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Drachenstein

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Turnier von Laigen - Liems Mission

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Daimyō Liem Yang 25.05.2016, 10:33

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Kurz nachdem Liem eingewilligt hat, Annan für das grosse Turnier nach Drachenstein zu begleiten, schliesst er sich in seinem Arbeitszimmer ein, greift zu Feder und Pergament und setzt ein Schreiben auf. Zumindest versucht er das, denn aus Mangel an den richtigen Worten, tanzt die Feder die meiste Zeit eine handbreit über dem Pergament. Für einen Brief wie diesen fehlt ihm die Erfahrung, wie für so viele Dinge, seit er Annan kennen gelernt hat. Er beschliesst, den Text kurz zu halten und alles weitere dann persönlich mit dem Empfänger zu besprechen. 

Lao Sanraal

Ich hoffe, die Information, dass Ihr noch immer in Esturien weilt,
erweist sich als richtig und dieser Brief findet seinen Weg zu Euch.
Es war nicht ganz einfach, Euch ausfindig zu machen, doch für ein
Schreiben wie dieses kann kein Weg zu steinig sein.

Wir haben uns niemals persönlich kennen gelernt, das bedauere ich sehr.
Doch womöglich liegt ein Treffen nicht mehr in weiter Ferne.
Gewiss habt Ihr vom grossen Turnier von Laigen gehört.
Kaiserin Annan hat mich gebeten, sie dort hin zu begleiten und dieser
Bitte komme ich selbstverständlich gerne nach, zumal ich ohnehin
Euretwegen in naher Zukunft nach Drachenstein gereist wäre.

Was ich mit Euch zu besprechen habe, ist sehr persönlicher Natur
und ich will nicht näher darauf eingehen, falls dieser Brief abgefangen wird
oder in die falschen Hände gelangt.
Ich kann lediglich sagen, dass es sich um eine äusserst dringliche und
wichtige Herzensangelegenheit handelt und ich Euch im Rahmen
unseres Besuches in Malazien höflichst um ein Treffen unter vier Augen bitte.

In zwei Tagen werden wir aus Duftender Hafen in Richtung Drachenstein
in See stechen. Ich erwarte Eure Antwort also in Malazien,
wo wir im Schloss des Königs untergebracht werden.

Hochachtungsvoll


Daimyō Liem Yang, Verteidigungsminister von Kitai


Sanraal 25.05.2016, 11:54

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Hach endlich darf ich mal wieder mit meinem Haupt Char schreiben – freu – 

Sanraal, der gerade von einer ausgiebigen Reise zu den Himmlischen in Elysium zurückgekehrt ist, sitzt wie üblich sein Pfeifchen rauchend vor der Eingangstüre zu seinem inzwischen neben dem Haus von Noachs Eltern errichteten Shop mit allerlei Kram, den keiner kennt und alle besonders nötig haben. Wie diverse Kräuter, Fulus, Zauber aller Art. Natürlich nur die Zauber der Weissen Lehre, der Zauberlinie, welcher Sanraal die Ehre hat als Daoshi vor zu stehen. Die Himmlischen haben Ihm nach seiner letzten und gefahrvollen Reise die Gunst gewährt, wieder auf die Erde zurück zu kehren und Sanraal fühlt sich um Jahre jünger und Erfrischter als noch bei seinem Eintreffen in Drachenstein. Natürlich hat er mit Freuden vernommen, das seine kleine Schülerin Annan inzwischen auf den Kaisertron gesetzt wurde und er könnte somit nach Kitai zurück kehren, doch das hat ja keine Eile. Er ist Staatsbürger Drachensteins. Eines faszinierenden Landes das er erst noch erkunden möchte. Vielleicht nicht so wie seine besonders Reiselustigen Schüler Noach und Lyrael. Mit den Jahren nimmt man es einfach gemüglicher. Doch dann erreicht Ihn ein Brief des Verteidigungsministers von Kitai.

Hmmm… Hmmm…
Einige kleine Wölkchen verlassen Sanraals Pfeiffe in Richtung des sonst wolkenlosen Himmels.

Der Verteidigungsminister hat eine Herzensangelegenheit? Und er begleitet Annan? Haben Sie vor einen Krieg zu beginnen? Wohl kaum. Aber wieso sollte ein Verteidigungsminister Kitai verlassen…. hmmmm seltsame Zeiten sind das.
Er pafft noch ein Weilchen während er versucht die Stimmung in dem geschriebenen Brief auf zu nehmen. Er ist mit nervösen Fingern geschrieben. Ein hochrangiger Minister ist nervös Ihm, dem Aussgestossenen einen Brief zu schreiben? Seltsam seltsam.

