Kaiserreich
Drachenstein

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Die Erzählung vom Orkkrieg

Wir schreiben das Jahr 35623 n.d.Z. und Ihr seid in einem verkommenen Gasthaus in der Wildnis von Pelata. Und Euch wird erzählt. Von den Leiden und Schrecken, die der Orkkrieg über das Land brachte. Von einem nun alten Feuergreiffen, der diese Leiden und Schrecken als junger Recke erlebte.

Die Orks kamen in Scharen. Über Milliarden Mann müssen es gewesen sein, große und kleine, bestens ausgerüstete und nur mit einer Keule bewaffneten. Sie alle standen im Dienst des Schrecklichen. Nein, den Namen will ich an dieser Stelle nicht nennen, zu viele schlechte Erinnerungen verbinde ich mit ihm. Sie kamen in Scharen. Sie kamen in Scharen von Hunderten. Sie kamen in Scharen von Tausenden. Sie kamen über Hügel, über Wälder, über Flüsse. Sie töteten. Alles. Meine Frau, meine Kinder, meine Eltern. Ich war an die 25 Jahre alt. Und ich sah das Grauen, das sich in den Augen meiner toten, geschändeten Frau spiegelte. Nie werde ich diesen Gesichtsausdruck vergessen können. Nie werde ich … vergessen können.

Die Orks waren mächtig und schon bald hatten sie Pisar unter Kontrolle. Ja, mein Sohn, große Teile dieses wunderbaren und riesigen Landes der Drachen und Elben! Viele mussten ihr Leben lassen. Denn es herrschte Krieg.

Dann kam ein neuer, mächtiger Kriegsherr: Faantir der Mörder. Und er tötete den Schrecklichen. Viele fanden unter ihm den Tod. Und die Orks nahmen sich Vincaster. Ja, sie marschierten ein mit ihren Keulen und Äxten, vergifteten die Felder und vergewaltigten die Mägde, verbrannten die Wälder und verseuchten die Gewässer. Die tapferen Hobbits und Zwerge, Elfen und Feen, das gesamte kleine Volk, sie fielen wie reifes Heu vor der Sense. Die Erde war durchtränkt von Blut und auf den Schlachtfeldern wuchsen nur noch die Pflanzen der Orks, gefährliche Schlingpflanzen und fleischfressende Kriechpflanzen.

Die Völker des Südens verbündeten sich. Nur so war eine Rettung möglich. Und unter Veuxin II. , Kaiser von Drachenstein, wurden sie zurückgedrängt bis auf die Insel Walz. Doch dort bauten sie eine Festung, größer und mächtiger als ein lebendes Wesen es sich vorstellen kann. Und schrecklicher. Noch am anderen Ufer hörten die wenigen Bauern, die versuchten, auf der verbrannten Erde etwas anzubauen, die Todesschreie der Gefolterten, markerschütternde, dünne, hohe Stimmen, gepaart mit den mechanischen Schlägen der Kriegsschmieden. Über der Insel Walz hing ein Nebel aus rotem Dampf, aufgestiegen aus den Tiefen, die die Orks gegraben hatten. Tiefe Gräben, die in die Feuer der Erde ragten.

Doch dann starb Faantir der Mörder. Durch einen Himmelsgreiffen konnte er wieder zu seiner friedlichen, ehemaligen Existenz zurückgeraten. Seine Seele jedoch ging über in die Leiche des Schrecklichen und dieser erstand neu auf. Neue Leiden kamen über das Land. Doch die Xataxer kamen zur Hilfe und retteten Drachenstein vor der Schreckensherrschaft.

Gemeinsam konnten die Orks weit zurückgedrängt werden in den Norden des Planeten Pegasus. Und der Schreckliche konnte getötet werden. Doch noch heute überfallen die verschiedenen Orkstämme Händler und andere Reise und richten sie gar furchtbar zu. Die Gefahr wurde nie gebannt.

Hoffen wir…auf…neue…Zeiten un…und neue…Leg…Legenden…bessere…

Der Mann kippt langsam vornüber auf den Tisch. Zuerst denkt Ihr, er schläft. Doch als Ihr ihn aufwecken wollt, bemerkt Ihr die Kälte seines Körpers. Das letzte Opfer des Orkkriegs hat soeben das Tor zum ewigen Dunkel in Zerrons unermüdlichem Reich des Friedens durchschritten.
Zum Glück kennt Ihr die Geschichte und könnt diese weiterverbreiten. So gibt es nicht eine weitere Sage, die in Vergessenheit gerät und die nie wieder erzählt wird.

Morikles 1.0 Fabian Müller, 2005—2017.
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