Kaiserreich
Drachenstein

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Die Zeit der zweiten Reichserweiterung

Ein erstes Opfer dieser Zellen, voran die Schwarze Hand und die Independum Drakis, wurde Tribald I.: Während der Weihungszeremonien 1612 ndZ zum unvollendeten Hauptteil der Kathedrale zu Winston, womit ein wichtiges Erbe seines Vaters erfüllt werden sollte, erschoss ein unbekannter Armbrustschütze vom Gebälk des Zerronturms aus den Kaiser. Die Zeremonie wurde überstürzt abgebrochen, hohe Beamte in Sicherheit gebracht, jedoch konnte der Täter nicht ausfindig gemacht werden. Lediglich der Abdruck einer Hand mit schwarzer Farbe im neuen Sandstein der Kathedrale deuteten auf die Schwarze Hand hin. Der Abdruck soll sich noch heute dort befinden, da der tragende Stein mit dem Handabdruck nicht mehr ohne erhebliche Kosten ausgewechselt werden konnte. Tribald I. hinterließ vier Söhne, der älteste Sohn, Varion I., wurde nach kurzer Zeit 1613 in der Kathedrale zu Winston zum König gekrönt, gleichzeitig mit der Krönigszeremonie erfolgte die Weihung der Kathedrale, bei der sein Vater ermordet worden war. Varion I. versuchte, den starken Forschungskurs seines Großvaters mit dem Streben nach Wirtschaft seines Vaters zu vereinen: Es waren Gerüchte über Land im Westen aufgekommen, die Varion I. allzugern bestätigen würde, um schon in jungen Herrschaftsjahren seinen Stand zu festigen. Seine Missionen schlugen jedoch bis zu seinem jungen Tod im Jahr 1932 ndZ fehl, sein jüngerer Bruder und folgender König, Pleiron I., setzte seine Bemühungen danach erfolgreich fort, als er den Ansatz verfolgte, nicht westlich von Pelata, sondern weiter nördlich, westlich des Malazischen Ringes, zu suchen. Die neu entdeckte Provinz wurde Vincaster genannt und fand mit seinem milden Klima und der hügeligen, ruhigen Landschaft schnell große Forscher, die das Land durchquerten und erforschten. Vintor wurde als Hauptstadt der neuen Provinz gegründet und diente fortan als entlegener Außenposten des Königreichs. Nicht weit von Vintor entfernt befand sich die Pisar-Landbrücke, benannt nach dem Forscher Dirion Pisar. Sie stellte große Rätsel auf, man vermutete zwar eine einfache Küstenzunge, jedoch hob sich das Land dort an. Dieses Rätsel wurde erst unter dem darauffolgenden Kaiser, Darisin I., gelöst: Die sogenannte Expedition des Hohen Meeres durchquerte Vincaster auf geradem Westkurs, gelangte zur Pisar-Landbrücke und forschte auf bisherigem Kurs weiter. Das Ergebnis, das bei der Rückkehr der Expedition nach Vintor im Jahr 2482 ndZ verkündet werden konnte, war verblüffend: Ein riesiges, unentdecktes Hochland mit steilen Schluchten, verschneiten Hängen und brodelnden Vulkanen erstreckte sich westlich des bekannten Königreichs. Als Darisin I. von diesen Erkenntnissen hörte, tätigte er angeblich den berühmten Ausspruch: »Wie ist die Welt so groß! Eröffnete Arme erwarten unsere Erforschung im unendlichen Meer«, der das damalige Befinden wiederspiegelt, wonach man aufgrund der zahlreichen Entdeckungen vermutete, die Welt sei ein unendliches Meer, in dem die Inseln treiben würden. Pisar wurde zur fünften Provinz des Königreichs erklärt, entwickelte sich jedoch aufgrund der entfernten Lage und der harten Lebensbedingungen eher zaghaft.

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