Daimyō Liem Yang 25.05.2016, 13:00

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Bereits direkt nach ihrer Ankunft in Malazien hat Liem sich erkundigt, ob wohl ein Bote nach ihm gefragt hätte. Doch bislang deutet nichts darauf hin, dass Sanraal tatsächlich hier her reisen wird. Ob er den Brief überhaupt erhalten hat? Liem wird von Stunde zu Stunde nervöser und tigert – sofern er und Annan eine freie Minuten haben – noch unruhiger im Zimmer auf und ab, als ohnehin schon. Das hier MUSS einfach klappen. Noch vor dem Gespräch mit Kaiser Veuxin im Anschluss an dieses Turnier.

Selbst nachts findet der Verteidigungsminister keine Ruhe. Während Annan friedlich schläft, steht er am Fenster und hält Ausschau nach einem Boten. Oder womöglich auch direkt nach Sanraal, was natürlich noch praktischer wäre.

Sanraal 25.05.2016, 14:49

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Besagter ist etwas später als gewünscht und auch noch mitten in der Nacht eingetroffen. Das Turnier ist schon in vollem Gange und so hat er einerseits Noachs Sieg verpasst, wie auch Liem nicht getroffen. Nun aber steht er, noch etwas wackelig von der langen Schifsreise, am Pier und erkundigt sich.

Guter Mann, Ihr werdet doch für einen ausländischen Gast irgendwo eine Bleibe haben?
Eine recht desinteressierte Wache schaut das kleine Männchen vor sich an. Einerseits würde er es nicht wagen einen Besucher zu beleidigen, andererseits jedoch, sieht der vor ihm stehende nun wirklich eher wie ein Kitaiischer Penner aus.

»Hör zu Alterchen! Ihr habt Euch ausgewiesen und daher lasse ich Euch an Land. Aber um eine Bleibe kümmert Euch selbst. Ich sage nur, momentan dürfte es schwierig sein überhaupt etwas zu finden. Selbst die Ställe sind schon voll mit Besuchern. Vielleicht teilt ja einer mit Euch sein Stroh. Versucht es erst gar nicht in den Herrbergen ok? Das ist nur ein guter Rat. Und nun zieht bitte von dannen. Mehr kann ich Euch nicht helfen«.
Jungchen, es gab einst eine Zeit in der man das hohe Alter respektiert hat! Aber gut ich werde tun wir mir befohlen. Trotzdem, es wird sicher etwas zu finden sein. Sagt bitte, wo finde ich den Königspalast?
Man hört förmlich, wie der Wache die Spucke weg bleibt.

»Der Kö…. Alter scheer dich fort oder ich vergesse mich. Bist Du etwa ein König oder was? «
Neiiin hihihihihi nichts dergleichen. Ich suche nur einen meiner Landsleute. Einen gewissen Liem. Schon von Ihm gehört?
»Pfff… viel Spass beim Suchen. Nein einen Liem kenne ich nicht. Ihr hört Euch in unseren Ohen ohnehin alle gleich an. Liem, Ling, Lung, Yang, Yong… und so weiter. Schwer Euch auseinander zu halten. Fragt vielleicht lieber mal einen Eurer Krieger beim Turnier«.
Gut gut … dann mal. Gehabt Euch wohl junger Mann.
Sanraal zieht seinen runden Hut ins Gesicht und zieht langsam von dannen, in Richtung der Herrbergen. Die kalte Nachtluft lässt Ihn frösteln. Nach dem Kaiserpalast allerdings, muss er nicht lange suchen. Er liegt wohl sichtbar erhaben über der ganzen Szenerie. Die Fenster sind erleuchtet und sehen Einladend aus. Aus einem dieser Fenster wird wohl gerade Liem heraus schauen. Aber ob er einen winzigen Punkt mit Kitaiischer Rundmütze in dem Dämmerlicht sehen kann?

