Kaiserreich
Drachenstein

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[Kurs] Drakisch für Anfänger

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Behandelt werden:
 – Grundkenntnisse der Grammatik (Satzbau)
 – »Ich heiße«, »Wie heißt Du? «
 – »Ich komme aus«, »Woher kommst Du? «
 – »Ich bin xy Jahre alt«, »Wie alt bist Du? «
 – »Ich bin ein (Magier, Elf, Krieger, Mensch, Hobbit)«, »Was bist Du? «
 – Begrüßung und Verabschiedung
 – Das ganze in den verschiedenen Formen (»Woher kommt er/sie/es/Ihr? «.

Fangen wir also an.


A D J E K T I V E

Sali Vuz! ### Das heißt Guten Tag, wörtlich übersetzt »Gutes Leben«.

»Sali«, also »gut«, ist ein Adjektiv. Anders als im Deutschen werden Adjektive nie fallspezifisch verändert. Es heißt also nicht »Die guten Blumen«, sondern »Die gut Blumen«. Wie auch in unserem Fall: Nicht »Das gute Leben« oder »Gutes Leben«, sondern »Das gut Leben« oder »Gut Leben«. Das vereinfacht natürlich den Gebrauch von Adjektiven.

Adjektive werden immer vor das Substantiv (Nomen) und hinter den Artikel gestellt. Hierbei spielt es keine Rolle, wie viele Adjektive man vor das Substantiv stellt.

Sali klea Vuz! ### »Sali« kennen wir schon, das heißt »gut«, »klea« heißt »groß« und »Vuz« heißt »Leben«. Hier haben wir also den Satz »Gutes, großes Leben« vor uns.


A R T I K E L

Hier verhält es sich wie im Englischen: Es gibt einen Artikel für bestimmte Substantive und einen Artikel für unbestimmte Substantive.

Für bestimmte Substantive gibt es den Artikel »tay«. Zwischen Artikel und Substantiv kommt immer ein »:«.
»Das Leben« heißt also: »tay:Vuz«.

Für unbestimmte Substantive gibt es den Artikel »kat«.
»Ein Leben« heißt also »kat:Vuz«.

Wie oben schon geschrieben, kommen Adjektive zwischen den Artikel und das Substantiv. Hierbei wird nach dem Artikel und vor dem Substantiv ein Doppelpunkt gesetzt, die Adjektive werden zwischen den beiden Doppelpunkten eingeschlossen:
»Ein großes, gutes Leben« heißt folglich »kat: klea sali :Vuz«.


S U B S T A N T I V E

Der letzte zu behandelnde Punkt für Heute.

An einem Substantiv erkennt man in der drakischen Sprache, ob es sich beim beschriebenen Objekt um ein männliches oder ein weibliches Wesen handelt, oder ob es eine Sache (oder ein geschlechtlich unbestimmtes Wesen ist) ist.

Zum letzteren Fall: Das muss man sich so vorstellen: Sieht man einen Drachen in der Ferne und man weiß nicht, ob man Männlein oder Weiblein vor sich hat, heißt es »tay:drake« (Der Drache). Liegt der Drache ein paar Minuten später auf einem drauf und man kann ihm in seine edelsten Teile sehen, dann kann man ganz klar sagen: »tay:drakeum« (Der männliche Drache).

Alle männlichen Wesen enden auf -um, alle weiblichen Wesen enden auf -a, alle Sachen enden auf eine unbestimmte Endung, die allerdings nie -um oder -a ist.

Beispiel für die männlichen Wesen: Der Nachbar: tay:Havekozum
Beispiel für die weiblichen Wesen: Die Nachbarin: tay:Havekoza
Beispiel für eine Sache: Der Stern (natürlich weder männlich noch weiblich): tay:staer (unbestimmte Endung)

Es gibt auch Ausnahmen, so etwa bei Posten: Es heißt prinzipiell immer »tay:Kaetyr«, wenn man einfach nur die Person meint, die den Posten besetzt, egal welche. Meint man nun allerdings ganz bestimmt den Kaiser Martinus I. , dann heißt es "tay:Kaetyrum Martinus I. ». Das gleiche gilt bei den Kaiserinnen. Meint man seine Frau Fiona I. , dann heißt es «tay:Kaetyra Fiona I. ». Auch hohe Amtsgebäude werden manchmal als weibliche Wesen behandelt, so etwa «tay:Tabitumisia", das Staatsarchiv. Hier wird explizit dieses Gebäude angesprochen, nämlich das drakische Staatsarchiv mit Sitz in Pretannica. Spricht man jetzt jedoch von irgendeinem Staatsarchiv, das von Freiland, das von Ratelon, das von Tylus, dann heißt es "tay:Tabitumisior".

