Kaiserreich
Drachenstein

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Der Königspalast

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Avinash Volmar 26.01.2016, 04:14

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Der König von Malazien packt die letzten Dokumente zusammen. Vor wenigen Stunden kam die Nachricht aus Pretannica, dass seine kaiserliche Exzellenz sich nach langer Abwesenheit wieder in der Hauptstadt blicken hat lassen. Die genauen Umstände sind ungeklärt, sogar seine Spione konnten nicht herausfinden wohin der Kaiser verschwunden war. Vielleicht hatte er sich zurückgezogen um sich zu erholen. Oder aber für seine Familie.
Jedenfalls wurde irgendwie die Idee verbreitet, man müsse deswegen ein Volksfest veranstalten. Vermutlich einer der Höflinge der sich beliebt machen will. Ekelhaftes Pack.
Doch zwingt dies Avinash dazu sich ebenfalls in Pretannica sehen zu lassen. Glücklicherweise kann er dies gleich mit einigen anderen Erledigungen in der Hauptstadt verbinden. In wenigen Stunden wird ein Schiff aus Laigen ablegen. Celina ist bereits informiert. Sie hat versprochen bis dahin auch dort zu sein, zusammen mit ihren fliegenden Pferden.

Celina… das wird das erste Mal seit gut einem Monat sein das sie sich wieder sehen. Avinash kann nur hoffen dass die Akademie gut voran schreitet und sie bald wichtige Aufgaben abgeben kann, damit sie mehr Zeit füreinander haben.
Von der Tür kommt ein verhaltenes Räuspern.

Ja Lenoar?
Der Kammerdiener und Schlossverwalter steht in der Tür, in seiner Hand ein Tablett mit Briefen.

»Eure Majestät, ich bringe Euch die nachstehende Post des Tages.«
Der fein angezogene Diener betritt den Raum und verteilt Berichte, Bittschreiben und Anfragen in die dafür vorgesehenen Fächer. Es wurde inzwischen zur täglichen Routine, dass Avinash seine Post von seinem Vertrauten öffnen und einordnen lässt. Er hat sich das Privileg seines Vertrauens verdient und es erleichtert Avinashs Aufgabe ungemein nicht die ganzen Bettelbriefe und sonstigen Mumpitz aus zu sortieren. Nur bei bestimmten Depeschen zieht der König es vor diese persönlich auf zu machen. Leonar hat dies sofort akzeptiert. Ein Mann ganz nach seinem Geschmack. Nun allerdings bleibt er mit einem Brief auf dem Tablett weiterhin im Raum stehen. Avinash blickt auf das Stück Papier herab als würde ihm verdorbenes Essen vorgesetzt werden.

Ist es etwas wichtiges?
Leonar hält Avinash kommentarlos den Brief hin und zwingt den König damit ihn selbst zu lesen.

»Ich hielt es für wichtig genug dass Ihr ihn noch vor Eurer Abreise bekommt, da Ihr ja ohnehin nach Pretannica aufbrecht…«
Avinash überfliegt die Zeilen, stoppt und beginnt von vorne noch einmal genauer zu lesen. Noch bevor er geendet hat fragt er den Kammerdiener nach seiner Meinung.

»Nun, Eure Majestät, ich kann mir in dieser Frage keine Meinung erlauben. Ob die werte Dame die Wahrheit spricht oder nicht, liegt außerhalb meines Wissens. Jedoch…«
Er nickt ohne vom Brief auf zu schauen.

Ich weiß was du meinst. Ich bekomme diese Art zuhauf, aber die Meisten sind entweder besser geschrieben oder schlampiger. Der hier ist genau die Art von unbedacht doch gelehrig dass er echt sein könnte.
Wir werden ja sehen.

WAS? Was steht denn da in diesem Brief? *neugierig im Kreis hüpft* Ich wills wissen!!

Fenrir Faeláréd 26.01.2016, 22:25

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Tjaaa… So mancher Thread könnte da Hinweise darüber geben

Long Thien Omura 29.07.2017, 19:30

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*alten Thread rausgräbt, anstatt einen neuen zu machen*
Wir kommen von da.

Am Nachmittag des selben Tages machen sich Chen Lu und Long schliesslich auf den Weg zum Schloss. Long ist nervös, selbst wenn er es vor Chen Lu nicht zugeben will. Was, wenn der König oder Platow keine Verwendung für ihn haben? 
Schliesslich stehen sie vor dem Eingangsportal und Long verneigt sich angemessen vor den diensthabenden Wachen. 

Verzeiht, mein Herr.. wir sind nicht angemeldet, aber wir haben einen Brief für König Avinash von Aussenminister Daymio Liem Yang aus Kitai. Wäre es wohl möglich, ihn persönlich zu übergeben?

Avinash Volmar 31.07.2017, 00:33

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Der wachhabende Gardist sieht sich die beiden Fremden ganz genau an. Mit ihrer merkwürdigen Kleidung, ihrem Benehmen und getue. Viel seltsames Volk geht ein und aus heutzutage, und nicht alle von ihnen führt Gutes im Schilde.

»Führt Ihr ein Schreiben mit Euch, welches Euch als Vertraute des Ministers auszeichnet?«

Long Thien Omura 08.08.2017, 08:49

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Long sieht Chen Lu einen Augenblick lang unsicher an. Dann richtet er seinen Blick wieder auf den Gardisten und streckt seine Hand aus. 