Daimyō Liem Yang 26.05.2016, 07:35

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Als der Morgen über Laigen bereits erwacht, nimmt Liem seinen Mantel. Es hat ohnehin keinen Zweck mehr, jetzt noch schlafen zu wollen. Er wirft einen kurzen Blick durch die Tür zwischen seinem und Annans Gemach und sieht, wie seine Geliebte und ihre Leibgardistin noch friedlich schlafen. Ohne den Mann draussen gesehen zu haben, verlässt er sein Zimmer, grüsst die Wachen freundlich, die ihm auf seinem Weg begegnen, und tritt schliesslich aus dem Tor hinaus. Der Morgen begrüsst ihn mit kühler, feuchter Luft und er zieht seinen Mantel noch etwas enger.

Sanraal 26.05.2016, 11:33

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Ach verzeiht junger Mann…

Ein alter, ziemlich knitterig aussehender und in einfache Kleidung gekleideter Herr spricht Liem an. Seine Stimme ist sehr warm und freundlich und das Männlein macht eine Verbeugung das sein Hut beinahe die Strasse berührt.

Ihr kommt sicher gerade aus dem Warmen. Wüsstet Ihr zufälllig wo sich ein armer Reisender, heute noch einquartieren könnte? Ich hatte leider nicht berechnet, das zu dem Turnier natürlich auch jede Menge Gäste kommen dürften. Ich kann für die Unterkunft selbstverständlich bezahlen.

Daimyō Liem Yang 26.05.2016, 13:55

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Liem wäre unter normalen Umständen einfach weiter gegangen. Schliesslich kann man bei seinem fremdländischen Äusseren nicht erwarten, dass er drakisch spricht, auch wenn er das meiste mittlerweile zumindest versteht und ein paar Brocken sprechen kann. Doch dieser Alte stammt wohl ebenfalls nicht aus der Gegend. Mehr noch. Er sieht mit seinem Hut und den speziell ausgeprägten Gesichtszügen aus, als stamme er ebenfalls aus Kitai. Also bleibt der Verteidigungsminister stehen und verneigt sich ebenfalls, wenn auch nicht so tief wie sein Gegenüber. 

Wie Ihr seht, bin ich ebenfalls nicht aus der Gegend guter Herr. Somit kann ich Euch zumindest in diesem Punkt leider nicht weiterhelfen.Aber.. ich bin auf der Suche nach jemandem, der ebenfalls aus Kitai stammt.. darf ich Euch nach Eurem ehrenwerten Namen fragen, mein Herr?

Sanraal 26.05.2016, 14:09

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Eine kürzere Verbeugung als Entschuldigung folgt der Erklärung:

Oh verzeiht bitte.  Wo bleiben meine Manieren. Vermutlich mit dem kühlen Nachtwind dahin geflogen hihihi.
Nun ich bin nur ein unbedeutender Kräuterkundler aus Portus Orbis. Ich besuche zum einen meinen Schü.. meinen Freund, der an einem der Kämpfe hier teilnimmt und wurde ebenso wegen einer persönlichen Angelegenheit hier her gerufen.  Doch wie Ihr richtig seht stamme ich aus dem schönen Kitai. Mein name ist Sanraal. Nur bedeutet Alter nicht unbedingt Weisheit in allen Dingen, sonst wäre ich nicht so überstürzt aufgebrochen ohne Herberge zu haben. Nun ja.
Sanraal kratzt sich unter der Haube.

Verzeiht bitte das Ich Euch angesprochen habe nobler Herr. Ihr habt natürlich recht. Und ich schätze inzwischen hat sich das mit der Herrberge offenbahr eh schon erledigt. Der Morgen scheint langsam an zu brechen.

Daimyō Liem Yang 26.05.2016, 14:22

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Liems Gesichtszüge hellen sich merklich auf und er verneigt sich noch einmal, diesmal jedoch genauso tief wie Sanraal zuvor. 

Es gibt nichts zu verzeihen, Lao Sanraal. Es ist mir eine Ehre, ausgerechnet auf Euch gestossen zu sein, wo ich Euch doch so sehnlich erwartet habe. Gestattet mir, mich vorzustellen. Daimyō Liem Yang mein Name. Dürfte ich Euch vielleicht auf eine Tasse Tee einladen?

Sanraal 26.05.2016, 15:05

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Sanraal ist sehr erfreut. DAS ist Daimyō Liem Yang? So löst das Leben, auch ganz ohne zuhilfenahme von Kitaiischen Gottheiten, doch so manches Problem von selbst.

Hihihi Ihr seid… aber ja aber ja!
Der Daoshi beeilt sich Liems Arm zu nehmen und diesen wieder aufzurichten.

