Kaiserreich
Drachenstein

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Die Zeit der ersten Reichserweiterung

Einige Zeit später, im Jahre 152 ndZ, entdeckte der drakische Forscher Vlinium Treyflynn die malazische Inselkette. Das entdeckte Gebiet wurde ins Reich eingegliedert, unwissend über die Größe oder die Bevölkerung des malazischen Ringes. So geriet es zu ersten gewaltsamen Konflikten, als die auf Malazien lebenden Elfen sich weigerten, ihre althergebrachten Hierarchien aufzugeben und sich dem fremden Volk zu unterwerfen. Wunden dieser Kriege ziehen sich bis in die heutige Zeit. Der Status Malaziens war lange Zeit unklar, das Thema wurde verschwiegen und Einigungen sowie Regelungen konnten häufig nur mit Bestechungen an Elfenkönige erreicht werden. Dieses Netz aus Korruption und Verheimlichung führte zum Streit zwischen den einzelnen Elfenvölkern, eine Tatsache, die den Einfluss Pretannicas nur noch stärken konnte. Als letzten Endes Malazien 213 ndZ unter dem jungen Kaiser Dorius als gleichwertige Provinz neben Pretanz im Königreich des Drachen mit der Besiegelung des Alzartiner Abkommens akzeptiert wurde, konnte sich das Land wieder aufbauen, die symbolische Versöhnung zwischen den Völkern fand durch die Vermählung Dorius' mit der Elfenfürstin Awleneya statt.
Das Königreich des Drachen blühte unter Kaiser Dorius wirtschaftlich auf und besaß schon eine beachtenswerte Größe, die dem Land Reichtum und den großen Nachkommen Einfluss und Wohlstand brachten. Erste Ansätze der drakischen Sprache sind um diese Zeit zu suchen, vermutlich stammt das Urdrakische (Draywin) aus dieser Zeit.
Als jedoch Kaiser Dorius um 360 ndZ verstarb und Kaiser Wisgun den Thron bestieg, erlebte das Reich einen rasanten Kurswechsel: Der Kaiser investierte vermehrt in geographische Vermessungen und Landerforschungen, besessen vom Gedanken, in südlicher Richtung großen Reichtum und mehr Macht erlangen zu können. Vermehrt hatten Seefahrer von gefährlichen Riffen südlich des malazischen Ringes berichtet und Wisgun, überzeugt vom Gedanken, in der Nähe eines Riffes müsse sich Land befinden, sendete eine große Forschungsflotte aus, um dieses Land im Süden zu finden. Über die genaue Größe der Flotte gibt es keine zuverlässigen Angaben, aufgrund der sonst sehr genauen Chroniken vermutet man jedoch, dass Wisgun große Teile der Flotte erst am Staatshaushalt vorbei durch Bestechungen finanzieren konnte. Im Jahr 637 ndZ bestätigte sich dann Wisguns These: Die Forschungsschiffe trafen auf die nordöstliche Nase, den nördlichsten Punkt Pelatas. Die Eingliederung Pelatas, die Loyalitätsschwörungen der umherziehenden Nomadenfürsten, gestaltete sich einfach. Umso schwerer erschien allerdings die Erforschung dieser neuen Welt: Nahezu undurchdringliche Urwälder im Süden, endlose Steppen im Norden und sengende Wüsten dazwischen ließen lange Zeit eine genaue Kartographierung nicht zu, lediglich die Region des Owezylan (Owez-Fluss) wurde als Lebensader des neuen Landes gut erforscht.

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