Nachdem wir das geklärt hätten, können wir dann zur Mehrzahl kommen. Hierzu brauchen wir zwei neue Artikel, einen für eine bestimmte Mehrzahl und einen für eine unbestimmte Mehrzahl. Für eine bestimmte Mehrzahl lautet der Artikel »tayae«, für eine unbestimmte Mehrzahl lautet der Artikel »katae«, also immer »ae« drangehängt (sprich: ähe mit Betonung auf dem ä). Das Schwierige ist, dass es im Deutschen keinen Artikel für die unbestimmte Mehrzahl gibt. Es heißt immer "die Nachbarn», ist also bestimmt. Wenn wir jetzt aber nicht wissen, welche Nachbarn, sondern einfach ein paar für ein alchemistisches Experiment brauchen, dann müssen wir – ich habe es eben schon unbewusst gebraucht – auf eine nummerierende Umschreibung zurückgreifen, in meinem Fall eben «ein paar», oder aber so Umschreibungen wie «fünf», «drei», «achzigtausend". Das ist im Drakischen eben nicht nötig.

Die Substantive selber sind einfach in die Mehrzahl zu setzen, wobei es sich hier verhält wie im Französischen: Wenn auch nur ein Wesen der Gruppe, die man bezeichnet, männlich ist, so wird die ganze Gruppe als männlich angesehen.
Für männliche Wesen hängt man einfach ein »ae« daran, also der Nachbar: "tay:Havekozum», die Nachbarn: «tayae:Havekozumae".
Weibliche Wesen bekommen noch ein »dae« hintendrauf verpasst, also die Nachbarin: "tay:Havekoza», die Nachbarinnen: «tayae:Havekozadae".
Weiß man jetzt nicht, ob es ein Nachbar oder eine Nachbarin ist, wird es also als Sache behandelt, man hängt einfach ein »ae« daran: »tay:Havekoz«, "tayae:Havekozae".
Nun noch ein Beispiel für den im Deutschen so nicht vorhandenen Fall Mehrzahl+Unbestimmt: »kat:Havekoza«<->»katae:Havekozadae«, »mehrere Nachbarinnen«

Abschließend sei zu sagen, dass Substantive und Artikel im Drakischen nie konjugiert werden, es gibt also genausowenig »den Apfel«, wie es »des Baumes wegen« oder »den Ereignissen nach« gibt.

Ich hoffe, euch jetzt nicht mit Informationen vollgepflastert zu haben. Das ist der erste Teil der Grundgrammatik, noch sehr unspektakulär, aber der wird als wichtiger Grundstock gebraucht. Fragen, Anregungen, Kommentare?

Manus Tameo 17.04.2006, 20:14

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Ich hätte eine Frage, kriegen wir eine Vokabelliste gereicht?

Und wie spricht man das ganze aus, wenn mir die Frage erlaubt ist? Betonung und Lautschrift?

Vokabelliste könnt ihr gerne haben, kommt bald.

@Euphemia: Wie im Deutschen, nur etwas härter, also eher russisch. Aber es wird gesprochen, wie es geschrieben wird, mit Ausnahme von v, was wie w gesprochen wird, wenn es vor einem Vokal steht, und z, was wie ein stimmhaftes s gesprochen wird, wenn es nach einem Vokal steht. Steht ein z nach einem Konsonanten, wird es hart ( »tz« ) gesprochen. Ach ja, und ein h am Anfang eines Wortes wird nicht gesprochen, wenn – wie eigentlich darauf immer – ein Vokal folgt, allerdings wird der darauf folgende Vokal dann betont. Beispiel für das Ganze: tay:havekoz spricht sich »thai ahwekoss«

*fleissig am büffeln ist und nur kurz aufschaut um Veuxin klar zu machen, dass vorläufig wohl kein Kommentar kommen wird*

In Ordnung, ab in die Pause *Knoppers auspack*!

Jonathan der Weise 28.07.2006, 04:14

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der kanzler der universität wundert sich gerade, warum dieser so erfolgreiche kursus nicht fortgesetzt wird.
nunja, ich wünsche viel erfolg

+++ Telegramm +++
Nach dem kaiserlichen Urlaub wird der Kurs weitergefuehrt.

Zerron 22.09.2006, 20:23

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Handlung

Piritugd starrt Veuxin lustvoll aufs Gesäß.

Lord Bohne 25.09.2006, 18:22

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Hallo?
Gehts noch? Piri sollte festgenohmen werden!

Ich wiederhols ja nur ungern, aber:

Piritugd 25.09.2006, 19:33

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Mein Gott Bohne, wie wärs wenn du mal die Sachen liest, die geschrieben werden?

Piritugd, wie wär's, wenn Du mal Sachen schreibst, die gelesen werden? XD OK, fünf Euro in die Schlechte-Wortspiel-Kasse. ^^

Besteht noch Interesse an dem Kurs? Es würde jetzt die Verbkonjugation drankommen.

Jahaa.. Natürlich.

Gut, ich bereite vor.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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