Kein Grund sich vor mir zu verbeugen Schwert Kitais. Bitte bitte, das wäre zuviel der Ehre. Ich bin nach wie vor nur ein alter Kräutersammler hehehe. Aber auf einen Tee werde ich selbstverständlich gerne mit kommen. Ich bin gelinde gesagt schon fast eingefrohren hier.

Daimyō Liem Yang 26.05.2016, 15:18

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Oh glaubt mir, so wie Kaiserin Annan von Euch spricht, habe ich allen Grund, mich vor Euch zu verneigen.

Liem lächelt und sieht sich um. 

Ich weiss nicht, ob es mir möglich ist, Gäste mit ins Schloss zu nehmen. Aber ohnehin mische ich mich gelegentlich gerne unters Volk. Was haltet Ihr davon, in der Stadt nach einem passenden Etablissement umsehen?

Sanraal 26.05.2016, 15:33

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Es ist wirklich schön was ich so von Annan höre. Sie wird ohne Zweifel die gütigste Herscherin Kitais sein, die in diesem Land regierte. Güte ist eine Schwäche die gleichzeitig zur grössten Stärke gereicht. Ich hoffe Sie hat weise Berater. Das Sie Ihren alten Meister nicht vergessen hat ist eine grosse Ehre für einen alten Mann. Natürlich folge ich Euch gerne. Sehr nett von Euch, mich zu begleiten.

Daimyō Liem Yang 28.05.2016, 21:28

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Ich bin sicher, Kaiserin Annan verfügt über ein aussergewöhnliches Gespür dafür, wem sie trauen kann und wem nicht. Auch wenn sie selbst das nicht glauben möchte. Und glaubt mir, sie hat Euch alles andere als vergessen. Wenn man es genau nimmt, war sie es, die mich zu Euch gesandt hat.. 

Er lächelt Sanraal an und deutet auf eines der Häuser in einer schmalen, nahtlos bebauten Gasse. 

Die Schenke da vorne hat bereits geöffnet. Wäre es Euch angenehm, mir dort bei einem Tee Gesellschaft zu leisten?

Liem hat zwar die Hände in seinen Taschen verborgen, doch es gelingt ihm trotzdem nicht ganz, seine Nervosität zu verbergen. Dieses Treffen wird entscheiden, wie seine weitere Zukunft verlaufen wird. 

Sanraal 30.05.2016, 15:45

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Meister Sanraal deutet mit einem Nicken seines Kopfes an, das Er mit der Lokalität und dem Gedanken an einen wärmenden Tee sehr einverstanden ist.

So? Ist das tatsächlich der Fall? Als ich Annan das letzte Mal gesehen habe, war Sie mir leider alles andere als günstig gestimmt. Ich glaube sogar, Sie kahm ursprünglich nach Drachenstein um mich wieder nach Kitai zurück zu schleifen hihihihi. Habe ich in Kitai doch immer noch den Status eines entflohenen Straftäters. Doch das lag sicher zu grossen Stücken an Ihrem Onkel dem ehemaligen Kaiser. Annan selbst hat ein goldenes Herz. Sie würde keiner Fliege etwas zu leide tun. Empfindet Ihr das als Schwach? Ich meine als Verteidigungsminister kann man kaum auf Dinge so gnädig eingehen nicht wahr?
Die Worte, die Sanraal so ganz nebenbei wärend Sie laufen ausspricht, lassen Liem frösteln. Die Prüfung scheint schon begonnen zu haben, noch ehe Sie überhaupt sitzen.

Daimyō Liem Yang 30.05.2016, 16:22

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Liem öffnet die Tür und lässt Sanraal den Vortritt. Dann bestellt er zwei Tassen Tee und setzt sich mit seinem Gast an einen abgelegenen Tisch in der Ecke. Die Schenke ist um diese Zeit ohnehin noch leer. 

Nun, da habt Ihr Euren Grund für ihre Verstimmtheit. Annan mag es wie jede Frau nicht sonderlich, wenn sie ihren Willen nicht bekommt.

Er lächelt verschmitzt. 

Ich glaube, es ist eine grosse Stärke, ein gnädiges Herz zu haben. Denn für alles andere hat sie mich. Wo ich gelegentlich zu hart urteile, gleicht sie das mit milden Worten und Taten aus. Und.. nun ja, das ist nicht nur.. auf staatlicher Ebene der Fall.

