Kaiserreich
Drachenstein

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Esturien

Esturien (esturisch: Estoria = Ostgold) ist eine Provinz des Kaiserreichs Drachenstein. Das Land ist kühl und gebirgig, jedoch reich an alter Kultur und dichten Wäldern. Hauptstadt Esturiens ist Porta Estoria.

Als die Stadt Arkanar durch den mythischen Heroen und König Maxaktis gegründet wurde, hatte keiner geglaubt dass das Erbe der Stadt über 5000 Jahre später durch eine kleine Provinz des Imperium Arkanarum bis zu dem heutigen Tage bewahrt werden würde, die einige tausend Meilen von dem alten Arkanar entfernt liegen sollte. Arkanar beherrschte über 2000 Jahre ein großes Imperium mit harter Hand und plünderte die unterworfenen Völker skrupellos aus. Als das Imperium durch Korruption und Dekadenz geschwächt war, sahen die versklavten Völker und die jungen barbarischen Völker an den Grenzen des Imperiums ihre Chance und ein Jahrhunderte andauernder Abwehrkampf begann. Imperator Heraktos war der erste Herrscher, der den Untergang des Reiches voraussah und die Verbrechen, die Arkanar an den versklavten Völkern verübt hatte, auch als solche erkannte. Um das kulturelle und wissenschaftliche Erbe des Imperiums zu bewahren sandte er eine Flotte von Schiffen aus, um ein Refugium zu finden, von wo das Imperium isoliert vom Rest der Welt überleben sollte. Sein Ziel war aber nicht nur die Bewahrung des Erbes des Imperiums, sondern auch die Sühne für die Verbrechen des Reiches. Eines Tages in ferner Zukunft sollten die Kinder der versklavten Völker von diesem Erbe profitieren, wenn sie dazu bereit und auch reif genug seien. Jahrelang kreuzten die Schiffe des Imperiums über die Ozeane der Welt, bis sie im Süden auf dem arethanischen Kontinent den idealen Ort fanden. Eine kleine Halbinsel, von keinem anderem Volk besiedelt, getrennt vom Rest des Kontinents durch ein Hochgebirge und auch von Seeseite schwer zu erreichen, da um die Küste der Halbinsel viele Untiefen, Riffe und gefährliche Strömungen existieren. Die Entdecker gaben der Halbinsel den Namen Estoria, nach dem alten arkanarischen Gott der Weisheit Estor. Imperator Heraktos war begeistert von den Möglichkeiten, die Estoria bot, und er beauftragte Don Rumata von den Gauten, einen großen Wissenschaftler, Krieger und Mitglied des Teiwazordens, die besten Künstler, Wissenschaftler und Philosophen um sich zu scharen um die Halbinsel zu besiedeln. Imperator Heraktos machte die Halbinsel zu einem Herzogtum, der Mark von Esturien. Er gab die Mark Don Rumata zum erblichen Lehen und ernannte ihn zum erblichen Imperator minor (Vizeimperator) Als Duxx Don Rumata I. bestieg er den Thron der Mark und sein Haus herrscht in der Mark bis zum heutigen Tage. Mit 5.000 der klügsten und besten Köpfe des Imperiums, aber auch mit 55.000 Bauern und Kriegern, machte er sich daran, die Mark zu besiedeln. Nachdem er die Stadt Porta Estoria gegründet hatte, teilte er die Mark in zwölf Teile, den Tha'andias, und ordnete jedem Teil ein Sternzeichen zu. Elf dieser Teile gab er den klügsten unter den Siedlern zum Lehen. Den Künstlern Tameo, Bau, Pampa und Reba, den Philosophen Okana, Sera, Aba und Ripat sowie den Wissenschaftlern Pifa, Budach und Muga. Den zwölfen Teil behielt er für sich, als den vierten Wissenschaftler. Duxx Don Rumata I. erschuf so eine neue Art des Adels, ein Adel des Geistes und nicht des Blutes oder Schwertes. Als Tha’ans sollten sie ihre Lehen verwalten und dort Menschen gemäß ihrer Profession fördern. Die restlichen Siedler schlossen sich den zwölf Tha'ans der Mark nach ihren Neigungen und Fähigkeiten als Gefolgsleute an. So entstanden die zwölf großen Häuser der Mark. Danach bildeten die Tha'ans den Laandsrad, die Versammlung der zwölf großen Häuser. Der Laandsrad wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einem reinen Kronrat zu einer echten Versammlung unter Gleichen. Und so wurde aus der Monarchie der Mark eine Adelsrepublik. Folgerichtig nahmen die regierenden Duxxe der Mark den Titel eines Primus inter pares (Erster unter Gleichen) an und gaben einen Teil ihrer Macht an den Laandsrad weiter.