Nicht als Vertrauter des Ministers. Aber als Vertrauter der Kaiserin.

Er präsentiert den Siegelring mit dem Wappen des Kitaiischen Kaiserhauses, den er von Liem zu eben diesem Zweck bekommen hat.

Chen Lu Yang 08.08.2017, 11:43

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Chen Lu lässt ihren Mann für sie sprechen, da sie gehört hat, dass es hier in Drachenstein so üblich ist. Das ist es ja auch in Kitai, wenn sie es dort auch nicht akzeptiert oder einhält.

Avinash Volmar 14.08.2017, 00:56

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Der Wachmann sieht kurz auf das Siegel und versucht ab zu schätzen wie sehr er den Worten der Fremden vertrauen soll. Dieses Wappen sagt ihm nichts, aber er erkennt eine filigrane Arbeit von einigem Wert. Vielleicht sagen die zwei ja die Wahrheit, wenn sie auch recht bescheiden gekleidet sind im Gegensatz zu dem was man so hört.

»In Ordnung, geht vor in den Audienzraum und lasst Euch anmelden.«

Chen Lu Yang 14.08.2017, 07:22

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»Herzlichen Dank.«

sagt Chen Lu ohne den Hauch Ironie in ihrer Stimme zu vertuschen. Damit geht sie weiter und spricht eine ziemlich sinnlose Aneinanderreihung von kitaiischen Worten aus, nur um den Wachmann zu verunsichern.

Long Thien Omura 14.08.2017, 08:47

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Long kann sich ein Lachen nur knapp verkneifen, als Chen Lu vor dem armen Wachmann eine Salve von komplizierten, kitaiischen Worten loslässt. Dann bietet er ihr galant den Arm an und geht mit ihr zum Audienzraum.

Avinash Volmar 14.08.2017, 21:39

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Hier warten Chen Lu und Long Thien nicht allein. Eine Vielzahl von Vertretern verschiedener Gruppierungen und Belangen ist anwesend und wartet darauf vorgelassen zu werden. Diese bilden eine Schlange bis hin zum Eingangstor und nachdem sich die beiden Kitaiier angestellt haben und Stück für Stück vorangekommen sind, kommen sie einem Mann an einem Pult welcher die Bittsteller nach Name, Rang und Anliegen befragt und sie zum warten ins jeweilige Zimmer seitlich des Ganges schickt. Je nach Wichtigkeit ihrer Person werden sie früher oder später vorgelassen… oder gar nicht.

Chen Lu Yang 15.08.2017, 06:51

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Chen Lu Yang, Schwester des kitaiischen Ministers Liem Yang, und Shogun Long Thien Omura.

Dieses Mal übernimmt Chen Lu das Reden und lächelt den Mann dabei aufreizend an, um ihnen vielleicht einiges an Wartezeit zu ersparen.

Avinash Volmar 17.08.2017, 00:52

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Entweder ist der Sekretär blind, dem eigenem Geschlecht zugetan oder er hat ein körperliches Leiden. Zumindest gibt er kein Zeichen von sich, dass er Chen Lu in irgendeiner Weise zugeneigt ist. Vielleicht hat er das aber auch schon zu oft gesehen (und wurde zu oft enttäuscht). Jedenfalls sieht er nicht sonderbar viel von seinem Pergament auf sondern beginnt zu schreiben, stockt, lässt sich den Namen noch einmal geben und schreibt ihn leise vor sich hin murmelnd zweimal auf. Einmal in ein Büchlein, ein anderes Mal auf ein Stück Pergament.
Danach holt er eine Glocke hervor, klingelt kurz, bis ein Page angelaufen kommt, übergibt ihm den Zettel und lässt ihn von dannen ziehen.

»Wenn ich die gnädige Dame und den gnädigen Herren bitten dürfte die dritte Türe auf der Linken Seite zu nehmen.«

In diesem Zimmer finden die beiden nur sehr wenige Personen vor, während direkt gegenüber, also im 'dritten Zimmer rechts' könnte man sagen, die funkelnden und gut betuchten Adeligen sich aufhalten.
Genauer gesagt sitzt nur ein Mann mit Chen Lu und Long Thien auf einem der mit rotem Samt bezogenen Polstersessel und sieht auf die eindrucksvolle Wandverkleidung welche eine Jagdszene darstellt und das ganze Zimmer einnimmt. Der Mann in Zobermantel und mit wildem Bartwuchs sieht überrascht auf Besuch zu bekommen, zeigt dann einladend mit einer Handbewegung in Richtung der anderen Sitzmöglichkeiten.

Chen Lu Yang 17.08.2017, 07:24

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Sali Vuz.

sagt Chen Lu, ist aber sichtlich nicht an einer Konversation interessiert. Dennoch lächelt sie höflich, während Long und sie zu einer Sitzgelegenheit in der Ecke hinüber gehen, von der aus man den Eingang gut im Auge behalten kann.

Avinash Volmar 17.08.2017, 15:22

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»Sali… Vuz.«

Antwortet der Fremde stockend und nicht gewohnt so zu grüßen und nickt freundlich.

Er wartet weiter, kommt aber nicht ohnehin, die zwei Menschen die noch fremder als er aussehen, immer wieder verdeckt zu beäugen. Zumindest versucht er es zu verheimlichen.
Derweil werden Personen aus dem gegenüberliegendem Zimmer aufgerufen.

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