Liems Lächeln wird etwas schwächer und macht Nervosität platz. Ob Sanraal bereits versteht, weshalb er ihn her gebeten hat?

Sanraal 30.05.2016, 16:39

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Sanraal wartet bis er eine dampfende, heisse Tasse Tee in den Händen hält und der Erste Schluck seine Kehle herunter rinnt.

Ahhh das belebt die Geister.
Nochmals kommt eine kurze künstlerische Pause.

Schwert Kitais. Ein Mann ist weise wenn er erkannt hat, das Frauen immer Ihren Willen bekommen. Sie sind wie der stete Tropfen. Zunächst scheinen Sie nichts zu erreichen. Doch Sie höhlen eines Mannes Wiederstand so lange aus, bis er nachgibt hihihi. Sehr weise Kreaturen kann ich nur sagen. Ja Ihr habt Recht. Es ist eine Stärke mit sanfter Hand und dennoch eisernem Willen die Welt zu bewegen. Ausgezeichneter Tee übrigens. Seid bedankt.
Wieder geniesst Sanraal einen tiefen Schluck.

Annan ist Euer persönliches Anliegen nicht wahr?
Meint der Daoschi ganz nebenbei.

Ich erkenne einen nervösen Mann wenn ich Ihn sehe. Und Ihr fürchtet keine Gegner. Also fürchtet Ihr mich. Aus einem Grund, den Ihr mir sicher gleich erzählen wollt?

Daimyō Liem Yang 31.05.2016, 08:15

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Liem starrt eine Weile in seine Teetasse, dann blickt er wieder zu Sanraal auf. 

Ich fürchte nicht Euch. Ich fürchte Euer Urteil. Denn Ihr sollt über mich richten, Lao Sanraal.

Er nimmt einen Schluck Tee, um die Worte, die wirr durch seinen Kopf schwirren, in geordnete Bahnen zu lenken. 

Ich will, dass Ihr mich prüft. Ihr habt recht, Annan ist mein persönliches Anliegen. Sie hat mich bezaubert, nein verzaubert. Und seit ich sie kenne, komme ich mir vor wie ein törichter kleiner Junge, zu nichts anderem fähig, als sie zu lieben, sie glücklich zu machen.

Er lehnt sich über den Tisch und sieht Sanraal eindringlich an.

Testet mich und prüft, ob ich es würdig bin, an Annans Seite zu sein.

Sanraal 31.05.2016, 13:27

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Sanraals Gesicht nimmt ernste Züge an.

Das ist es also.
Nach einer kleinen Pause fügt er hinzu.

Ich verstehe warum Annan mich auswählt. Ich war schon immer Neuem recht aufgeschlossen und mehr dem wohle Kitais als der Tradition verpflichtet. Annans Vater würde Euch rund weg ablehnen Liem Yang. Denn eine Heirat kähme für Ihn nur in Frage wenn Ihr Herzog eines anderen Landes wärt. Es eine politische Heirat würde. Ich habe das immer abgelehnt. Eine Heirat ohne Liebe ist der Grund für viellerlei Tragödien in der Vergangenheit.
Sanraal nimmt einen weiteren Schluck aus seiner Tasse.


Liem, Ihr wisst was Ihr da von mir verlangt nicht wahr? Ich, ein Ausgestossener, ein Magier, ein Verfolgter. Ausgerechnet ich soll den zukünftigen Kaiser von Kitai auf Herz und Nieren prüfen und schlussendlich der Kaiserin zum Gatten vorschlagen.

Daimyō Liem Yang 31.05.2016, 13:49

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Liem nickt und ein leichtes Lächeln zeichnet sich auf seinen Lippen ab. 

Welch formidabler Zufall, dass unsere neue Kaiserin eine Heirat aus Liebe der politischen vorzieht.

Er lehnt sich wieder zurück und nimmt einen weiteren Schluck Tee.

Ich bin es nicht, der das von Euch verlangt. Es ist der Wille Eurer Kaiserin. Nur ihretwegen bin ich hier. Und wenn sie der Meinung ist, dass niemand mich besser prüfen kann als Ihr, dann ist es für mich nicht von Belang, welche Vergangenheit Ihr habt, Lao Sanraal. Ich stelle mich dem Urteil dieses »ausgestossenen, verfolgten Magiers«, der da vor mir sitzt. Denn das ist der Wille meiner Liebe.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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