, vor allem der Verteidigungsminister nicht, hat der Rote einen seiner Mittelsmänner als Wache einsetzen lassen. Doch der neue Verteidigungsminsiter hat seine Pläne durchkreuzt und den Braten gerochen. Ausserdem war nicht damit zu rechnen, das er einem einfachen unbekannten Gefangenen so viel Aufmerksamkeit entgegenbringen würde. Nach einem Kampf, mit Brandverletzungen und gedemütigt musste der Mittelsmann aus Duftender Hafen fliehen. Dicht gefolgt vom jungen Lengh Sing. Ausserhalb der schützenden Mauern der Hauptstadt erwartete diesen jedoch ein dunkles Erwachen in Form einer Räuberbande, die dem Roten dienstbar ist und die den diensteifrigen Leng auf der Suche nach dem Flüchtling, alleine und ohne Hilfe, in eine Falle tappen liesen.

Der jhunge Lengh Sing konnte glücklicherweise mit dem Leben aus der Falle entkommen. Doch wie wird es nun weiter gehen?

Leng Singh 04.07.2016, 11:43

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Als Liem die Personalquartiere des Kaiserpalastes betritt, verbäugen sich natürlich standesgemäss alle Bediensteten. Er braucht nicht lange suchen ehe er Leng Singh vorfindet. Er sieht schaurig aus, ist aber mit einigen Blessuren davon gekommen. Er hat eine menge Schnittwunden vom Kampf mit den Banditen, aber es fehlt Ihm an nichts. Einen Eimer Blut vielleicht abgesehen. Schmerzhaft, aber nicht lebensbedrohlich.

Eure Hoheit…
Beginnt Lengh, während er sich mühsam aufrichtet um seinem Minister wenigstens in einer nicht ganz so jämmerlichen Position entgegen zu treten.

Ich danke Euch, das Ihr kommen konntet.

Daimyō Liem Yang 04.07.2016, 15:01

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Liem drückt Leng Singh sanft wieder zurück auf das Bett und zieht einen Stuhl heran. Dann setzt er sich und betrachtet den jungen Shogun besorgt. 

Was ist geschehen? Das kann doch nicht allein die rennende Fackel gewesen sein..?

Leng Singh 04.07.2016, 16:18

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Leng zwingt sich mühsam zu einem Lächeln.

Die »brennende Fackel« konnte mühelos die Stadt verlassen, während ich an allen Ecken und Enden aufgehalten wurde Herr. Irgend etwas ist hier ganz gehörig in Unordnung. Es war, als würde Ihn jedermann kennen und es nicht wagen Ihm im Wege zu stehen.
Lengs Gesicht ist ein Zeugnis seines Inneren Grolls.

Als wir dann endlich vor der Stadt waren, hätte ich Ihn um ein Haar eingeholt. Bis mich dann diese Räuberbande angefallen hat. Das diese so nah an der Hauptstadt waren, kann nur eines heissen Excellenz. Sie haben auf Ihren Anführer gewartet. Ich musste mich gegen sechs Angreifer verteidigen, die noch dazu keine ungeübten Wachen waren Herr. Unser Verdächtiger floh mit zwei anderen zu Pferde in richtung Tem Nadha, einer kleinen Stadt am Meer. Von dort aus kann er mit dem Schiff überallhin gelangen. Den Göttern sei es gedankt das Sie mir den Sieg über die Angreifer schenkten. Jedenfalls konnte ich aus einem der Angreifer am Ende noch heraus bekommen, das dieser sogenannte »Rote« dahinter steckt und… Herr er erwähnte ein Komplott gegen die Kaiserin. Das die Klinge des Roten bereits am Hals der Kaiserin sitzt. Ihre Feinde seien schon im Palast. Leider waren das seine letzten Worte. Ob das nun schlicht seine Angst vor dem Tode war oder ob er mich absichtlich entsetzen wollte, weis ich nicht.
Leng wirkt super nervös.

Herr Ihr und Annan seid in Gefahr! Solange es diesen »Roten« gibt.

Daimyō Liem Yang 04.07.2016, 19:03

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Liem versucht, so gelassen wie möglich zu bleiben. Der junge Shogun tut ihm leid. Aber er ist dennoch froh, ihm nicht gefolgt zu sein. Der Verteidigungsminister in den Händen einer Räuberbande.. das hätte noch gefehlt. 