Die nächsten 300 Jahre nach der Gründung der Mark verfolgten die Nachfolger Imperator Heraktos' dessen Politik weiter und schickten weiterhin die klügsten Köpfe, bedeutendsten Kunstwerke und wichtigsten Bücher des Imperiums Arkanarums in die Mark. Das wissenschaftliche, künstlerische und philosophische Zentrum des Imperiums verlagerte sich immer mehr von der imperialen Universität zu Arkanar zur Universität »Prinz Tolmer« in Porta Estoria. Als dann vor 3000 Jahren das Imperium unter dem Ansturm der Barbaren und versklavten Völker zerbrach, Arkanar dem Erdboden gleich gemacht wurde und dem Vergessen durch den Rest der Welt anheim fiel, ging der Plan Imperator Heraktos' auf, der fortan der Weise genannt wurde. Die Saat des Imperiums war in der Mark auf fruchtbaren Boden gefallen und entwickelte sich prächtig. Das Schicksal war an der Nase herumgeführt worden, auch wenn der Rest der Welt glauben würde, dass das Imperium zerstört sei und bald vergessen sein würde, so würde sein Erbe in der Mark weiter leben. Die Mark von Esturien war das bestgehütete Geheimnis des Imperiums gewesen, nur wenige wussten um die Mark und nun wusste nur noch die Mark selbst um seine Existenz.

Da nun die Mark auf sich selbst gestellt war und auch eine neue Aufgabe brauchte, beschloss Duxx Don Rumata XXV., nicht nur das Erbe und Wissen des Imperiums zu bewahren, sondern auch Wissen und die Kultur der ganzen Welt vor den Tücken der Zeit zu schützen. Viele Reiche würden kommen und wieder vergehen, brillante Köpfe geboren, ihrer Zeit voraus. Dieses Wissen der Reiche, Nationen und Menschen galt es nun zu wahren und vor dem Vergessen zu schützen. Deshalb gründete er die Gilde der Beobachter. Die Aufgabe der Beobachter würde es künftig sein, durch die Welt zu reisen, Wissenswertes in Chroniken festzuhalten, Kunstschätze und Bücher aufzukaufen, sowie Regierungen anderer Länder zu infiltrieren , um diese zu beraten und sanft zu lenken, um extreme Fehlentwicklungen abzuwenden und besonders begabte Menschen zu unterstützen. Wenn brillante und geniale Menschen von fatalen religiösen oder politischen Strömungen ihrer Heimatländer bedroht werden, so ist es die Aufgabe der Beobachter diese zu schützen und wenn das Leben dieser Menschen akut bedroht ist, sie zu entführen und in die Mark zu bringen, damit sie dort in Ruhe weiter zum Wohle aller Menschen wirken können.

Das Leben in der Mark nahm seinen friedlichen Lauf in den nächsten Jahrtausenden, geschützt durch seine isolierte Lage vor den Stürmen und Irrungen der Welt um sie herum. So behütet nahm die wissenschaftliche und philosophische Entwicklung einen rasanten Verlauf.

Dieses friedliche Leben wurde nur einmal gestört, als vor tausend Jahren plötzlich eine Flotte von Schiffen vor der Küste gesichtet wurde. Die Besatzungen dieser Schiffe waren die besten und kühnsten Seefahrer, aber auch die gefürchtetsten Krieger ihrer Zeit. Eine Kriegsflotte des Svaerrike unter ihren Großkönig Styrtryk Blodyx Ynglinger, einem tollkühnen und listigem Krieger. Mit 50.000 Kriegern landete das Heer der Svaer am Cappa de Sur, wo es zur Schlacht kam. Die Svaer bildeten eine gefährliche Streitmacht, jedem anderem Heer seiner Zeit überlegen, aber dem technologischen Vorsprung der Mark nicht gewachsen. Unter dem mörderischen Feuer der Kanonen und Musketen der märkischen Armee musste das Invasionsheer, nachdem es einen hohen Blutzoll gezahlt hatte, um Frieden bitten. Am 18.11. 1078 wurde der Friedensvertrag zu Cappa de Sur geschlossen und Großkönig Styrtryk Blodyx und seine überlebenden Krieger schworen bei ihren Göttern feierlich, das Geheimnis der Mark zu wahren. Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte sich daraus eine tiefe Freundschaft, aufgebaut auf gegenseitigen Respekt. Die Esturier waren gerade zu vernarrt in alles, was von dem Svaerrike kam, besonders den Met liebten die Bewohner der Mark. Man glaubte in der Mark, dass dieses junge, wilde Volk eine große Zukunft haben würde und dereinst eine der führenden Nationen der Welt sein würde, aber dazu sollte es nicht kommen. Plötzlich und ohne Vorwarnung wurde das Svaerrike von einem Phänomenen betroffen, welches die überlebenden Svaer Ragnarøg nannten und bis heute ungeklärt ist. Die letzten überlebenden Svaer wurden in der Mark mit offenen Armen empfangen, es waren gerade noch 15.000 Menschen. Seit dieser Zeit haben sich Einflüsse der Svaer in der Mark erhalten und die Überlebenden brachten auch das Geheimnis der Herstellung von Met mit. Noch heute sind es ausschließlich junge Esturier, die ihren Stammbaum direkt auf die Svaer zurück führen können, welche die Leibwache des Duxx, die Vareng-garde bilden.

Unterseiten

  1. Vintman
    1. Portus Orbis
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  3. Vinteys
    1. Porta Estoria
      1. Prinz-Tolmer-Universität

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