Ja, soweit ist mir das bereits bekannt. Der Samurai, der mich angegriffen hat hat mehr preis gegeben, als er vermutlich wollte. Die Wachen sind infiltriert und ich kann nicht ausschliessen, dass auch ein Teil der kaiserlichen Leibwache dem Roten die Treue geschworen hat. 

Er sieht verkniffen aus, beugt sich jedoch zu Leng Singh vor. 

Ihr kommt doch wieder auf die Beine, nicht wahr? Ich brauche Euch, Shogun Singh. 

Oder Shogun Leng?

Leng Singh 05.07.2016, 11:19

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Mit einem zusammengekniffenen Lächeln gibt Leng (Vorname) zurück:

Herr meine Wunden sehen übler aus als sie sind.
Tatsächlich hat der junge Shogun schon einige ziemlich tiefe Schnitte kassiert. Aber es geht um seinen Vater, um Liem, um die Kaiserin. Wie könnte er da herum sitzen und nichts tun.

Wir müssen den Schurken hinterher. Viel Zeit ist noch nicht verstrichen. Vielleicht erwischen wir noch das Schiff mit dem Sie abreisen. Oder erfahren den Ort wo sich die Rebellen verstecken. Wir müssen diesen Roten finden und ausschalten. Sonst wird er nicht ruhen ehe die Kaiserin irgendwann ermordet wird. Ausserdem hält er meinen Vater gefangen. Herr lasst mich Ihm nach eilen! Ich nehme einige meiner eigenen Soldaten mit. Auf Sie kann ich mich 100 Prozentig verlassen. Niemand von Ihnen ist infiltriert.

Daimyō Liem Yang 06.07.2016, 15:51

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Ich verstehe, weshalb Ihr so erpicht darauf seid, die Wahrheit über den Roten aufzudecken. 

Liem legt dem Jungen Shogun brüderlich die Hand auf die Schulter. 

Aber es bringt uns nichts, ein paar wenige seiner Leute zu verfolgen. Ihr habt es gehört, die Feinde unserer Kaiserin sind bereits im Palast. Es ist im Moment wichtiger, die Kaiserin zu schützen und hier herauszufinden, was der Rote will. 

Er lässt Leng los und greift nach dem Teekrug. Dann giesst er etwas warmen Tee in eine Tasse und reicht sie Leng Singh. 

Was könnt Ihr mir über Euren Vater berichten, Shogun Singh?

Leng Singh 06.07.2016, 16:38

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Schade, keine Spektakuläre Verfolgungsjagt :-)

Leng nimmt den Tee dankbar entgegen und wirkt gecknickt. Das er seinem Vater nicht helfen kann belastet Ihn.

Nun Herr, was kann ich über meinen Vater berichten, ausser dass er ein grossartiger und ehrenvoller Shogun war? Die Tek Nor Provinz hatte zwar weniger Macht, da diese recht klein ist, aber mein Vater hatte den Ruf ein hervorragender Ratgeber zu sein. Und viele der Shogune kahmen zu uns. Speziell…
Leng zögert…

… Speziell wenn Sie politische Quärelen hatten, oder etwas gelöst haben mussten, was nicht die offiziellen Wege laufen darf.
Er streckt die Hände weit von sich.

Nein bitte nicht missverstehen. Damit meine ich nichts Illegales. Jedenfalls nicht auf Seiten meines Vaters Herr. Aber manchmal wäscht eine Hand eben die Andere. In der hohen Politik kommt es viel darauf an, wer wem einen Gefallen Schuldet und wer etwas über den anderen wissen darf und wer nicht. Manche Dinge müssen geheim bleiben und andere müssen bekannt werden. Mein Vater war ein Meister in solchen Dingen. Ich bin das leider nicht.

Daimyō Liem Yang 06.07.2016, 20:23

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Liem lächelt amüsiert. Er kennt diese Spielchen nur allzu gut. Dann wird sein Blick allerdings wieder ernst. 

Was hat man Euch über sein Verschwinden berichtet? Soweit ich weiss, dachtet Ihr ja, er sei gestorben.. 

Leng Singh 07.07.2016, 09:26

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Leng erinnert sich nur zu gut.

Ein Bote aus der Hauptstadt erschien Herr. Er trug eine Nachricht versiegelt mit dem Siegel des Haushofmeisters. Darin wurde uns der Verlust des geliebten Familienoberhauptes erklärt. Es wäre ein Jagdunfall gewesen. Die Hofärzte hier hätten alles versucht um sein Leben zu retten. Vergeblich. Im Schreiben Stand, das meines Vaters Leiche zu uns nach Tek Nor überführt würde. Doch sie kahm nicht. Als wir dann in Duftender Hafen eintrafen, erfuhren wir, das er dann doch hier beerdigt wurde. Auf dem Ehrenfriedhof. Als Volksheld und Berater. Wir kamen zu spät um nochmals Abschied zu nehmen. Ein bitterer Verlust Herr. Und nun frage ich mich. Wer liegt dort im Grab meines Vaters? Welch Schande die mich trifft. Ich hätte Ihn Retten müssen Herr. Ich …
Long will Aufstehen, aber Liem hält Ihn davon ab.

Herr ich muss meinem Vater helfen. Bitte haltet mich nicht. Ich würde meinen Eid Euch gegenüber nicht brechen. Niemals. Aber erlaubt es mir Ihm nach zu eilen.

Daimyō Liem Yang 07.07.2016, 11:54

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Du willst unbedingt los, oder? 

Leng Singh 07.07.2016, 12:08

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Ich fänds ganz spannend ;-) Aber ich überlass es Dir. Piraten jagen oder im Palast Hinweisen nachgehen.

Daimyō Liem Yang 07.07.2016, 12:40

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Naja, hab Angst, dass du Annan entführst oder so wenn ich mit Leng auf Jagd gehe… ^^

Der Rote 07.07.2016, 12:57

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Dafür ist es ja noch zu früh. Der Rote muss erst noch mehr Minister auf seine Seite kriegen. Aber gut Liem kann diese Sorge natürlich haben. Wenn selbst die Leibgarde infiltriert ist. So ganz sicher scheint es derzeit im Palast für Annan also nicht mehr zu sein, mit oder ohne Liem. Hmmm was tun armer Liem?

Daimyō Liem Yang 08.07.2016, 18:15

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Liem seufzt. Dann sieht er den jungen Shogun durchdringend an.

Ihr wisst, dass wir bei einer solchen Mission beide Kopf und Kragen riskieren würden… Besonders, da Ihr verletzt seid..

Er steht auf und geht mit hinter dem Rücken verschränkten Armen im Zimmer auf und ab.

Ich werde mit der Kaiserin sprechen. 

Liem bleibt stehen und wendet sich wieder zu Leng um. Dabei lächelt tadelnd aber liebevoll, als wäre Leng sein kleiner Bruder.

Bis dahin haltet die Füsse still, verstanden?

Leng Singh 11.07.2016, 11:00

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Liems Augen glitzern Abendteuerlustig und seine Stimme ist aufgeregt.

Herr die Verletzungen…das sind nur Kratzer Herr. Achtet nicht auf meine Befindlichkeit. Ich werde Salbe auftragen dann ist morgen alles wieder verheilt.
Liem weis zu genau, das das eine glatte Lüge ist, aber es ist ja klar warum Leng das sagt.

Herr ich werde gespannt wie befohlen hier auf Euch warten. Bitte richtet der Kaiserin meine aufrichtigen Grüsse aus.

Daimyō Liem Yang 11.07.2016, 11:03

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In Ordnung. Und… trinkt genug Suppe, damit Ihr bald wieder bei Kräften seid.

reicht Liem noch nach, einfach, um etwas gesagt zu haben. Seine Gedanken sind längst woanders, als er den Raum verlässt und ein weiteres Mal nach Annan sucht.

Annan Li Yue 11.07.2016, 11:33

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Glücklicherweise muss man nie lange nach Annan suchen. Sie ist entweder in den Kaisergärten um zu trainieren, in der Bibliothek um zu Studieren, im Empfangsraum in dem lange zeit des Tages Besuche und Bitten an die Kaiserin vorgetragen werden, oder in Ihren Gemächern.

Daimyō Liem Yang 11.07.2016, 11:37

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Diesmal findet Liem sie in der Bibliothek, wo sie ihre hübsche kleine Nase über alte Schriften beugt. Er schleicht sich an und beobachtet sie eine Weile lächelnd hinter einem der schweren Bücherregale hervor. Dann setzt er sich neben sie. 

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